den Augenblick erkennen, den Moment erleben

1. Mai 2017

gelebt. Der April 2017.


Wieder ist ein Monat vorbei - ein sehr emotionaler Monat.


gelebt:

Es ist verrückt, aber die erste Hälfte des Monats war richtig entspannt und schön, die zweite war viel zu voll und anstrengend.

Ich habe in den ersten beiden Wochen das Leben einfach nur genossen und konnte – wie bereits im März – einiges von dem erledigen, das schon ewig auf meiner Aufgabenliste stand, aber immer so unwichtig war, dass ich mich nicht drangesetzt habe. Ich habe analoge Bilder eingescannt, habe die Kragen meiner Jacken und Mäntel gereinigt, pflanzte Nutzpflanzen und Blumen auf dem Balkon, probierte ein paar Rezepte aus, war seit langem wieder auf dem Markt und besuchte die Stephanskirche in Mainz sowie deren wunderschönen Kreuzgang.

Es gab viele erste Male in der Familie. Sogar bei Anton. Pauls erster Zahn ist durchgebrochen und ich verabschiede mich allmählich von diesem süßen zahnlosen Lächeln.

Auch für mich gab es ein großes Highlight. Seit zwei Wochen besuche ich an der Uni wieder Veranstaltungen. Die zwei Lektürekurse (im Fach Komparatistik) verschaffen mir sehr viel Lesearbeit, doch bin ich äußerst dankbar, dass ich die Möglichkeit dazu habe. Das erste Mal also auch von Paul getrennt sein. Das war aufregend, etwas wehmütig war mir schon zu Mute, und doch war es gut. [Bachelor, irgendwo dahinten kann ich dich sehen!]

Nach Monaten (!), in denen wir nach einem neuen Bett gesucht haben, kam es fünf Woche nach der Bestellung endlich bei uns an und wurde aufgebaut. Mensch, ich schlafe soo gut. 1,80 m – es ist ein Traum! (Warum haben wir das nicht so vor drei Jahren bestellt?!)

Ich habe auf dem Balkon gegärtnert. Wow, hat mir das Spaß gemacht. Noch viel besser war es, als wir den Salat ernten konnten.

Die zweite Monatshälfte war so durchwachsen, weil die Buben auch schon mal besser drauf waren und ich gleichzeitig viel zu tun hatte. Durch die Seminare fallen mir wieder zwei Vormittage in der Woche weg und ich spüre es deutlich, dass ich weniger "Zeit für mich" habe.



ausgegangen: In der Morgensonne mit einer Freundin in der Kaffeekommune ein nicht zu süßes Bananenbrot gegessen und zwei leckere Kaffee dazu getrunken. Die Gaustraße hat es mir im letzten Monate sowieso sehr angetan. Es macht Spaß, sich dort treiben zu lassen und das Geld loszuwerden.

gebacken/gegessen: Again - Dinkelbrötchen und Bärlauchpesto. So so gut. Ich freue mich schon auf die nächste Bärlauch-Saison und bin ein großer Fan geworden. Zum ersten Mal habe ich grüne Soße gemacht (und werde es wohl nicht noch einmal machen). Flammkuchen, dieser sehr leckere Karottenkuchen, Rote Beete und gelbe Beete, Erdbeeren.

gelesen: Becks letzter Sommer von Benedict Wells war mein letzter Roman, den ich aus purem Vergnügen gelesen habe. Mir gefiel es sehr gut und Teile des Buchs hingen mir noch lange nach. Die Nacherzählung klingt ziemlich abstrus, der Plot IST abstrus, aber dennoch unterhaltsam und mit vielen Tiefen. (Kennt ihr den Film? Könnt ihr ihn empfehlen?) Ein Sammlungskatalog vom Kunsthaus Zürich, Die göttliche Komödie von Dante Alighieri, Literatur zu Poe und Baudelaire, u.a. The Raven von Edgar Allan Poe, Der Diener zweier Herren von Carlo Goldoni, Nora (Ein Puppenheim) von Henrik Ibsen (So so großartig!!), Der Mythos von Paris. Zeichen und Bewusstsein der Stadt von Karlheinz Stierle (wird mich noch lange beschäftigen...).

gehört: The Kooks, The Beatles



ausgestellt: Leider habe ich nur mit den Kids die Sammlung im Naturhistorischen Landesmuseum Mainz angesehen. Der Besuch der Art Cololgne schien zum Greifen nah, doch musste ich leider noch während des Buchungsvorgangs für den Zug einen Rückzieher machen. (Könnt ihr euch vorstellen, wie traurig ich darüber war?) Für den kommenden Monat gibt es aber tolle Pläne und ich freue mich darüber.

gereist: Es war ein ruhiger Monat und ich war fast ausschließlich im Mainzer Umland.

gekauft: Die Glamour-Shopping-Week-Aktionen nutze ich oft aus und bestelle dann das, was ich sowieso brauche, nur eben mit den Prozenten. Dieses Mal hatte ich Glück und habe einen neuen Bikini gefunden, nachdem meine schon über fünf Jahre alt sind. Ein neuer Wintermantel von Ganni (mein Lieblingsmantel ist bereits auch schon über vier Jahre alt und fällt etwas auseinander) und schwarze Ballerinas habe ich auch gefunden. Ich laufe auf ihnen wie auf Wolken. Sie sehen vielleicht etwas spießig aus, aber endlich passen mir überhaupt ein Paar und dann gleich so bequeme, klassische Schuhe. Auf dem Flohmarkt von Fuchs&Bente und Oh.Kiddo in der Gaustraße habe ich einen Topfuntersetzer und Postkarten gefunden. Außerdem habe ich (Achtung!) dreizehn Bücher gekauft. Eins war ein Geschenk, vier davon sind für mich privat, der Rest sind Schauer-/Horrorgeschichten sowie klassische Klassiker für die Lektürekurse an der Uni.

getragen: Ich habe zwei Mal einen Papp-Coffee To Go Becher bekommen, weil ich meinen Bambusbecher zu Hause vergessen hatte.



gewünscht: Eine entspannte Atmosphäre. Zu viele Termine und nörgelnde Kinder können mir ein wenig die Laune vermiesen. Außerdem: Urlaub. Allmählich bin ich wieder urlaubsreif.

gedacht: Was bedeutet (mir) Freundschaft?

geärgert: Wir kommen mit der Buchung unseres Sommerurlaubs nicht so voran wie gewünscht. Man mag es kaum glauben, aber innerhalb von zwei Wochen sind die Preise so stark explodiert, dass viele Angebote schon um 300 Euro teurer waren. Völlig verrückt.
Und richtig geärgert haben wir uns, als wir unsere Bestellung geöffnet haben und darin die falschen und vor allem kaputten Teile für unser Bett vorfinden mussten. Wir durften also eine Woche lang mit den Matratzen auf dem Boden schlafen, bevor wir unser neues Bett aufbauen konnten.

gefreut: Ich habe eine tolle Note für meine letzte Hausarbeit bekommen und darüber freue ich mich sehr. Der ganze Aufwand und die viele Zeit, die ich in die Hausarbeiten stecke, lohnen sich jedes Mal wieder. Gefreut habe ich mich aber auch über zwei wunderschöne Postkarten.

geliebt: Ein kitzeliges Baby.
























Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen