den Augenblick erkennen, den Moment erleben

9. März 2017

Kaffee Becher To Go. Der Bambusbecher im Alltag.


Nach zwei vollendeten Monaten im Jahr 2017 kann ich sagen, dass ich bereits einige meiner Pläne bzw. Ziele für das aktuelle Jahr umsetzen konnte. Zum einen habe ich meine Hausarbeit endlich fertig geschrieben und im Studienbüro abgegeben. (Jetzt hoffe ich auf eine sehr gute Bewertung!) Ich lese weiterhin so viele Bücher, in wenigen Tagen machen wir einen Familienausflug, meine Parisspardose ist gut gefüllt. Auch kam ich meinem Vorsatz, weniger Coffee to go Becher zu nutzen, deutlich näher.


In einer Welt voller Verbesserungsmöglichkeiten

Es gibt so viele Bereiche im Leben, in denen wir besser sein können; in denen wir gesünder, umweltbewusster und feministischer werden können. Manchmal ist dieses Streben nach Verbesserung eine große Last für mich. Denn schaue ich auf den Optimierungsbedarf in meinem Leben, dann fallen mir viele Dinge auf. Mir fällt es schwer, ständig auf alles zu achten. Ich könnte jeden Abend 20 Minuten Aquarelle malen, zwei Mal in der Woche Pilates machen, nur auf dem Markt regionales Gemüse kaufen, weniger Blogs, dafür aber mehr Fachzeitschriften lesen, usw. Der Tag hat aber eben nur vierundzwanzig Stunden, davon ist nur wenig echte Freizeit. Aber natürlich gibt es auch Verbesserungsmöglichkeiten im normalen Alltag. Ziele und Maßnahmenpläne helfen, dass man Schritt für Schritt allem nachkommt. Aber will ich mein Dasein so stark verplanen? Es gibt dann nur noch Sollen und Nicht dürfen, wenig Zeit für Müßiggang und so viele Regeln, die den Alltag bestimmen.

Und so wechseln sich das Bedürfnis nach Veränderung, nach Fortschritt mit der Abscheu all dieses Optimierungswahns und Gutmenschentums ab. Gutes bleibt. Wenn ich langsam merke, welche der Möglichkeiten nun die wichtigsten für mich persönlich sind. Die Gründe sind nicht immer für jeden einleuchtend, damit wird die Welt nicht gerettet, aber sie bedeuten mir selbst viel.


Kaffeekaffeekaffee

Kaffee gehört zu den liebsten Dingen auf Erden. Wenn ich unterwegs bin, trinke ich besonders viel Kaffee. Wenn ich Zeit habe, setze ich mich in das Café und genieße den Kaffee in Ruhe. Aber es gibt viele Situationen, in denen es schnell gehen muss. Und jedes Mal hole ich mir einen Becher to go und werfe ihn danach weg. Mir ist aufgefallen, wie viel Müll ich damit produziere. Gerade weil mir Kaffee sehr wichtig ist, wollte ich an dieser Stelle etwas ändern. Ktinka gab im letzten Jahr mit ihrem Text einen Anstoß, dass ich darüber nachdachte.

Manche Dinge ändern sich erst mit dem richtigen Equipment. So wie manche tatsächlich mehr Lust auf Sport haben, wenn sie schöne Sportklamotten tragen. Für mein Vorhaben fehlte ebenfalls die passende Ausstattung. Zu Hause habe ich einige isolierte Becher, doch daraus schmeckt Kaffee einfach scheußlich. Ich schielte also lange auf einen Becher und wünschte ihn mir zu Weihnachten. Als ich ihn nicht bekam, verließ mich auch die Lust, ihn einfach selbst zu bestellen.

Der Januar, der erste Testmonat, startete also mehr als holprig. Allein in der ersten Woche trank ich unterwegs vier Kaffees. Wenigstens nahm ich zwei Becher mit nach Hause, spülte sie aus und nutzte sie ein weiteres Mal mit eigenem Kaffee. Glücklicherweise wurde mir meine Entscheidung abgenommen und ich bekam von einer Freundin einen To Go Becher zum Geburtstag geschenkt. Er besteht aus Bambusfasern, auch der Deckel, ist sehr stabil, hält dicht und warm und der Kaffee schmeckt ganz wunderbar daraus.


Der Bambusbecher im Alltag

Schon nach eineinhalb Monaten Dauerbenutzung kann ich ein erstes Fazit ziehen. Der wiederverwendbare Coffee to go Becher ist immer dabei. Da ich fast ausschließlich mit Paul, also mit dem Kinderwagen unterwegs bin, habe ich ständig einen zusätzlichen Stauraum für den Becher und muss ihn nicht selbst transportieren. Ich vergesse ihn auch nicht in der Wohnung, sondern lasse ihn, wenn er sauber ist, im Kinderwagenkorb liegen. Dort befindet sich auf der aufsteckbare Kaffeehalter, der zu unserem Kinderwagen passt. So bin ich unterwegs wirklich optimal ausgestattet.

Wenn ich den Becher benutzt habe und sich keine Möglichkeit bietet, ihn auszuspülen, lege ich ihn in eine Tüte und spüle ihn später. Tüten sammeln sich in unserem Haushalt an, auch wenn wir beim Einkaufen meistens Tragetaschen dabei haben.

Bisher gab es erst eine Bäckerei, die mir den Kaffee nicht direkt in meinen Becher eingießen wollte - aus hygienischen Gründen. Die Verkäuferin ließ also den Kaffee in einen eigenen To Go Becher laufen und schüttete ihn dann in meinen. Ich war völlig perplex, denn nun war ja ganz umsonst ein Becher verbraucht. Sie erklärte mir, dass ich ja nicht die einzige sei, die ihren eigenen Becher dabeihätte und dass sie diesen Pappbecher noch einmal benutzen würde. Ich fragte mich, warum man dann nicht einfach eine Kaffeetasse zum Umschütten hätte nehmen können. Die Konsequenz ist nun, dass ich mir dort keinen Kaffee mehr kaufe.

In allen anderen Cafés und Bäckereien habe ich gute Erfahrungen gemacht. Mein Becher hat eine optimale Größe und lässt sich überall drunterstellen. In manchen Cafés musste ich sogar weniger zahlen und eine Dame hat mir einen kleinen Kaffee berechnet, meinen Becher dann aber noch aufgefüllt.


Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich auch weiterhin nur noch in wenigen Ausnahmefällen einen Pappbecher kaufen werde und damit weniger Müll produziere. Für mich persönlich bin ich froh, dass ich einen weiteren Weg gefunden habe, um Müll zu vermeiden und dass es sich sehr einfach umsetzen lässt.

Mich würde sehr interessieren, ob ihr in eurem Leben Stellen habt, die ihr verbessern wollt. Wie setzt ihr das um? Was ist zur Zeit euer Steckenpferd?

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