den Augenblick erkennen, den Moment erleben

27. Januar 2017

gelesen: Verbrechen von Ferdinand von Schirach



Elf Geschichten aus dem Arbeitsalltag eines Strafverteidigers, dessen zweite Profession das Schreiben ist. Ferdinand von Schirach. Es verbindet die Geschichten, dass von Schirach sie alle irgendwann selbst erlebt hat und dass sich bei jeder Begebenheit die Frage nach der Schwere des Verbrechens stellt. Welche Umstände führen dazu, dass jemand nicht ins Gefängnis kommt, obwohl er einen toten Menschen zerstückelt? Kann man Menschen dafür bestrafen, wenn sie aus einer Notlage heraus stehlen? Der Titel könnte kaum treffender formuliert sein. Denn was ist ein Verbrechen? Und wie bestraft man jemanden, der ein Verbrechen begangen hat? Es wirft mit seinen Geschichten Fragen auf, die sich nicht so einfach beantworten lassen.

Von Schirach gelingt es, den Figuren innerhalb der einzelnen Kurzgeschichten genug Tiefe einzuhauchen und gleichzeitig einen kleinen Einblick in das deutsche Strafrecht zu geben. Mit dem gegebenen Wissen ist man als Leser selbst dazu aufgefordert, mitzudenken und das Strafmaß abzuwägen. Die Schicksale der Menschen sind meistens recht schwer und so waren die Geschichte für mich keine leichte Kost.

Ich bin sehr froh, dass ich mir und von Schirach eine weitere Chance gegeben habe und nach Tabu nun auch Verbrechen gelesen habe. Ich hätte es wohl nicht gelesen, wenn es mir nicht empfohlen worden wäre.

Übrigens gibt es eine gleichnamige deutsche sechsteilige Serienproduktion, die die einzelnen Geschichten erzählt sowie die Verfilmung der letzten Kurzgeschichte: Der weiße Äthiopier. Bisher habe ich mir jedoch beides nicht gesehen.


24. Januar 2017

Über Ziele und Pläne und die Möglichkeiten, diese umzusetzen


Es gibt Phasen, da habe ich so viele Pläne und Aufgaben. Ich mache Listen und strukturiere mir den Alltag. Ich habe meine Vormittagsziele, Tagesaufgaben und Wochenpläne.

Natürlich denke ich an die möglichen Pausenzeiten. Denn eins habe ich gelernt, seitdem ich Kinder habe. Ich brauche Zeit für mich, ich brauche Erholung und es kann immer irgendetwas in der Planung schief gehen. Weil der Alltag so systematisiert ist, gelingt mir auch Einiges. Zur Zeit schreibe ich zum Beispiel jeden Tag an der Hausarbeit, ich erledige die anfallenden Aufgaben, gehe ins Museum, spiele jeden Tag Klavier, lese abends, finde oft Zeit zum Backen und nehme mir natürlich Zeit für die Jungs. Die Tage sind stark ausgefüllt, aber ich erreiche in der Regel dadurch viel. 

Nun gibt es aber Faktoren, die die Zeitplanung rahmen und erheblich beeinflussen. Dass Paul zum Beispiel rund um die Uhr bei mir ist und Anton bis 14:30 Uhr betreut wird. Dass die Jungs gegen 20:30 Uhr schlafen und meine Konzentrationsfähigkeit ab 22:00 Uhr deutlich abfällt. Dass ich ungefähr acht Stunden schlafen sollte, damit ich am nächsten Tag ausgeglichen bin. Und überhaupt, dass der Tag NUR 24 Stunden hat. 

Ja, momentan wünsche ich mir wohl nichts mehr, als fünf Stunden mehr am Tag zu haben. Aber bitte fünf Stunden ohne Ablenkung. (An dieser Stelle muss ich wohl sagen, dass ich es momentan so sehr genieße wie noch nie, den Alltag mit meinen Buben bestreiten zu können. Ich bin richtig gerne Mama und beschäftige mich gern mit den Jungs. Pauls Schlafzeiten sind jedoch nicht lang, ich habe für die Hausarbeit eine Abgabefrist und dadurch gibt es nur wenige Freiräume für "meine eigenen Projekte".) Fünf Stunden, in denen ich all meine Ideen umsetzen kann, die mir zur Zeit durch den Kopf schwirren. 

Denn Kreativität braucht seine Zeit. Freiräume, in denen der Kopf nicht funktionieren muss. In denen man ausprobiert und schafft.

Ein weiteres Problem ist ja auch, dass die Liste, mit den Dingen, die man tun will, nicht kürzer wird mit der Zeit. Es fällt Neues an, sobald man sich aus seiner Blase herausbewegt. Das geschieht bei mir meistens durch einen Ortswechsel, durch Gespräche mit Freunden oder in einer Ausstellung. Und so türmen sich die Ideen und Aufgaben, man muss Prioritäten setzen, um die wenige verbliebene freie Zeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen. 

Ich könnte mir ja sagen, dass dieser volle Terminkalender nur von kurzer Dauer ist, spätestens wenn die Hausarbeit abgegeben ist, habe ich mehr Freizeit. Oder allerspätestens mit der Eingewöhnung von Paul im Sommer werde ich wieder mehr Zeit "für mich" haben. Aber JETZT brennt es mir unter den Nägeln. Jetzt möchte ich meine Vorhaben umsetzen.

Sagt, geht es nur mir so oder steckt ihr auch inmitten so vieler Aufgaben, dass ihr viel weniger schaffen könnt als euch lieb ist? Und welche Mittel nutzt ihr außer Listen und Priorisieren, um über all dem Herr zu werden?


12. Januar 2017

gelesen: The Paris Guide von Petite Passport


Das Christkind hat mir eine große Freude gemacht, in dem es mir den Paris Guide von Petite Passport schickte. Und weil ich von Vielem begeistert bin, das mit meiner Lieblingsstadt zu tun hat, möchte ich euch den Reiseführer vorstellen.

Ich muss zugeben, dass ich wohl kaum noch einen klassischen Reiseführer für Paris kaufen würde. In den letzten Jahren haben sich hier ein paar Bücher angesammelt, die ich geschenkt bekam oder auf Flohmärkten gefunden habe. Als ich das erste Mal nach Paris reiste, las ich mich ein, lernte die wichtigsten Fakten rund um den Eiffelturm, Baron Haussman und Napoléon kennen und hatte eine grobe Ahnung, welche Orte in der Stadt für Erstbesucher spannend sein konnten.

Mit jeder weiteren Reise und mit jedem besuchten Ort wurden die Reiseführer unwichtiger und das Internet interessanter. Dennoch schlage ich immer wieder gerne diese Bücher auf, die keine Reiseführer im klassischen Stil sind, sondern vielmehr Geschichte erzählen.


Im The Paris Guide fasst die niederländische Journalistin Pauline Egge ihre liebsten Hot Spots in Paris zusammen. Diese kategorisiert sie in EAT, SHOP und STAY. Auffällig ist, dass sich die Ziele vor allem rund um den Marais und den Canal St. Martin finden. Das sind neben dem aufkommenden It-Viertel SoPi (South Pigalle) und Belleville eben die schönen, hippen Viertel, in denen sich tolle Cafés und Shops aneinanderreihen. Pauline stellt die ausgewählten Orte mit einem Bild, Adresse und Öffnungszeiten vor. Der Clue ist aber, dass sie für jeden Spot drei Gründe findet, warum wir ihm einen Besuch abstatten müssen.

Der magazin-ähnliche Reiseführer hat ein angenehm kleines Format (zirka DinA5). Doch obwohl es sehr handlich ist und auf der Umschlagsinnenseite eine schematische Karte enthält, würde ich mir die spannenden Adressen eher in mein Notizbuch schreiben oder abfotografieren, als den Führer immer in meiner Tasche mitzunehmen. Die Karte ist so grob, dass sie nur die Richtung angibt und ich mir daher sowieso mit Google Maps oder meiner alten Stadtkarte aushelfen müsste. Für die Reisevorbereitung zu Hause oder vor Ort bietet der Guide tolle Ideen, wo man seine Zeit verbringen kann. Mir gefällt vor allem, dass hauptsächlich Cafés und Restaurants vorgestellt werden, weil ich schon häufig in der Situation war, dass sich kein interessantes Lokal auffinden ließ, wenn der Magen knurrte oder dass die Hausfront keinen Blick in das Innere des Cafés zuließ und ich das Eintreten dann einfach sein ließ.



Pauline tummelt sich auch noch auf anderen Teilen Europas und so bin ich ganz froh, auch The Amsterdam Guide zu besitzen und mir so eine baldige Reise in diese beiden Städte zu erträumen.

Von Petite Passport gibt es außerdem online und in Papierform Reiseführer für Barcelona, Berlin, Copenhagen, London, Madrid und New York. Stöbert doch mal in ihrem Store oder lest ihre Stories über die Reisen. Sie machen mir ständig Lust, meine Koffer zu packen.





7. Januar 2017

gelesen: Meine geniale Freundin von Elena Ferrante


Irgendwann im letzten Jahr überkam mich eine große Lust, wieder mit dem Lesen anzufangen. Durch das Studium und auch das Leben, las ich immer weniger Bücher aus Interesse. Die Lektüre für die Uni war meist auch sehr spannend, aber mir fehlte es, einfach nur so, aus reinem Vergnügen (vor allem) Romane zu lesen.

Mein Ziel habe ich erreicht. Im letzten Jahr hatte ich eigentlich ständig ein Buch zur Hand und es gab nur wenige Pausen dazwischen. Leicht fiel es mir natürlich auch dadurch, dass ich im Wintersemester nicht zur Uni ging und mir vermehrt wieder Bücher selbst kaufte oder die meines Freundes las.

Zu Weihnachten bekam ich gleich zwei Mal Elena Ferrantes Roman Meine geniale Freundin geschenkt. Es ist der erste Band einer vierteiligen Neopolitanischen Saga und schon am ersten Abend war ich der Geschichte völlig verfallen.


In vielen Aussagen von Elena, der Ich-Erzählerin des Romans, fand sich mein 13-Jähriges Ich wieder. Im alltäglichen Leben denke ich nicht mehr so oft an meine Teenyzeit zurück, doch die Erzählungen erinnerten mich an all die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die das Erwachsenwerden mit sich bringt. Man will dazugehören, es gibt immer jemanden, der origineller, hübscher und besser in der Schule ist als du. Und erst im Laufe der Jahre lernt man, welchen Platz man in der Gesellschaft einnimmt. Dass man seine eigenen Qualitäten hat. Man erkennt, dass man diesen Platz zu Teilen selbst bestimmen oder zumindest die Richtung angeben kann. Gerade weil Elena immer wieder hin- und hergerissen ist zwischen größter Bewunderung für ihre Freundin und bewusster Distanz zu ihr zeigt sich der innere Konflikt der heranwachsenden Protagonistin. Die Mädchen erleben schwierige Zeiten, in denen sie sich der gesellschaftlichen Ordnung häufig unterordnen müssen und nur wenig Spielraum für eigene Ideen bleibt.

Mich beeindruckte auch, wie die Gesellschaft dargestellt wird. Ferrante führt nicht nur die Hauptfigur ein, sondern gibt einen sehr lebhaften Einblick in das Leben einiger Familien im Rione. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie zwei junge Mädchen in dem ärmlichen Arbeiterviertel in den fünfziger Jahren in Neapel leben, wie roh die meisten Beziehungen funktionieren und warum sich inmitten dieser Klischees und dieser Härte die beiden intelligenten Mädchen fehl am Platz fühlen. Beide finden einen Weg, auszubrechen und man merkt dennoch, dass diese Wege keine endgültigen Lösungen bieten.


"Überglücklich verließ ich das Geschäft. Die Schreibwarenhändlerin wollte mich dafür bezahlen - gut bezahlen -, dass ich den ganzen Juli und die ersten zehn Tage im August mit ihren drei Mädchen ans Meer fuhr. Meer, Sonne und Geld! Ich sollte jeden Tag zu einer Badestelle zwischen Mergellina und Posillipo fahren, ich kannte sie nicht, sie hatte einen ausländischen Namen, Sea Garden. Aufgeregt ging ich nach Hause, als hätte mein Leben eine entscheidende Wendung genommen. Ich würde Geld für meine Eltern verdienen, würde schwimmen gehen, und meine Haut würde in der Sonne glatt und goldbraun werden wie im vergangenen Sommer auf Ischia. 'Wie herrlich doch alles ist', dachte ich, 'wenn der Tag schön ist und alles Gute nur auf dich zu warten scheint.'"


Dieses Buch erzählt nicht nur die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Mädchen, von Familienstreitigkeiten, Schulsystemen, von der ersten Liebe und dem Erwachsenwerden, es übt mit seinen Einblicken in den Alltag und der Sprache Kritik an der Nachkriegsgesellschaft in Italien. Mich hat das Leben dieser Figuren ergriffen und ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Der zweite Band kommt am 10.01.2017 heraus und ich habe ihn bereits im Buchladen entdeckt.

Habt ihr Meine geniale Freundin bereits gelesen? Was denkt ihr darüber? Und lest ihr auch den zweiten Band?

2. Januar 2017

gelebt. Der Dezember 2016.


Ihr Lieben, zunächst einmal: FROHES NEUES JAHR! Habt ihr einen schönen Abend gehabt? Wie sieht bei euch der erste Tag im neuen Jahr aus? Ich hoffe sehr, dass es euch gut geht und ihr einen entspannten Start in 2017 habt.

Wie an den meisten ersten Tagen im Monat blicke ich auch heute auf den letzten Monat zurück. Der Dezember war bis auf ein paar wenige Momente sehr gut.

gelebt: Ein Thema dominierte natürlich den letzten Monat - Weihnachten. Mir gefiel es dieses Mal richtig gut und ich hatte echte Weihnachtsstimmung. Das liegt vor allem an den Kindern! Anton sprang jeden Morgen aus dem Bett, um dann ins Wohnzimmer zu sausen, damit er schauen konnte, welche Schokoladenform in seinem Adventskalender versteckt war. Nachmittags fragte er dann regelmäßig, ob er denn noch ein Päckchen öffnen dürfe. Wir zündeten die Kerzen des Adventskranzes an, rollten Bienenwachskerzen, gingen auf ein Adventskonzert und auf eine Verwandtschaftsfeier und besuchten einige Male den Weihnachtsmarkt. Jeden Abend sangen wir Weihnachtslieder. An einem Nachmittag kauften wir den schönsten Weihnachtsbaum und stellten ihn in unserem Wohnzimmer auf. Bei jazziger Weihnachtsmusik wurde er geschmückt und er sah wunderschön aus. Anton kam am nächsten Morgen und meinte: "Mama, oh der Weihnachtsbaum. Ist er schön." Wir haben natürlich auch Geschenke bestellt, gekauft und eingepackt. Und Anton vom Christkind erzählt. (Kommt bei euch der Weihnachtsmann oder das Christkind? In meiner Kindheit kam immer der Weihnachtsmann. Wenn wir vom Gottesdienst heimkamen, hatte er schon vorbeigeschaut, die Kekse aufgegessen und die Geschenke dagelassen.)

Zum ersten Mal überhaupt habe ich bis auf ein Geschenk alle Geschenke bestellt. Ich mag das ja gar nicht, aber in diesem Jahr führte keine Weg dran vorbei. Mit zwei Kindern komme ich kaum in die Stadt.

Leider waren wir alle über mehrere Wochen krank. Einmal hatte ich sogar Fieber und ruhte mich an drei Vormittagen im Bett aus, um endlich wieder gesund zu werden. Es ist ermüdend, wenn man ständig wenig Kraft hat, aber den Alltag bewältigen möchte. Glücklicherweise suchten uns hauptsächlich Erkältungswellen heim und wir hatten keine Grippe.

Ich weiß momentan zu schätzen, dass das Leben entschleunigt ist. Wir hatten sehr viel Familienzeit, haben gemeinsam gebastelt und Nüsse geknackt. Anton war für zwei Nächte bei Oma und Opa. Wir konnten bis 12 Uhr im Bett liegen und in Ruhe frühstücken, erledigten Einiges, gingen essen und schauten einen Film. Wir fuhren nach Darmstadt zum Weihnachtsbummel und holten einen ganz lieben Jungen wieder ab.

Auch wenn unser Leben gerade so schön ruhig ist, habe ich momentan nicht so viel Zeit nur für mich. Meistens stört mich das nicht. An zwei Tagen konnte ich meine Batterien richtig auftanken. Ich traf mich in einem Café mit einer Freundin, aß dort leckeren Carrot Cake und wir unterhielten uns über das Leben. Nach dem Treffen wollte ich noch kleine Besorgungen in der Wiesbadener Innenstadt erledigen und stolperte in den neuen Cos. Es war so herrlich, weil so wenig los war, Paul schlief und ich einfach mal seit Monaten in Ruhe anprobieren konnte. Paul und ich besuchten am nächsten Tage eine Freundin und ihre beiden Kinder in der Pfalz. Es gibt besondere Freundschaften und ich bin dankbar dafür.

gegessen, gebacken, gekocht: Flammkuchen und endlich das richtige Teigrezept gefunden, indisch bestellt, Orangen-Nuss-Kuchen, Panna Cotta, Naan Brot, Weihnachtsessen - ein Mal klassisch, einmal chic

getrunken: Parma Negroni (mhh), Sekt, Momente der Entspannung Tee von Alnatura, Keep Calm Tee von Cupper

ausgegangen: Dale's Cake in Wiesbaden, Gutleut in Mainz, Café Zoo in Darmstadt

geklickt: 
Katrin Huths Artikel geben mir momentan viel, weil sie in Worte fasst und bloggt, worüber ich mir hin und wieder Gedanken gemacht habe. Im Dezember rief sie zum Beispiel zu einer Aufgabe auf, in der sie zum Bloggen animieren wollte. Zu den Hintergründen und ihren Erfahrungen, sieben Tage am Stück zu bloggen, geht es hier lang.

Mit Kindergartenkindern bleibt kaum eine Familie vor den doofen Viren verschont. Im SWR habe ich im letzten Monat eine Reportage gesehen, die die typischen Familienmedikamente bei Schnupfen und Co. unter die Lupe nimmt.

Fräulein Anker erzählte bereits im August, wie ihr Paris gefallen hat und empfiehlt in einer dreiteiligen Serie ihr liebsten Orte in Paris. Im 11. Arrondissement haben wir im April gewohnt und sie hat sogar unser Haus fotografiert. Ich habe mich total über ihre Empfehlungen gefreut.

Leias Humor ist toll. Sie nimmt sich einfach nicht so ernst und erzählt, wie ihr Tagesablauf aussieht. 

Ich liebe die tollen kleinen Videos von My little Paris auf Instagram!

Garance Doré spricht in einem Video mit ihren Freundinnen darüber, was French Beauty bedeutet. 

Ich weiß nicht, ob ihr die Diskussion mitbekommen hat, die ein Gespräch des Journelles-Teams über Markenbewusstsein, Copycats und Originale entfacht hat. Katharina hat daraufhin einen sehr guten Text auf ihrem Blog ktinka geschrieben.  

Bei Okka findet ihr einen tollen Fragenkatalog für den Neustart in das Jahr. 

Ich will unbedingt in die Ausstellung "Der fremde Raum" in die Marta Herford. Bei The Why Not gibt es einen Ausstellungsbericht.

Und nach Paris will ich sowieso. Zum Beispiel in die Gewächshäuser, die uns das Heju-Team vorstellt. 
gehört: All I want for Christas is you in allen möglichen Variationen

gelesen: Der Zementgarten von Ian McEwan, Meine geniale Freundin von Elena Ferrante

gemacht: Wir haben jeden zweiten Tag gebastelt und Geschenke verpackt. Am meisten Spaß hat es gemacht, Bienenwachsplatten zu Kerzen zu rollen. Für Anton habe ich montessori-inspirierte Buchstaben- und Zahlenkarten gebastelt.

gekauft: Neben Weihnachtsgeschenken für die Familienmitglieder habe ich ein Geschenk einlösen dürfen und mir damit diese Mütze und diesen Pullover mit Muschelsaum bei Cos gekauft. Mich machen beide Stücke sehr glücklich und ich konnte sie gut gebrauchen. Mir selbst habe ich auch ein Geschenk gemacht und Ohrstecker und eine Kette gekauft.

gereist: Darmstadt, Wiesbaden, Frankenthal, Familie eins und zwei

gedacht: Gesundheit ist so so wichtig!

geärgert: Das lange Erkältetsein. Aber viel schlimmer und gar nicht damit zu vergleichen: der Unglücksabend auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.

gefreut: Über die strahlenden Augen von Anton bei dem ganzen Weihnachtsgewusel. Anton, der ein A schreibt und viele Buchstaben erkennt. Zwei Kids, die sich sehr weiterentwickelt haben. Kleine und große Geschenke, dir hier eingetrudelt sind. Ein Adventskalender-Gewinn. Wald-Besuche.

geliebt: Meinen neuen Ring. Ein Geschenk. So perfekt.

gewünscht: Frieden. Und Toleranz.








1. Januar 2017

Salut 2017!


Mit diesem Gedicht von Hermann Hesse möchte ich euch ein GLÜCKLICHES NEUES JAHR wünschen.
Es bedeutet mir viel und je länger ich es kenne, umso mehr entdecke ich darin.



Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen, 
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse