den Augenblick erkennen, den Moment erleben

15. Februar 2015

#daslebenistgut


Eines meiner momentan meist genutzten Hashtags auf Instagram ist #daslebenistgut. Denn ich muss wirklich sagen, dass es einfach so ist: das Leben ist gut. Dieser Blogpost soll aber kein philosophischer Exkurs über das Glück und das Glücklichsein werden. Und ich möchte andererseits auch nicht von schwierigen oder herausfordernden Zeiten im Leben schreiben, die wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt hat. Mir geht es heute nur darum, dass ich zufrieden und glücklich bin. Und was mich gerade auch noch glücklich macht.

Am Freitag war mein erster "freier" Tag. Ich setze frei bewusst in Anführungszeichen, weil ich zwar keine Vorlesungen mehr habe, aber in der vorlesungsfreien Zeit noch zwei Hausarbeiten schreiben und für eine Exkursion ein Referat vorbereiten muss. Aber - das große Aber - nun liegen ein paar Wochen vor mir, in denen ich vormittags "frei" habe, Anton also bei der Tagesmutter ist und ich in Ruhe an den Hausarbeiten arbeiten kann. Und spätestens ab Mitte März habe ich dann morgens sogar richtige Freizeit.

Und wie das so immer bei mir ist, erstelle ich schon seit Wochen Listen mit Dingen, die ich endlich gerne machen möchte und wofür mir meistens die Zeit fehlt. Und nun freue ich mich umso mehr, diese wunderbaren Dinge angehen zu können.


Ja, als erstes stehen die Hausarbeiten an. Ich muss innerhalb von drei Wochen zwei Hausarbeiten schreiben. Etwas tricky, weil ich noch nie eine Hausarbeit geschrieben habe und mir nur die Vormittage zur Verfügung stehen. Aber die beiden Themen sind wenigstens interessant und ich freue mich darauf, mich mit Daniel Kehlmann und Oskar Schlemmer noch eingehender zu beschäftigen.

Und wenn ich dann diese zwei Hausarbeiten abgegeben habe, bereite ich noch ein Referat für eine Exkursion nach Darmstadt vor. Und ich lese zehn Bücher von Ovid bis Becket für ein Seminar im Sommersemester. Also nichts mit den Romanen, die sich schon seit Monaten auf dem Regal stapeln. Als langsame Leserin bin ich sehr gespannt, wie weit ich es schaffen werde.

Zum Entspannen gönne ich mir wieder eine Pediküre und einen neuen Haarschnitt. Wieder etwas kürzer oder nur die Spitzen? Ich weiß es noch nicht.

Es wird wieder Zeit, dass ich das Thema Layout von une vie magnifique angehe. Ich habe schon im letzten Jahr an einem neuen Header gearbeitet, die Vorlagen dann aber aufgrund von Zeitmangel bei Seite gelegt. Ich hoffe, dass ich nun wieder Geduld dafür aufbringen kann.

Und wenn wir schon bei gestalterischen Tätigkeiten sind: ich möchte wieder Aquarelle malen und mit Ölkreiden zeichnen. Vor zwei Jahren habe ich ständig gezeichnet und gemalt und irgendwann habe ich gar nicht mehr darüber nachgedacht und alle Materialien weggeräumt. Ich möchte mich demnächst einfach wieder dran setzen und schauen, wie es mir gefällt.

Ich müsste irgendwann mal einen Nähkurs belegen. Mir fällt es nämlich so schwer, mir anhand von Youtube-Videos und Tips meiner Mutter über's Telefon alle notwendigen Skills zum Nähen anzueignen. Aber die einfachsten Basics kann ich wohl schon irgendwie und deshalb möchte ich für den Kinderwagen einen Schutz für den Tragegriff nähen. Der Stoff muss auch noch ausgesucht werden und ich bin gespannt, ob mir dieses einfache Nähwerk gelingt.

A propos Kindersachen. Die Saison der Kindersachenbasare startet bald und ich freue mich schon darauf, den Samstagmorgen in einer Kita zu verbringen, mich durch Berge von Kinderkleidung und Bücherkisten zu wühlen und kleine Schätze für meinen Buben zu entdecken. Abgabebasare sind immer ein wenig turbulent, aber ich liebe es trotzdem.

Und zu guter Letzt stehen zwei wunderbare "Trips" auf meiner Liste. Anton und ich möchte in Stuttgart Lisa besuchen (und wenn möglich auch unbedingt die Ausstellung "Oskar Schlemmer. Visionen einer neuen Welt" in der Staatsgalerie sehen). Ich freue mich so sehr, endlich einmal ihre Umgebung, "ihr" Stuttgart zu sehen. Und ein zweites Highlight ist eine Fortbildung im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe. Fünf Tage ohne meine Männer, ich weiß gar nicht, ob ich das aushalte (und vielleicht fahre ich ja zwischendurch auch zu ihnen). Aber es wird super spannend, die Inhalte interessieren mich sehr und ich bin mir sicher, dass es mich beruflich weiterbringt. Dabei besuche ich eine gute Freundin und das ist das i-Tüpfelchen. Endlich mal wieder ausgiebig Zeit, um zu reden; einfach mal wieder gemeinsam Zeit verbringen.


Das sind doch ganz wunderbare Projekte, die doch da vor mir liegen, oder?! :) Ich find's großartig. Mir ist natürlich bewusst, dass ich lange nicht alles erledigen kann, aber meine Prioritäten sind klar. Wenn ich könnte, würde ich gerne auch noch hin und wieder arbeiten (Bewerbungen sind verschickt), ich sollte Bewerbungen für ein Praktikum im Sommer schreiben, Anton für den Kindergarten in eineinhalb Jahren anmelden und ich möchte mit seinem Babyalbum endlich beginnen (Fotos liegen seit Monaten bereit). Ja, so ist es eben immer. Und ich finde, bei so viel guter Aussicht kann man nur sagen: #daslebenistgut

10. Februar 2015

gelesen: 36 hours


Es liegt sicher daran, dass ich in diesem Moment eigentlich lernen müsste - die Geschichte und die Methoden der Kunstgeschichte, von Vasaris Künstlerbiographien über Panofskys Stufenmodell zu dem Einfluss der Gender Theorien. Ja, und es sind wohl reine Prokrastinationsbewegungen, die mich nicht hinter dem Tisch sitzen lassen, aber mich auch nicht zum Beseitigen des vorherrschenden Chaos führen, sondern mich den Laptop und die Kamera zur Hand nehmen und tippen lassen. Wie dem auch sei, ich nutze nun einfach die Zeit, um euch einen ganz bekannten Reiseführer vorzustellen.

36 hours schaue ich mir im Buchladen an, seitdem der Taschen Verlag ihn herausgebracht hat. Der rote Leinenstoff und der Slogan 125 Wochenenden in Europa packen mich direkt bei meiner Reiselust und lassen mich an schöne Stunden denken. Wie habe ich mich gefreut, als mein Freund in der Weihnachtszeit diesen Reiseführer von der Arbeit mitbrachte (toller Arbeitgeber, der solche Weihnachtsgeschenke macht)! Nun habe ich also alle Zeit der Welt, mir dieses schöne, dicke Buch genauer anzuschauen.


Was mir gut gefällt, sind die fünf bunten Lesezeichen und die Ausbuchtungen für die einzelnen Regionen. Für jede Region gibt es eine Übersichtskarte, auf dem alle Reiseziele mit Seitennummer aufgeführt sind. Es sind natürlich alle bekannten Metropolen drin (Paris zum Beispiel mit drei Kapiteln), aber auch ein paar unbekanntere Städte. Jeder Wochenendreiseführer beginnt mit einer sehr knappen Info über die Stadt und dann folgen Tips für Freitag ab 15 Uhr bis Sonntag Abend. Viele Adressen sind gut bekannt und auch ziemlich typisch. Der Reiseführer ist bebildert und zu jedem Ziel gibt es auch noch eine Übersichtskarte über den besuchten Stadtteil.

Ich werde niemals eine Reise genau nach Schema F machen und so einen vorgegebenen Reiseplan abarbeiten. Trotzdem mag ich diese Art von Reiseführern sehr gerne, weil sie einem einen guten Einblick in die Stadt verschaffen und man dadurch vielleicht besser abschätzen kann, was man alles an einem Wochenende sehen und machen kann. Spannend finde ich ihn auch für Städte, die ich schon kenne. War ich an den vorgeschlagenen Orten auch schon einmal? Vielleicht besuche ich ja beim nächsten Frankfurt-Tag wieder den Palmengarten oder probiere endlich die Küche des Holbein's.

Ganz bald stelle ich euch noch einen anderen Reiseführer vor! Und bei Reiseführern, die Städtetips für einen halben Tag anbieten, denke ich immer an die großartigen Beiden von 12 hrs. Das ist dann natürlich noch ein bisschen hipper, moderner und vielleicht etwas näher am Zeitgeist. 

Was sind eure liebsten Reiseführer? Sucht ihr einzelne Tips lieber online oder doch noch in Büchern?











1. Februar 2015

gelebt


Ich glaube es kaum, der Januar ist nun auch rum. Im Semester rast die Zeit noch viel mehr als sonst. Weil ständig Abgaben und Termine sind und man für Woche zu Woche lebt. In diesem Monat habe ich kaum Fotos geschossen, weil mein Handy plötzlich ausgegangen ist und nun in der Reparatur ist. Mein aktuelles Handy macht furchtbare Fotos und die alten sind leider verloren gegangen.


gelebt: Wir genossen die erste Woche des Jahres, weil wir frei hatten. In der zweiten Woche bin ich direkt krank geworden - an meinem Geburtstag - und ich fiel erstmal aus. Und dann ging es direkt los mit Action und Lernen, Spielen und Anstrengungen. Der Sohnemann ist zur Zeit besonders gut drauf und wir haben gerade wirklich viel Spaß. Ich durfte mir ein paar Freiheiten und "me times" gönnen, war einen halben Tag auf einem Symposium zur figurativen Malerei der 80er Jahre in der BRD im Städel und lernte sehr viel dabei. Ich bin so gerne an der Uni und recherchiere dort für die Seminare und Hausarbeiten. Und es ist natürlich ganz großartig, wenn man dort seine Freunde oder Bekannte trifft. Ich habe wieder viel lernen müssen und diese Phase hält auch noch an. Mir fehlt die Zeit für so manches und ich hätte gerne etwas mehr freie Stunden. Aber wie auch schon in den letzten Monaten: eins nach dem anderen. Ich habe ständig Schnittblumen gekauft und ihren Anblick genossen. Wir waren wieder einmal in Darmstadt bummeln, obwohl ich es mir zeittechnisch nicht hätte leisten können und das tat so gut. Ich habe eine ehemalige Freundin nach dreieinhalb Jahren wieder gesehen, eine ukrainische Weihnachtsfeier mitgefeiert und Ziegen und Enten "Guten Tag" gesagt.
getrunken: ganz viel Tee, selbstgepresster Orangensaft und Gin Tonic
gegessen bzw. gekocht und gebacken: wieder das tolle Apfelbrot, wieder die leckeren weihnachtliche Cheesecake-Pies, im Mexico Lindo in Mainz Burritos (habe schon bessere gegessen), im Heilig Geist Ziegenkäse, und auch sonst Ziegenkäse mit Rosmarin und Honig. Mmmh.
geklickt: eine Zusammenstellung interessanter Artikel zum Thema Karriere und Studieren mit Kind, sehr viel Instagram
ausgestellt: Endlich wieder mehr Kunst! Einen Vorsatz, den ich umsetzen kann. Wir waren auf der Vernissage einer feinen Ausstellung unserer Freundes Simon, haben den Rundgang der Kunsthochschule Mainz besucht, ich bin durch die Sammlung der Gegenwartskunst geschlendert und habe mir ebenfalls im Städel die Ausstellung Fantastische Welten angesehen. Am letzten Tag haben wir es auch noch auf die Helene Schjerfbeck Ausstellung in der Schirn geschafft. 
gelesen: wieder sehr viel Fachliteratur und Auszüge von Yeats, Shakespeare und Kehlmann
gekauft: im Sale einen Kaschmirbullover, eine Strickjacke und ein hippieeskes Kleid
gewünscht: eine Vase für einen mittelgroßen Blumenstrauß
geärgert: über ein immenses Handychaos und starke Verpeiltheit und die daraus resultierenden Probleme mit nicht funktionierendem Handy, Vertragslosigkeit und ungültigem Personalausweis (ach, wenn ihr wüsstet, was das für ein Chaos ist...).
gefreut: dass ich wirklich viel geschafft habe: ein Referat, die Abgabe einer hausarbeitsähnlichen Aufgabe, zwei Klausuren, viel gelernt, viel gedatet (inkl. eines 22h Dates), für Praktika und Nebenjobs Bewerbungen geschrieben. Und dann habe ich so wunderbare Geschenke und tolle Geburtstagspost bekommen. Ich bin immer wieder begeistert, wie gut manche Menschen schenken können.
geliebt: Schnittblumen, überall Schnittblumen. Momentan ganz klassisch für diese Jahreszeit Tulpen in hellrosé und pink.