den Augenblick erkennen, den Moment erleben

16. November 2014

siebenundzwanzig Stunden in Köln


In zwiebenundzwanzig Stunden in einer neuen Stadt, kann man natürlich die Stadt als Ganzes nicht erfassen und auch den Vibe einer Stadt nur in gewissen Zügen erkennen. (Und manchmal reichen auch nur wenige Stunden, um sich in diese zu verlieben.) Teilweise liegt es am Aufbau der Stadt, an den vielen guten Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe und dass ich bei den wenigen Trips ausgerechnet zwei Mal alte Mainzer Gesichter ganz zufällig getroffen habe. Ich mag manche Cafés sehr gerne, die Bars sind auch super, und überall gibt es so etwas "Großstädtisches", das, was mir manchmal an Mainz so fehlt. Und auch dort fließt der Rhein, es gibt viele kulturelle Möglichkeiten; wo soll man nur anfangen - Bildende Kunst, Kreatives, Mode, Architektur, Schauspiel usw. 
(Meine letzten Erinnerungen an Köln: u. a. 1 / 2 / 3 / 4 / 5)

Unser Hotel lag am Rheinauhafen. Es war ganz einfach, doch reichte es vollkommen aus. Unser Auto parkten wir in der Umgebung und sahen dadurch noch einmal ein ganz anderes Stadtbild. Wir waren an diesen Tagen hauptsächlich im Belgischen Viertel unterwegs. Das ist eines der hippen Kölner Stadtteile, mit vielen Bars und Cafés, Shops und interessanten Straßen. Von unserem Abendessen in dem Indischen Restaurant Ginti kann ich nur Gutes erzählen. Es war unglaublich voll, aber wir bekamen den letzten Platz, obwohl wir nicht reserviert hatten. Und dann wurde uns aufgetischt: Zu indischem Chai aßen wir Samosa, Chana Masala, Nan, Lamm Tikka Masala usw. Soo lecker. Der Service war sehr gut und wir waren mit allem einfach nur zufrieden. Und wir waren vor allem eins: sehr voll.

Unsere abendliche Tour führte uns dann zu mehreren Bars rund um die Brüsseler Straße. Wir tranken einen Mojito in der Pegel Bar und konnten sogar draußen stehen, weil es noch warm genug war. Was für ein wundervoller Herbst! Dann verschlug es uns in die Scheinbar und danach in die Tausenbar. Die Kölner haben ein Faible für Wortspiele...


Frühstück aßen wir im Café Fleur in der Lindenstraße. Das Café Fleur ist ein Eckcafé ganz im französischen Stil, in das die Morgensonne scheint. Die Brötchen und Croissants werden frisch gebacken und der Kaffee schmeckt köstlich. Wir verbrachten auch hier einen paar schöne Stunden. Doch leider mussten wir sehr lange auf unser Essen warten - während wir fast vor Hunger starben - weil das Café völlig überfüllt war. Auch war das Frühstück beispielsweise im Vergleich zu Mainzer Frühstücksangeboten teuer und es gab eher kleine Portionen. Ich würde trotzdem noch einmal in dieses schöne Café gehen, aber dann nicht unbedingt frühstücken, sondern einfach nur einen Kaffee trinken.

Viel Zeit für große Erkundungen hatten wir nicht und einige Orte haben wir in den letzten Jahren auch schon gesehen. Wir machten auch kaum Fotos, weil das einfach ein richtiger Date-Trip war. Aber wir hatten eine großartige Zeit in einer wunderbaren Stadt. Wir kommen wieder!



Ich hielt natürlich meine Augen offen und schaute mir viele interessante Orte an und habe Ideen für den nächsten Trip gesammelt. Aber die zeige ich an geeigneter Stelle. Für die Recherche vorab bin ich vor allem auf die sehr sehenswerte Homepage wearecity gestoßen. Das ist genau so eine Art "Reiseführer" oder Städtetips-Geber, den man sich für einen Städtetrip wünscht.




 

1. November 2014

gelebt



gelebt: Wir haben fast jeden Nachmittag auf dem Spielplatz verbracht, mit Freunden, alleine, mit den anderen Babys. Am verkaufsoffenen Sonntag in Mainz bummelten wir durch die Stadt und tranken eine heiße Zitrone. Wir trafen eine Leserin mit ihrem Sohn, der nur wenige Stunden älter ist als Anton. Es gab ein Frühstück am Bett, weil ich am Abend zuvor so schlecht drauf war. Ich habe mit hingesetzt und endlich einen Text geschrieben, den ich die ganze Zeit vor mir herschob. Das Semester startete und nun habe ich viele Texte, die ich lesen muss. Anton ist jeden Vormittag bei der Tagesmutter und hat dort seinen Spaß. Ich komme wieder mal dazu, die Wohnung richtig sauber zu putzen. Wir waren auf der Buchmesse, trafen dort Freunde und schauten uns die Neuerscheinungen an. Wir fuhren zum Ikea und zahlten nur 50 Euro für den Einkauf. Es gab einen wunderbaren Bummeltag in Wiesbaden mit Cappuccino in einem kleinen italienischen Café. Wir waren ein letztes Mal am Strand und sahen den Enten zu. Eine Geburtstagfsfeier mit leckerem japanischem Essen und ein gutes, sehr ausgiebiges Frühstück mit einer Freundin. An einem Vormittag bin ich nach knapp einem Jahr zum ersten Mal wieder Fahrrad gefahren - das war ein tolles Gefühl. So eine Freiheit. Und dann sahen wir ganz viel Kunst. Zu guter Letzt: ein Essensdate mit meinem Freund.
getrunken: Kaffee aus unserer neuen Siebträgermaschine (!)
gegessen bzw. gekocht und gebacken: Kürbis Risotto, Brownie Cheesecake, Kürbis Suppe, Kartoffelpuffer
gemacht: für Antons Geburtstag viel gebastelt, die Einladungskarten "designt" und verschickt, eine Leggins und eine Mütze für Anton genäht
geklickt: ein Hotel für einen Kurztrip gesucht, ein wunderbarer Städteguide für Köln, Urbanara mit ihren hübschen Decken
ausgestellt: endlich wieder viel gesehen! Bruce Nauman und Ed Atkins in der Kunsthalle Mainz, die Eröffnung des MMK2 in Frankfurt, das wieder eröffnete Hessische Landesmuseum in Darmstadt, Max Slevogt im Landesmuseum Mainz
gelesen: Völlig fertig und irre glücklich von Okka Rohd, Kinderbücher
gekauft: ich habe mir eine (bis hoffentlich Weihnachten reichende) Einkaufssperre auferlegt
gewünscht: einen Parka, schlichte schwarze Pumps, eine neue Jeans, usw.
geärgert: Antons Zähne wachsen und machen ihm zu schaffen; und uns auch
gefreut: dass auf une vie magnifique die neue Reihe CampusMum online gegangen ist. Yeah! über den Semesterstart, über viele tolle Aktivitäten am Ende der Semesterferien, Vorfreude auf Köln, analoge Fotos entwickeln lassen und abgeholt