den Augenblick erkennen, den Moment erleben

30. April 2014

geshopt: Blumen in Paris






Der vielleicht schönste Blumenladen in Paris - und es gibt eigentlich nur bezaubernde Blumenläden in Paris - ist Vertige im Marais. Wenn man vorbeigeht duftet es herrlich und im Verkaufsraum stehen große Blumensträuße in den schönsten Farben. Sollte ich jemals in Paris leben, leistete ich mir jeden Tag ein Bouquet.

11, rue de Sévigné, Paris

29. April 2014

ausgegangen in Paris: La Belle-mère qui fume




La Belle-mère qui fume heißt übersetzt die Schwiegermutter, die raucht. Warum ein Lokal diesen Namen trägt, konnte ich nicht herausfinden. Aber bei so einem sympathischen Namen war ich natürlich direkt interessiert, als unser Vermieter uns drei Restaurants in Paris empfahl.

Am letzten Abend war der Rhythmus perfekt, unser Sohnemann schlief tief und fest im Kinderwagen und wir mussten nur vier Minuten laufen. Spät am Abend machten wir uns noch einmal schick und hatten ein feines Date im La Belle-mère qui fume. (Wir hatten keinen Babysitter. Anton schlief im Kinderwagen neben uns. Die ganze Zeit!) Es war rundum sehr gut. Der freundliche Kellner, der nette Raum, l'ambiance, der Wein und das leckere Essen.

Wir aßen Ziegenkäse, mit Rosmarin und Honig marinierten Camembert, leckeres französisches Baguette, Boeuf mit Pastinakencrème und zum Dessert Schokoladeneis und Erdbeersorbet, das wie selbstgemacht schmeckte.
Es gab eine kleine Karte, von der wir alles hätten bestellen können. Online konnte ich leider nur die facebook-Seite finden.

Das nächste Mal werde ich sicher wieder kommen und dann den Brunch ausprobieren.

Und wie so oft an solchen Tagen macht man kein Foto von der Location, weil man einfach nicht daran denkt, weil die Zeit so schön ist, dass die Kamera nebendran liegen bleibt.

26. April 2014

une rétrospective



Paris war natürlich wunderbar. Wie immer. Wir haben in diesen fünf Tagen nicht viel gesehen, auch nicht besonders viel erlebt. Aber eine richtig gute Zeit gehabt, Familienqualitytime. Wie erwartet bin ich kaum zu etwas gekommen, ich habe wenige Fotos geschossen (ich warte aber noch auf zwei Rollen!) und habe eigentlich nur zwei Orte neu gesehen. Dafür habe ich wirklich "gelebt", ohne Hetze.

Wir sind viel gelaufen. Die Straßen hoch und runter. Wir waren kurz an der Sacré Coeur und hatten keine Zeit für den außerordentlich tollen Blick auf die Stadt, weil unser Baby nörgelte. Wir saßen im Café, draußen an einem kleinen Tisch, Knie an Knie mit dem Nachbarn, tranken einen Kaffee, der viel zu teuer war, ruhten uns dort aus. Mich sprach ein alter Mann an und nannte meinen Buben einen Piloten. Ja, die Kappe erinnert mich auch an einen Piloten. Oder an einen Kapitän. Ich fand meinen Sohn sehr französisch, als er mit der Sophie spielte und einen französischen Strampler anhatte. Wir liefen Umwege, weil der Kinderwagen nicht alleine die Treppenstufen hochkam. Wir lernten alle Straßen des Montmartres kennen und ich verstand, warum das Viertel mittlerweile so hip ist. Vor sechs Jahren, als ich dort das erste Mal war und in einem schlechten Ein-Sterne-Hotel wohnte, das neben einem ehemaligen Bordell platziert war, als die Wände so dünn wie Pappe waren und es nur ein Stück Toastbrot mit Marmelade und Kaffee zum Frühstück gab, da fand ich diesen Stadtteil unschön, bestenfalls "spannend". Ein paar Jahre später verstehe ich den Charme. Manchmal braucht man den Blick aufs Ganze, um das Detail zu verstehen. Ich schoss einen Film voll und ärgerte mich, dass ich einen weiteren Film zu Hause vergessen hatte. Im Fotoladen kaufte ich einen Film für acht Euro. Der Wein, den uns der Vermieter daließ, schmeckte ausgezeichnet. Ich wollte mir das Etikett mitnehmen, doch das habe ich vergessen. Es ist schön, in einer Wohnung einzukehren, die für wenige Tage nicht nur das Zuhause ersetzt, sondern auch ist. Wie schnell man sich doch wohlfühlen und einleben kann. Auspacken und kochen sind wohl die besten Methoden, um sich schnell heimisch zu fühlen. Obwohl müde vom Tag, kamen wir spontan einer Einladung zum Apéro nach. Erst gegen zehn Uhr schafften wir es aus dem Haus, das Baby schlief, wir fanden nach einer kurzen Verirrung die Bushaltestelle und fuhren mit der 60 zur Mairie du 19e. Käse und Wein in einer typischen Pariser Altbauwohnung in einem großzügigen Wohnzimmer mit Blick auf den Parc du Buttes Chaumont.


Am anderen Tag bummelten wir durch das Marais. Wir zwängten uns drei in ein Photomaton, warfen ein Zweieurostück ein und - blitz -  wurden eins, zwei, drei, vier Fotos von uns geschossen. Sogar der kleine Mann posierte ganz lustig. Echte Hühner sahen wir dann im merci Conceptstore. Später, als wir uns auf einer Bank ausruhten, beobachtete ich einen Mann, der uns gegenüber in seinem Laden stand. Er putzte ein Cello, immer wieder ging er mit einem Lappen über das Instrument. Dann stand er auf, stellte sich an die Ladentür, schaute raus und telefonierte. Ich hätte diesen Moment gerne mit der Kamera festgehalten. Hätte die Spiegelung des Glases aufgenommen und das Beobachten des Mannes. Aber ich traute mich nicht näher ran, machte nur einen Schnappschuss aus meiner sicheren Entfernung, auf der Bank. In einem Park machte ich Fotos, während mein Freund mit unserem Buben auf Taubenjagd ging. Es war so warm, dass wir im Tshirt dasaßen. Dort entdeckte ich zwei kleine Mädchen, die die Rutsche hinaufkletterten. Sie waren so entzückend. Die beiden Kinder hatten feine, schwarze Mäntelchen an, braune Haare, einen geraden Scheitel, gute Manieren. Wenn sie mal kein Inbegriff französischer Kinder sind.
Wir hatten ein gutes Picknick am Place des Vosges, saßen vorher vor dem Musée Picasso, schauten uns die aktuelle Kollektion von Sandro an, mussten einen kurzen Stillstop auf der Place de Marché Sainte-Cathérine machen, wo ich einen coolen Vintageladen fand.


An einem anderen Tag verbrachten wir die meiste Zeit im Musée d'Orsay. Mit Kinderwagen nicht ganz so entspannt. Aber die Kunstwerke, also einige davon, hauten mich um. Die großen Meister des Impressionismus. Mich beeindruckte erneut Toulouse-Lautrec, aber auch Caillebotte und Renoir hatten es mir diesmal angetan. Die Sonderausstellung um van Gogh war völlig überfüllt. Glücklicherweise hatte ich die meisten Werke vor ein paar Jahren in der Schirn gesehen. Wir fanden ganz in der Nähe einen Mini-Supermarkt, kauften Getränke und Kekse und setzten uns an die Seine. Luft und Ruhe. Am Abend machten wir uns schick für unser Date. Wir hatten keinen Babysitter, aber wir passten einen guten Moment ab und hatten auch ein bisschen Glück. Der Sohnemann schlief die ganze Zeit in seinem Kinderwagen. Es gab gratinierten Camenbert mit Honig und Rosmarin, Ziegenkäse, Boeuf und leckeren Wein. Ein romantischer Abend.


Am letzten Tag machten wir uns noch einmal auf den Weg und gingen im Parc Monceau spazieren. Wir hatten einen leckeren Tortellinisalat für unser Picknick vorbereitet. Während wir auf der Bank saßen, beobachteten die Menschen. Der Park schien nicht groß zu sein, denn innerhalb kurzer Abstände kamen immer wieder die selben Leute vorbeigelaufen. Eine junge Frau walkte, während eine sehr alte Frau neben ihr joggte. Ein Vater brachte seinen Sohn im Kinderwagen zum Einschlafen. Und ein Obdachloser mit Schmutz an den Füßen, den man hätte abschaben können, schlief auf einer Parkbank, im Hintergrund ein herrschaftliches Haus. Es war zu kalt, um noch länger dort zu verweilen. Wir entschieden uns, zurückzufahren und im Café Lomi einzukehren. Der Weg führte uns durch eine etwas zwielichtige Ecke. Es roch nach gebratenen Maiskolben, in Zweiquadratmeterräumen wurden Perücken neben afrikanischen Spezialitäten verkauft, eine voluminöse Frau im traditionellen Gewand sprach mit ihrer Freundin, die aus dem Fenster des Erdgeschosses schaute. Im Café waren hippe, junge Leute, sie saßen hinter ihren Büchern oder Laptops. Wir mittendrin. Im Hintergrund nahm man die Gerüche von frisch gebrühtem Kaffee und Zimt wahr. Ich beschrieb endlich die letzte Karte, die ich dann doch nicht abschickte.



Ich weiß nicht, wie viele Croissants und Pain au Chocolats ich in diesen Tagen gegessen habe. Wie kriegen die Franzosen den Teig so schön buttrig und locker hin?

Und wieder viele Bilder, lasst euch mitnehmen in diese tolle Stadt!





















13. April 2014

Paris Linkliste



Vor ein paar Jahren stellte ich hier auf dem Blog eine Linkliste für Paris zusammen. Ich möchte diese Liste um ein paar neue Links erweitern. Meistens speicher ich mir interessante Seiten ab oder schreibe sie mir sogar in mein Journal, damit ich dann bei Gelegenheit wieder darauf zurückgreifen kann. Digital ist es aber doch am praktischsten. Bestimmt kennt ihr schon Einiges davon.

Ich mag ja Cityguides, die als Interview getarnt sind, besonders gern. Garance Doré macht das ganz fabelhaft, aber in Zeitschriften finde ich solche Texte auch immer wieder.


Garance Doré führte Interviews mit OlympiaLauren und Alexandra, in denen sie ihre Hotspots preisgeben.

Travelettes ist ein Klassiker. Es gibt einige Blogposts, z. B. über die Liebesschlösser auf der Pont des Arts, die angesagten Bars oder die Paris Nostalgia.

Über die beiden Berichte (1 / 2) von Tactually schrieb ich bereits hier.

Der Paris Guide auf 12hrs ist leider noch nicht online, aber auf dem Blog findet man schon ein paar Berichte.

Auf Freunde von Freunden gibt es einige Interviews von Kreativen in Paris. Einige erzählen von ihren Highlights in Paris.

Auf Les Captures gibt es eine Straßenkarte von Paris mit richtig vielen Adressen und kleinen Geschichten dazu.

The Hip Paris Blog ist eigentlich Paris-Führer durch und durch. Hier gibt es einen interessanten Artikel über das Quartier de Montmartre.

Okka schreibt über das Paris, das sie erlebt hat, mit Shopping- und Restaurantadressen.


Auf une vie magnifique bereite ich mich natürlich auch auf Paris vor. Ich habe eine Linkliste für Paris mit Kind zusammengestellt.


11. April 2014

getrunken: Kusmi Tea


Ich esse zu meinem Tee immer ein Stück Schokolade. Eigentlich mehrere Stücke. Oder eine ganze Tafel. Während der Kaffee für mich perfekt am Morgen und am Nachmittag ist, kann ich über den ganzen Tag verteilt Tee trinken. Und eben Schokolade dazu essen.
(Randnotiz: Wenn man am Tag nur Tee und Schokolade zu sich nimmt, kann man sogar abnehmen. Diese Erfahrung habe ich schon mehrmals gemacht, kann ich aber nicht empfehlen - seeehr ungesund.)

Zurück zum Tee. Gerade als mein Lieblingstee ausging, bekam ich jeweils eine Dose des Detox und eine Dose des BB Detox Tees von Kusmi Tea zugeschickt. Und musste ein bisschen schmunzeln. Erst kommen die BB (und die CC) Creams, dann die BB Tees. Wohlfühltees. Dieser Trend setzt sich also nicht nur in Fitnessprogrammen, Veggie-Cafés und Naturkosmetik durch, wenn man mal alles ganz grob zusammenfassen wollte. Wir möchten gesund und fit sein und in allen Lebensbereichen gibt es Möglichkeiten, diesem Ziel ein wenig näher zu kommen.

Kusmi Tea greift diese Entwicklung auf und kreierte eine Serie an Wellnesstees. Der BB Detox besteht aus Grüntee, Mate, Guarana, Löwenzahn und Grapefruit. Er soll die Haut straff und elastisch machen, indem die Feuchtigkeit von innen wirkt. Der Detox besteht aus Mate, Grüntee und Zitronengras. Er soll entwässernd und anregend wirken, er ist reich an Antioxidantien und soll den Organismus regenerieren.

Die beiden Teesorten sind wirklich lecker. Ich merke, wie gut es mir tut, wenn ich viele Tassen am Tag davon trinke. Und seitdem ich Kusmi Tea kenne, schaffe ich es, täglich genug Flüssigkeit zu mir zu nehmen. In der Vergangenheit vergaß ich es einfach zu oft. Wenn ich zusätzlich noch auf die Schokolade verzichtete, würden sie wohl den zu erwartenden Effekt erzielen. Ich kann beide Teesorten empfehlen, mir scheckt der BB Detox noch ein kleines bisschen besser. Und die Kusmi Tea Dosen sind natürlich überaus hübsch anzusehen.

Kaufen könnt ihr Kusmi Tea z. B. in der Hautsache in Darmstadt oder im Onlineshop. 






8. April 2014

pink flowers


an einem bedeutenden Tag im März 2013, im Buchladen und Café Bukafski

4. April 2014

wiedergefunden


Als meine Eltern in ein neues Haus zogen, fanden sie eine kleine, analoge 2 Way Camera mit einem 28 mm Objektiv und einer Panorama Funktion. Meine Familie hatte keine Verwendung dafür und überließ sie mir. Ich habe die Kamera einige Wochen genutzt und dann monatelang ziemlich vernachlässigt. Letztens ist sie mir wieder in die Hände gefallen und ich habe den Film vollgeschossen. Und siehe da, die Bilder auf der Rolle sind teilweise ein Jahr alt. Die Frauenlobstraße in Mainz im Frühjahr 2013. Mir gefällt der schwarze Rahmen echt gut und werde diesen Effekt beim nächsten Film ganz bewusst nutzen.


3. April 2014

geklickt: Tactually



Tactually ist ein digitaler Reiseführer für einige ausgewählte deutsche Städte. Aus jeder Stadt werden Kirschen gepflückt, egal ob zum Thema Ausgehen oder Einkaufen. Mir gefällt sehr, dass nicht nur die großen deutschen Städte dabei sind; diese Städte, die sowieso eine tolle Ausgangsposition und somit ein breites Angebot haben. Nein, auch unbedeutendere Städte werden aufgeführt und man merkt, dass selbst diese Orte kleine Schätze beherbergen. Denn selbst in Darmstadt gibt es ein wenig Inspiration (ich berichtete z. B. hier).

Tactually ist aber manchmal auch auf Reisen und so gibt es hin und wieder ebenfalls Städtetips anderer Länder. Zum Bespiel für Paris. Ich habe beide Berichte sehr gerne gelesen und wir werden mit Sicherheit die Gegend um Les Grands Magasins neu erkunden. Aus dem ersten Beitrag kenne ich nur Le Bon Marché und klar, Hermès, aber am Canal St. Martin bin ich bisher nur entlanggelaufen, ohne auf die umliegenden Straßen zu achten. Im zweiten Beitrag geht es vor allem um das Marais, eine Gegend, die ich schon sehr viel besser kenne. Aber auch hier war ich noch nicht überall und nun will ich es endlich einmal in The Broken Arm (Café+Store) schaffen.

Vielleicht gibt es ja auch für euch die ein oder andere Adresse, die ihr noch nicht kennt.

1. April 2014

gelebt

Ein neuer, schöner Frühlingsmonat startet und es erwarten uns wieder ganz besondere Momente im April. Ich werde glücklicherweise noch von den fiesen Baum- und Blütenpollen verschont und genieße die Zeit meistens im Freien. Mir fehlte in den letzen Monaten ein wenig die Rubrik gelebt, ein Rückblick über die letzten Wochen. Ich lasse sie wieder zwei Mal im Monat aufleben. Hallo 1. April! Tschüss toller März.


gelebt: Fassenacht direkt vor der Tür und zum ersten Mal im Leben Bonbons gefangen, aber unverkleidet; ein tolles Käse-Wein-Date mit zwei Freundinnen bei mir zu Hause; viel spazieren gegangen; Picknicke am Rhein; einen Schminkkurs mitgemacht; sehr viele liebe Freunde getroffen; Besuch von einer "Internet-Mami-Freundin"; im Wildpark Hirsche, Ziegen und andere Tiere gesehen; Frühjahrsputz im Kinderzimmer
geliebt: Tulpen, Rosen, Ranunkeln
ausgestellt: Ausstellung zur Emy-Roeder-Preisverleihung im Kunstverein Ludwigshafen, Kunstpause für Mamas im Städel
gehört: Glory Box von PortisheadI'll be waiting von Lenny Kravitz
gesehen: Der Vorname (hach, der französische Humor, was habe ich gelacht); Synecdoche, New York; Star Wars (zum aller ersten Mal!); The Descendants
gelesen: Die Liebe einer Frau von Alice Munro (Literaturnobelpreisträgerin 2013), Brigitte Mom
geklickt: weil ich gerade auf der Suche nach einer Lederjacke bin: let's talk about leather jackets, die Wohnung von Mimmi Staaf
getrunken: Kusmi Tea und Cupper Tea
gegessen: Paprika-Blitz-Pesto (lecker!)
gelernt: es gibt ein Wort für Selbstportraits von Müttern: melfies
gekauft: ganz viele Kosmetikprodukte, Babykleidung und Bücher auf dem Kinderbasar, Teppich, Spiegel und andere Dinge für die Wohnung im Ikea
gefreut: Paris-Urlaub geplant und gebucht
geärgert: über einen sinnlosen Termin bei einer Tagesmutter
gewünscht: dieser umwerfende Mantel von Burberry, diese Sandalen und dieser perfekte Lippenstift (RD305)