den Augenblick erkennen, den Moment erleben

30. Januar 2014

ausgestellt: Rundgang der Kunsthochschule Mainz


Wer an diesem Wochenende noch nichts vor hat und in der Mainzer Umgebung ist, dem empfehle ich den alljährlichen Rundgang der Kunsthochschule Mainz. Heute Abend um 19 Uhr findet die Eröffnung im Hörsaal statt und dann heißt es Kunst, Kunst, Kunst, Party, Kunst.

Ich habe schon einen kleinen Blick in die Klasse Andrea Büttner geworfen und bin gespannt, wie die Arbeiten in den aufgeräumten Ateliers aussehen werden. Bis Sonntag Abend stehen die Räume der Klassen offen und jeweils ein paar Arbeiten jedes Studenten werden gezeigt. Neben den offenen Ateliers gibt es wieder Partys, ein Filmprogramm der Filmklasse, den Kunstpädagogischen Salon und natürlich viel Kaffee und Kuchen.

Das Programm findet ihr hier, das Filmprogramm hier und das Video gleich unten.


Bild und Video via

28. Januar 2014

CopyCat



In den letzten Wochen beschäftigt mich das Thema Urheberrechtsverletzungen und Kopieren und Klauen von Gedankengut und kreativen Ideen.

Wenn man online aktiv ist oder bloggt, bietet man immer eine Angriffsfläche. Man stellt seine Ansichten auf die Welt dar oder zeigt einen Teil seiner Person; und wie das gezeigt wird und das, was gezeigt wird, gefällt vielleicht nicht jedem. Das eine Extrem sind wohl negative Kommentare. Das andere Extrem sind Leser oder Nutzer, die die Informationen zu ihrem Vorteil und zum Nachteil des Urhebers nutzen. Hier soll es nur um das zweite gehen.

Wie gesagt, jeder Onliner geht das Risiko ein, dass seine Ideen geklaut werden. Man kann kaum kontrollieren, was die Leser mit den Informationen machen. Wenn man eine große Öffentlichkeit erreicht, ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass es jemanden gibt, der einem nachmacht.

In den letzten Wochen habe ich von vier Fällen erfahren, in denen Gedankengut bzw. kreative Ideen offensichtlich geklaut wurden. Chloé Fleury zum Beispiel, die wunderschön mit Papier arbeitet, berichtet hier, wie sie kopiert wird. Auf den Vergleichsbildern sieht man deutlich, dass die Arbeiten zwar nicht komplett imitiert wurden, aber dass sich zu viele Details ähneln, als dass es nicht geklaut sein könnte. Chloés Bilder sind dabei die bessere Version.

In den Weihnachtsferien wurde im Fernsehen von der Illustratorin Ina Kappes berichtet, deren Urheberrechte vom Coppenrath-Verlag (wohl/wahrscheinlich/vermutlich) verletzt wurden. Sie hatte ein Kindermalbuch entwickelt (z.B. Berlin zum Ausmalen), in dem man verschiedene Sightseeing-Punkte einer Stadt ausmalen kann. Sie wurde von einem Verlag angesprochen, sie schickte ihre Entwürfe, es gab sogar schon Verhandlungen und irgendwann wurde sie trotzdem abgewiesen. Kurze Zeit später erschien in diesem Verlag ein sehr ähnliches Buch einer anderen Autorin. Die Objekte sowie der Zeichenstil ähneln sich sehr stark. Selbst der Aufbau entspricht fast genau dem Original.

Auch andischu, die seit Jahren wunderbare, kleine Stempel herstellt, stellte einen Artikel der Süddeutschen Zeitung auf ihre Homepage. Zum Einen wird die Geschichte um Ina Kappes nochmal beschrieben, zum Anderen erlebte auch Andrea, dass ehemalige Kunden ihre Arbeiten kopierten.

Auf Instagram stieß ich letzte Woche auf eine amerikanische Illustratorin (deren Account oder Namen ich nicht mehr weiß...), die von einer afrikanischen Bekleidungsfirma beklaut wurde. Eines ihrer Bilder wurde auf Tshirts gedruckt, die nun verkauft werden und der Bekleidungsfirma Profit einbringen.

Ich bin ziemlich entrüstet, dass Menschen wirklich so dreist sind und Andere berauben. Das Internet macht es ihnen einfach und leider sind die Regelungen zum Urheberrecht auch nicht immer eindeutig.

Ich sehe natürlich auch ständig Bilder und Ideen, die ich bei Bedarf "nachbasteln" möchte. Nicht umsonst kann man auf Pinterest Boards anlegen. Das Netz bietet eben unglaubliche Inspirationsquellen. Zwei Dinge sind mir bezüglich des Ideen-Klaus wichtig geworden. Es ist eine Frechheit, wenn geklautes Gut kommerziell genutzt wird. Bei privaten Zwecken finde ich sinnvoll und fair, dass man die Ideen als übernommen kennzeichnet. Sobald man die "Arbeit" ins Netz stellt, ist es doch ein Leichtes, eine Verlinkung zur Ausgangsperson zu erstellen und ihr damit ein bisschen Anerkennung und Dank entgegenzubringen, die Arbeit zu honorieren.

Als ich das schöne, selbstgebastelte Mobilé von mädchen blogt sah, inspirierte es mich stark. Ihre Idee entwickelte ich weiter und das Ergebnis sah dann ähnlich und doch irgendwie anders aus. Mir war es aber wichtig, sie zu markieren, denn ohne ihre Anleitung hätte ich wohl nie ein Mobilé selbst gebastelt.

Es gibt im Netz auch ganz wundervolle Beispiele von Frauen, die ihre Arbeiten (Arbeiten im weitesten Sinn) zeigen und ihren Lesern die Templates, Adressen und Ideen zur Verfügung stellen. Man schaue sich nur Fräulein Klein oder pinke pank an.

Vor einigen Wochen lud ich auf Instagram eine von mir gebastelte Karte hoch. Die Karte war für private Zwecke und mit Liebe gemacht, keine große Sache. Ein paar Tage später sah ich in meinem Instagram Feed eine Karte, die mich stutzen ließ. Form, Schriftzug, Material und Band hatte ich schon einmal gesehen. Das war eine Kopie meiner Karte. Natürlich ist das jetzt kein riesen Drama, es ist nur eine Karte, die privat verschenkt wird. Aber es ließ mich dennoch stutzen. Vor allem, weil sie so gedankenlos und wenig individuell kopiert wurde. Letzten Endes ist es nicht so wichtig. Wahrscheinlich hätte ich kein einziges Mal über diesen "Vorfall" nachgedacht, hätte die Person mir geschrieben: "Das ist ja eine gute Idee, ich probiere es auch mal." Vielmehr hätte ich mich darüber gefreut, dass das Foto jemanden inspirieren konnte.

Die verschiedenen Vorfälle in der letzten Zeit haben mir wieder vor Augen geführt, wie schwierig und heikel das Veröffentlichen von Gedankengut ist. Ich bin froh, dass viele kreative Menschen trotzdem publizieren. In Zukunft möchte ich noch bewusster die Arbeiten der Blogger/innen honorieren und meine Wertschätzung weitergeben.

À propos, schon vor 500 Jahren gab es bekannte Urheberstreitigkeiten. Nicht umsonst entwickelte Dürer das Zeichen AD, das sich dann als Marke entwickelte. In der aktuellen Dürer-Austellung im Städel kann man einen Einblick davon bekommen.

14. Januar 2014

Kuscheldecke von Lapuan Kankurit


Ich war schon lange auf der Suche nach einer neuen Tagesdecke für das Wohnzimmer. In vielen Nächten schleiche ich mich mit dem kleinen Mann aus dem Schlafzimmer und setze mich zum Stillen auf das Sofa. Gerade im Winter freue ich mich dann, mich in eine kuschelige Decke einwickeln zu können.

Unsere bisherige Tagesdecke leistete einen guten Job, doch war sie sehr schlicht. Wir hatten Lust auf Farbe oder auf bessere Materialien. Ich bin ganz dankbar, dass mein Freund mir die Arbeit abnahm und ich mich nicht selbst zwischen so vielen schönen Modellen entscheiden musste. Er schenkte mir diese schöne kuschelige und etwas kratzige Tagesdecke von Lapuan Kankurit. Das finnische Label produziert Heimtextilien aus finnischer Wolle oder Leinen. Die Tagesdecke hält sehr warm und ich mag das geometrische Muster, das nicht aufdringlich ist. Farbe bringt es nicht in unser Wohnzimmer, dafür aber ganz viel Kuschelfaktor, und es gibt ja noch Kissen, die bunt sein können.

Gefunden hat mein Freund diese Decke bei Fuchs & Bente, einem neuen Interior-/Designladen in Mainz, Gaustraße 34. Hier gibt es eine schöne Auswahl an Karten, Küchenutensilien, Heimtextilien, Möbeln, Bastelzubehör und Blumen. Der Instagram-Account ist auch einen Klick wert.

13. Januar 2014

ausgegangen: Café Opitz in Frankfurt


Ich mag es sehr gerne, wenn ich beim Bummel nicht zu weit laufen oder erst mal in S-Bahn steigen muss, um ein gutes Café zu finden. Gerade mit dem Buben komme ich schnell in Situationen, in denen ich schnellstmöglich einen Ort zum Stillen brauche.

Ich habe mich gefreut, als wir letztens auf das Café Opitz am Frankfurter Goethehaus (Am Salzhaus 1) stießen. Man kann hier gemütlich sitzen, einen Kusmi Tea aus der Kanne trinken und Kuchen essen.



9. Januar 2014

DIY: goldfarbene Stuhlbeine


Als wir im September umzogen, standen alle Möbel nochmal auf dem Prüfstand. Diesen Sessel hatte ich im vorletzten Sommer auf der Straße gefunden. Damals war er noch mit rotem Samt überzogen. Der Stoff war voller Katzenhaare und ich hatte meine Mühe, den Sessel zu befreien. Während meines Nestbautriebs in den letzten Wochen der Schwangerschaft packte mich die Lust, die Beine gold zu streichen. Ich finde, das ist ein kleines Upgrade.


8. Januar 2014


im Frühjahr Zweitausenddreizehn

7. Januar 2014


hallo!

4. Januar 2014

ausgegangen: apéro in Darmstadt


Ein Tip für einen sehr leckeren (koffeinfreien) Kaffee in Darmstadt: das apéro in der Schulstraße 6, also in der Innenstadt. Das Café bietet vor allem lecker klingende Salatkreationen an, Quiches, guten Kaffee und diese etwas überteuerten, aber umso feineren, kleinen italienischen Schokoladen an.

Ich mag die Einrichtung und das "Ambiente" (dieses Wort habe ich schon lange nicht mehr benutzt). Der kleine Raum ist modern ausgestattet, wirkt aber nicht zu clean oder kühl.
Es ist ein guter Ort, um Freunde zu treffen, Zeitung zu lesen oder um eine Pause vom Bummeln zu machen, auf Barstühlen am Vitrinenfenster zu sitzen und die vorbeigehenden Menschen zu beobachten. Obwohl wir ja so einen schönen, milden Winter haben, ist es doch noch zu kalt, um draußen zu stillen. Ansonsten würde ich meinen Kaffee auch gerne draußen genießen.