den Augenblick erkennen, den Moment erleben

13. September 2013

leben


Wenn das Internet fehlt, hat man ja doch ein bisschen mehr Zeit für die Dinge, die immer anfallen und zu denen man sonst nicht kommt. Bei mir ist es zum Beispiel das Ordnen der Fotos und Dateien auf dem Laptop.

Mir wird dann bewusst, wie viel im letzten Jahr passiert ist (aber die letzten Jahre waren alle sehr spannend!). Ich war an wirklich wunderschönen Orten, habe tolle Menschen kennengelernt und habe wichtige Gespräche mit Freunden geführt, es gab bisher unglaubliche Ereignisse, aber auch viele unscheinbare, aber wichtige Momente im Alltag. Und das Jahr hat noch viele Wochen! Und ein ganz großes Abenteuer steht ja auch noch bevor. 

Das Sortieren meiner Dateien hat mich wieder daran erinnert, wie dankbar ich für mein Leben bin.

9. September 2013

Flohmarktfund


Eigentlich trage ich kaum Schmuck. Ich habe immer ein Paar meiner drei liebsten Ohrringe und einen Ring an, den ich mir vor sehr vielen Jahren in einem kleinen italienischen Dörfchen in den Bergen gekauft habe.
Gestern ging es spontan auf den Farbenfabrik Flohmarkt in Frankfurt. Ich hatte keine Vorstellung davon, was uns erwartete, war aber froh, einfach wieder aus Mainz rauszukommen und mit Freunden über einen Flohmarkt zu schlendern und mich durch die Klamottenberge zu wühlen. Denn darum ging es hier wirklich: ausschließlich junge, hippe Frankfurter/innen verkauften hauptsächlich Kleidungsstücke. Außer bei einer Leggins von American Apparal habe ich (nur?) bei diesen drei Ringen zugeschlagen und bin darüber extrem glücklich. Die Ringe sind so schlicht und einfach, ich bemerke sie kaum an meinen Händen. Das werden sicherlich everyday-Schmuckstücke.
Ansonsten freue ich mich wieder auf ganz normale Samstagflohmärkte mit unmöglichem Tant...

2. September 2013

new home


Zwei anstrengende Wochen liegen hinter uns. Es gibt noch so vieles, das zu tun ist, aber nun hetzt mich kein Termindruck. Mit Babybauch hat man bei Renovierungsarbeiten und dem Umzug einen Freibrief, um sich häufig ausruhen zu können - mich plagte aber viel eher das schlechte Gewissen. Ich will mit anpacken, aufräumen, die Treppen hoch- und runterrennen! Aber mittlerweile musste ich einsehen, dass man im letzten Viertel der Schwangerschaft einfach nicht mehr ganz so agil ist. Wie schnell es nun im Bauch zieht, wenn der Mittelfuß nicht mehr auftreten kann und mich eine Kugel beim Bücken behindert...

Nichtsdestoweniger freue ich mich umso mehr auf die kommenden Wochen. Aufbauen, auspacken und einrichten stehen auf dem Programm (hier wieder das selbe Problem: nicht zu schwer heben etc.), das Weinfest im Volkspark Mainz mit frischem Traubensaft, seit Monaten mal wieder ins Kino gehen, aus der Isolation ausbrechen und wieder Zeit für Kaffeeklatsch mit Freundinnen haben, eine Entschuldigung dafür zu haben, ständig im Café mit Wlan zu sitzen, solange es kein Internet in der neuen Wohnung gibt, fleißig zu fotografieren und die letzten Sonnenstrahlen zu genießen.

Ich bin heute mit dem Wunsch aufgewacht, nochmal einen Kurztrip zu machen - zwei, drei Tage irgendwo anders sein, bevor der Herbst komplett einzieht und wir den kleinen Mann begrüßen dürfen. Meine Vitalität kehrt langsam zurück, der Kopf ist wieder frei und ich komme wieder an.