den Augenblick erkennen, den Moment erleben

31. März 2012

Heimat X

Die Frage ist doch, wo ist unsere Heimat?
"Ja, Orte bestehen vor allem aus Erfahrung, sind aber gleichgültig gegenüber unserer Sentimentalität."     Roger Willemsen, Der Knacks

30. März 2012

29. März 2012

28. März 2012

27. März 2012

Heimat IV

Bäckerei in Miltenberg

26. März 2012

Heimat III


an Fastnacht bzw. Fasching

24. März 2012

23. März 2012

Heimat I


une, deux maisons

shot with Contaflex

21. März 2012

geknipst!

endlich, mehrere Rollen wurden entwickelt und der Scanner lief auf Hochtouren

shot with Contaflex

11. März 2012

"Meine Ruh ist hin,
Mein Herz ist schwer;
Ich finde sie nimmer
Und nimmermehr."

Goethe, Faust

10. März 2012

Schnelllebigkeit

Es scheint, die Zeit vergehe schnell. Durch unsere Erlebnisse, Bekanntschaften, Termine.
Und zwischen unseren Treffen stürzen Welten ein und Luftschlösser werden gebaut.
[...wenn sogar diese einstürzen]

7. März 2012

what might have been



a door left ajar
lets whispering from afar
breath life into... a dream of me and you
i will the spark to die
but still it lights my eye
still makes me feel that this alone is real
and though I know it
i dare not show it... or let this madness makes a kill
by dwelling on what might have been
or giving sadness space to fill
i'll balance on the edge a while but won't... fall in
i'll retrace every step
i've ever run or crept
hoping I will see what is bleeding me
and when I know it
i won't show it... or let this madness make a kill
by dwelling on what might have been
or giving sadness space to fill
i'll balance on the edge a while but won't... fall in

silje nergaard

6. März 2012

dass eine simple SMS die Grenze in die Privatsphäre überschreiten kann

Alles natürlich.


"Was stimmt bloß mit uns allen nicht, Bill? Kannst du mir das verraten?"
"Wenn ich das mal wüsste", gab er zurück. "Zunächst einmal trinken wir viel zu viel.
Und dann wollen wir auch noch zu viel, nicht wahr?"
"Was genau wollen wir denn eigentlich?" [...]
"Alles natürlich. Alles, und dann noch ein bisschen mehr."

Paula McLain, Madame Hemingway

5. März 2012

Alles gewinnen beim Spiel mit gezinkten Karten. Peter Fox

Ich möchte wahre Sätze schreiben. Über das Leben. Über das Glück und das Spiel. Und ganz eigentlich von der Suche und dem Verlieren.

Meine Sätze werden verschleiert von einer gewissen Unehrlichkeit. Ich bin noch nicht so weit. Vielleicht komme ich irgendwann dazu, die Wahrheit klar zu formulieren.

Du glaubst, würdest du es zulassen, würdest du nachgeben, dann würde ich gewinnen.

Aber bei welchem Spiel könnte ich noch gewinnen? Welchen Sieg würde ich tragen? Ich verlor bereits so viel, weil ich unfair spielte; dachte zeitweise, das Glück ließe sich anders finden als bisher, merkte zu spät, dass das kein Glück war, das ich hatte, sondern vom Spiel ausgetrickst wurde; du hattest auf einmal den Trumpf in der Hand. Doch gewonnen? Das hat bisher keiner. Es wird auch keinen Gewinner geben. Wir verloren bereits.

Die Spielanleitung schien so verständlich. Doch mit der Zeit merkte ich, dass es doch viel komplizierter war. Überall gab es kleine Affronts, Herausforderungen, dir mir vorher nicht so bewusst waren. Gewiss, daran gedacht hatte ich schon, und ganz eigentlich macht das doch auch die Spannung aus. Kann ich diesen kniffeligen Zug mit Bravour meistern? Erfahrungen sammeln und lernen, damit die nächste Runde besser läuft. Aber immer die Runden mit dir zusammen. Das war der Deal.

Irgendwann wurde der Spielerkreis größer, es kamen manche dazu, manche gingen.

Mit jeder Runde, die ich verlor, rückte ich einen Platz weiter von dir weg. So weit weg, dass ich nicht mehr in deine Karten schielen konnte, unser gemeinsames Spiel war vorbei.

Du tatest dich zusammen mit besseren Spielern, Spielern, die bessere Karten hatten. Meine besten hatte ich verspielt.

Man kann eine Runde nicht mehr wiederholen, ich warf die eine Karte, entschied mich in der nächsten für diese, trage die Konsequenzen. Jeder einzelne Zug, von dir und von mir, entschied, wie es weiterging; entscheidet, wie es weitergeht.

Vielleicht müssen wir uns zusammentun, gegen den Rest der Welt spielen, gemeinsam unbesiegbar sein. Du musst dann aber meine vielen Karten mit mir teilen, ich auch deine wenigen. Du hast den Trumpf in der Hand. Und das ist nicht unbedingt die einfachste Karte. Weil du dich entscheiden musst, wie du sie einsetzt. Du kannst das Spiel nicht einfach geschehen lassen, du musst leider die Regeln beachten und bist damit eingeschränkt. Du kannst nur ein Time-out nehmen, die letzten Runden analysieren und die nächsten Spielzüge planen.

Meinst du wirklich, ich könnte gewinnen? Dazu bin ich gar nicht in der Lage. Die Karten sind so durchmischt und ich habe viel zu viele auf der Hand.

4. März 2012

gelesen. Max Frisch. die Luft

…alle sitzen wie auf Vorposten, denken viel an zu Hause, besuchen sich und stehen umher, jeder ein Glas in der Hand, jeder wahrt seine Stammessitten und beobachtet die Luft – das ist es, warum sie da sein müssen: Die Luft, das Unsichtbare in der Luft… die Welt.


Max Frisch, Tagebuch 1946-1949

2. März 2012

gelesen. Max Frisch. zu viel

Das Gefühl, keine Luft zu haben, so, dass die Stimme nicht trägt, jedes Wort fällt auf den Boden und zerschellt, und wenn man sich verabschiedet, das Gefühl, dass man zuviel gesprochen habe, denn in der Tat ist jedes Wort zuviel gewesen, das Gefühl, in Scherben zu gehen, das Gefühl, zu bluten.

Max Frisch, Tagebuch 1946-1949


1. März 2012

gelesen. Max Frisch. Schreiben

Indem man es nicht verschweigt, sondern aufschreibt, bekennt man sich zu seinem Denken, das bestenfalls für den Augenblick und für den Standort stimmt, da es sich erzeugt. Man rechnet nicht mit der Hoffnung, dass man übermorgen, wenn man das Gegenteil denkt, klüger sei. Man ist, was man ist. Man hält die Feder hin, wie eine Nadel in der Erdbebenwarte, und eigentlich sind nicht wir es, die schreiben; sondern wir werden geschrieben. Schreiben heißt: sich selber lesen. Was selten ein reines Vergnügen ist; man erschrickt auf Schritt und Tritt, man hält sich für einen fröhlichen Gesellen, und wenn man sich zufällig in einer Fensterscheibe sieht, erkennt man, dass man ein Griesgram ist. Und ein Moralist, wenn man sich liest. Es lässt sich nichts machen dagegen. Wir können nur, indem wir den Zickzack unsrer jeweiligen Gedanken bezeugen und sichtbar machen, unser Wesen kennenlernen, seine Wirrnis oder seine heimliche Einheit, sein Unentrinnbares, seine Wahrheit, die wir unmittelbar nicht aussagen können, nicht von einem einzelnen Augenblick aus -.

Max Frisch, Tagebuch 1946-1949