den Augenblick erkennen, den Moment erleben

30. Juli 2011

ausgegangen: Le Progrès


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"Pause. Im Le Progrès in der Rue Vieille du Temple im Marais. Wie ich schon online las, ist das ein Ort, an dem man sieht und gesehen wird. Aber ich mag diesen Platz. Ich bin wieder viel gelaufen. [...] Also, jetzt ein thé glacé au pêche pour moi mit hübschen und interessanten Menschen um mich herum."

29. Juli 2011

voyages dans les rues


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28. Juli 2011

marché aux puces






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"Der Flohmarkt in Paris. Ich fuhr mit der Métrolinie 4 Richtung Porte de Clignancourt zum marché aux puces. Anfangs war ich schwer enttäuscht. Ich hatte mich sehr auf den Pariser Flohmarkt gefreut und dann landete ich auf einem Schwarzmarkt von Arabern und Dom-Tom'lern, die Brillen, Tshirts und gebrannte CDs verkauften. Ich bin ziemlich durchgehetzt, wollte den Besuch schnell abhaken. Ich war richtig genervt. Später fand ich ein paar heruntergekommene Häuser, die ich fotografieren wollte und bin daher per Zufall zum Antiquitätenmarkt gekommen. Wohlgemerkt - Antiquitätenmarkt und nicht Flohmarkt. Sollte ich mal eine Wohnung einrichten wollen, komme ich mit dem Sprinter her: wunderbare Stühle, Sessel, Türen, usw. Das hier bekannte Schlendern und Stöbern suchte ich jedoch vergebens. Kaum Klamotten (aber sehr hochwertig) und etwas "Kleinkram". Der Uhrenladen war spannend. Ich habe ein paar Kleinigkeiten gekauft und auch auf Französisch verhandelt. Auf den / oder irgendeinen Flohmarkt in Paris gehe ich nicht mehr. In Deutschland mag ich es viel mehr. Außer ich stoße zufällig auf einen in den Arrondissements."

27. Juli 2011

la vie parisienne

video

moi



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klick!



Spätestens seit Amélie ihre fabelhafte Welt entdeckt hat, sind wir von der Magie des Photomatons fasziniert. Man sitzt in einem abgeschirmten Raum, keiner schaut zu, man fühlt sich sicher. Und dann klickt es vier Mal, man hat vier Mal die Möglichkeit, die Pose zu verändern, sich in Szene zu setzen. Man kann sich vorher Gedanken darüber machen, nimmt sich Utensilien mit, blickt ernst oder lustig oder verschwindet gar ganz vom Blickfeld.

An jedem Bahnhof, an jeder Métrostation gibt es die neuen Fotoautomaten. Langweilig. Schlimmstenfalls mache ich hier mein neues Perso-Foto. Aber wie auch in wenigen anderen europäischen Städten, stößt man in Paris immer wieder auf die Vintage Version des Photomatons. Schlau wie ich bin, hatte ich mir natürlich vor der Reise alle Adressen herausgesucht. Denn in Paris würde ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Fotoautomaten Quatschbilder machen und nicht nur Passbild nach Schablone. Bis nach Frankfurt sind die alten Fotokabinen leider noch nicht gekommen und in Berlin hatte ich einfach keine Zeit dafür. Also "Quatschbilder" in Paris. (Wer mich kennt weiß, dass es unmöglich ist, mit mir "Quatschfotos" zu machen.) An einem ruhigen Abend hatte ich dann unendlich viel Zeit, im Photomaton im Palais de Tokyo zu posieren. Spaß hat es gemacht.

Im Centre Pompidou steht momentan ein riesiger Photomaton. Das Kunstprojekt nennt sich Inside Out. Man erhält ein Poster von sich, das man irgendwo in der Welt aufhängen soll. Warum und wie genau kann man auf der Homepage nachlesen. Zwei Stunden stand ich an, um dann drei Minuten nach dem Klick ein großes Poster von mir in den Händen zu halten. Diese Aktion geht noch bis zum 05.09.2011. Achtung: Nur mit Emailadresse kann man teilnehmen (man erhält später den Link und das Foto). Und lange Wartezeiten sind garantiert. Man kann sich jedoch auch mit den normalgroßen Fotoautomaten in der Halle rund um den großen Photomaton die Zeit vertreiben. Die Fotos sind handgroß und kostenlos.

Ich hatte viel Spaß mit den großen und kleinen, neuen und alten Photomatons :)

26. Juli 2011

Wellen geschlagen



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"Ich stand eine Weile an dem künstlichen Teich vor dem Palais und schaute den Kindern zu, die mit langen Stöcken Wellen schlugen, um ihre Holzschiffchen voranzutreiben. "

aus Die Frau mit den Regenhänden, Wolfram Fleischhauer

Brûlerie Daval

Es gibt Momente, die sind einfach perfekt. Viele perfekte Momente habe ich in Paris erlebt. Und das sind die Momente, die man genießt und in denen man nicht die Kamera zückt. Schade ist es nur dann, wenn man den perfekten Moment weitergeben, zeigen will. Aber das Bewahren des perfekten Momentes ist viel wichtiger.


In einer kleinen Künstlergasse in der Nähe der Place de la Bastille bin ich auf ein kleines Café gestoßen. Ich bin viel durch die Gegend gelaufen, war müde und wollte einfach nur etwas trinken. In dieser Gasse schien die Zeit stehen zu bleiben. Draußen saßen junge Typen, die sichtlich Spaß am Leben hatten, Tee aus kleinen Kannen tranken und mit einander aufgeregt redeten. Mir gefiel der Ort sehr gut und entschied mich sogleich, hier zu bleiben. Ich trat in den kleinen Raum ein, fest dazu entschlossen, auf Französisch zu bestellen und mich mit der Dame zu unterhalten. Die Dame war eine alte, schrumpelige Oma. Und etwas stur, denn als ich sie bat, etwas langsamer zu sprechen, schien es mir, als wollte sie mich gar nicht gehört haben. Das Café bestand nur aus diesem einen Zimmer. Links von mir waren alte Bücher unordentlich aufeinander gestapelt und ich erinnere mich, dass ich irgendwo einen schlecht leserlichen Zettel mit der Aufschrift "livres 1 €" sah. Direkt vor mir waren Säcke voller gut duftender Kaffeebohnen und an der Wand Regale mit Teekisten. Rechts hantierte die gute Frau mit Kännchen und Geschirr. Auf einem kleinen Tisch stand eine Herdplatte mit zwei Kochfeldern, nebenan war ein Waschbecken. An diesem Ort bereitete sie Kaffee und Tee vor. Sie fand keine passende Kaffeetasse, schaute auf den Tisch voller schmutzigem Geschirr, nahm eine Tasse, wusch sie schnell aus und füllte den eben gekochten dünnflüssigen Kaffee hinein. Mit einer kurzen Warnung, die Tasse passe nicht zur Untertasse, ich müsse acht geben, erhielt ich noch zwei Päckchen Zucker. Zum Glück. Denn wie magisch auch dieser Ort sein mochte, der Kaffee schmeckte fad. In dem kleinen Raum wurde es eng, zwei weitere Kunden standen an, ich war froh, draußen sitzen zu können. Alle Tische waren belegt. Ich setze mich auf einen nicht mehr ganz weißen Plastik-Gartenstuhl und genoss die Ruhe. Eigentlich wollte ich Postkarten beschriften, aber so einen perfekten Moment mit Touristengehabe zu zerstören, das wollte ich noch viel weniger. Erst später, als die lebensfrohen Typen und das gutaussehende Pärchen gegangen waren, holte ich verstohlen meine Kamera aus der Tasche.


25. Juli 2011

just breathe


"Paris ist atemberaubend, atemraubend. Von Zeit zu Zeit versuche ich, ganz tief einzuatmen. Paris riecht nach Crêpe, Seife, Pipi, Fluss. Es ist windig, deshalb bekomme ich trotzdem Luft."

Place des Vosges


"Immer noch sitze ich auf dem Rasen im Hof vom Place des Vosges. Mir gefällt es hier sehr gut. [...] Die Picknick-Kultur der Pariser, vielleicht auch allgemein der Franzosen, mag ich sehr. Die ganze Wiese ist hauptsächlich von jungen Leuten bevölkert, teilweise junge Familien, einige Pärchen, Modeleute. Wahrscheinlich gehen so viele picknicken, da das Essengehen so teuer und das Picknicken eine wunderbare Alternative ist."



24. Juli 2011

Ausblick







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der Ausblick aus meinem Studio in Paris. Wunderbar. Die grauen Dächer und orange-roten Schornsteine.

22. Juli 2011

die Seine

Am Anfang von Paris war die Seine.


21. Juli 2011

la vie parisienne

video

Palais Royal


mes chaussures au Palais Royal

Der Palais Royal ist wohl den meisten bekannt. Mir gefiel die Ruhe und der hübsche Mosaikboden sehr gut.

La Grande Mosquée de Paris



"Wieder viel gelaufen. Jetzt sitze ich in einem wunderbaren Garten und trinke un thé à la mente. Es hat sich gelohnt. Es ist wunderschön hier. Ich bin total begeistert.
Der Tee ist superlecker. Danke für den Tip an wen auch immer. Hier MUSS man gewesen sein. Die doofen Touristen, denen Paris nicht gefällt... Haben sie nicht diese wunderschöne Architektur gesehen? Nur den Schmutz auf der Champs-Elysées? Es ist herrlich hier.
Das ist einer der schönsten Plätze in Paris. Definitiv. Der Tee ist soo lecker."

La Grande Mosquée de Paris




20. Juli 2011

19. Juli 2011

gelesen




"Wenn ich je eine Reise machen sollte, möchte ich, scheint mir, vor der Abreise die kleinsten Züge meines Charakters aufschreiben, um beim Zurückkommen vergleichen zu können, wie ich war und wie ich geworden bin."

Sartre, Der Ekel

18. Juli 2011