den Augenblick erkennen, den Moment erleben

4. November 2010

von Traditionsquellen und Überresten

(Martina Sauter, Teppich 2006)

Was bleibt? Welches Bild bleibt beim Lesen der Texte? Was wird interpretiert? Geschrieben wird zur Erinnerung. Erinnerung an gute Momente, Dinge, die erlebt werden. Ungute Dinge wurden und werden immer noch gelegentlich auf Zetteln festgehalten. An Helden des Alltags wird erinnert, die Ursachen für Kriege vielleicht auch mal begründet. Mal beobachtet und Nachrichten gesammelt. Herodot war jemand, der mit der Geschichtsschreibung begann. Der diese Vorgehensweise begründete. Werden mein Blog, meine Tagebücher, die Fotos und Collagen Überreste sein? Doch wohl eher "Traditionsquellen" mit einem hohen Anteil an Subjektivität. Texte, die Momente interpretieren und von den Lesern interpretiert werden. Sollte man die alten Tagebucheinträge lesen, wird man den Eindruck haben, ich hätte eine verkorkste Teenyzeit mit den größten Gefühlsschwankungen. Dabei hatte ich damals nur dann das Bedürfnis zu schreiben, wenn ich nicht gut gelaunt war... Was folgt? Vielleicht mehr ein Mischmasch. Vielleicht noch mehr Alltägliches. Vielleicht auch keine Änderung. Wir werden es sehen...

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