den Augenblick erkennen, den Moment erleben

25. Oktober 2010

gesehen


David Tremlett. Drawing Rooms
in der Galerie der Gegenwart, Kunsthalle Hamburg
25. Juni bis 9. January 2011
mit den Händen in die Wand eingeriebene Pastellkreide
ortsspezifische, temporäre Wandzeichnungen




23. Oktober 2010

das Känguru-Manifest



Hier einige Impressionen aus Hamburg, größtenteils aus dem Schanzenviertel. Dieser Stadtteil erinnert mich sehr stark an den Prenzlauer Berg in Berlin, einige Straßen in Karlsruhe oder die Neustadt in Mainz. Hier wohnen viele Studenten und es gibt zahlreiche Cafés und Bars. Außerdem findet man überall Streetart, Aufkleber und Plakate. Die Häuser sind alt und die Straßen voller Leben.












Reiseerinnerungen


Seitdem ich ein kleines Kind war, reiste ich viel. Viel ist relativ, aber im Gegensatz zu meinen Klassenkameraden war ich doch recht häufig im Urlaub oder unterwegs in Städten.

1999 kaufte ich mir mein erstes Tagebuch. Berichte über die Schule und Freunden waren fester Bestandteil, bis das Schreiben immer seltener wurde und Erinnerungen nur in Kisten aufgehoben wurden/werden. Nichtsdestoweniger hielt ich damals viele Momente der Reisen in Zeilen fest.

Mit vierzehn war ich eine Leseratte. Ich las alles, was ich irgendwie in die Finger bekam. Auf welchem Weg auch immer gelang das Buch "Reiseleiterin Annette - Deutschland, immer wieder anders" von Beate Heidemann in meine Finger. Im Nachhinein, ein fürchterliches Buch - die Liebesgeschichte aber außer Acht gelassen, war ich fasziniert von den Reisebeschreibungen.

Goethe, Tucholsky und Heine schrieben Impressionen über bereiste Orte auf und lassen uns wissen, wie die Welt vor Jahren aussah.

Einige Szenen aus meinem Leben. Mir ist nicht klar, warum es mir so wichtig ist, meine Reisen zu dokumentieren. Aber der Streifzug durch die oben genannten Stationen zeigt mir, dass es ein Bestandteil meines Lebens ist. In Hamburg hatte ich die Gelegenheit mit Film, Foto und Schrift die Momente und Erinnerungen festzuhalten.

Was denkt ihr über das Dokumentieren bzw. Festhalten von Reisen? Geht der Moment während des Fotografierens verloren, weil man hinter einer Linse steht? Sollte man also nur "leben", um die Augenblicke zu genießen? Erinnert man sich im Nachhinein nur für das Aufgeschriebene oder hat man auch anders geprägte Erinnerungen?

Auch wenn ich selbst noch nicht im Klaren darüber bin, ob ich formulierte Erinnerungen haben möchte oder nicht, macht es mir unheimlich Spaß, meine Reisen festzuhalten. Und daher werde ich das wohl erstmal weiterhin so führen.

21. Oktober 2010

besucht: fotoxenia.



Et voilà. Seitdem ich das erste Mal meine Freundin Xenia in ihrer neuen Wohnung besucht habe, bin ich davon begeistert. Bekanntlich ist es in Mainz nicht so einfach, eine Wohnung zu finden; eine traumhafte Wohnung zu finden, umso schwieriger. Also, große Liebe meinerseits zu der schönen Altbau-Stuck-Dielenboden-2-Zimmer-Wohnung in der Neustadt von Mainz.

Xenia ist Fotografin - mit Leib und Seele. Bei Facebook beschreibt sie sich selbst sehr treffend: I am a wedding and lifestlyle photographer, started in NY, currently based in Germany again. Always looking to grow and explore. I am a traveller and have many homes in this world. I love nights. Deeply love my friends. I am a dreamer. Try always to hold on them. I love simplicity, but details. Have troubles with decisions. Couldn't live without God.

Sie sieht die Welt, die Umgebung als ihr Studio an und fotografiert dort, wo sie gerade ist. Sie sammelt Kameras und Werke befreundeter Künstler. In ihrer Wohnung findet man zahlreiche liebevolle Kleinigkeiten - selbstbeklebte Kisten, einen kleinen Küchengarten und Fotografien. Sie kombiniert helle Ikeamöbel zu Vintageobjekten, seien es Bilderrahmen, Vasen oder das Sofa. In allem sieht man die "simplicity" und ihre Art, diese mit Details zu verbinden.

Dies spiegelt sich auch in ihrer Arbeit wieder. Empehlenswert ist nicht nur, einen Blick in ihre Wohnung zu werfen, sondern auch auf ihre Fotos und ihr Leben. Hier geht es zu ihrem Portfolio, ihrem Blog und ihrer Facebook-Page.

Merci, fürs Fotografieren-Lassen. Dein Zuhause ist ein Ort der Inspiration und des Nachdenkens für mich.
















20. Oktober 2010

gelebt


gelebt: Eltern besucht, Ferien genießen, Cousinen-Kaffee-Klatsch
getravelled: für 3 Tage Hamburg
ausgegangen: Eröffnung der Dorett Bar in Mainz, Herr Max, Caffé Latte, Annabatterie, usw.
gesehen: Hamburger Streetart, Gerhard Richter, David Tremlett und alle anderen Werke in der Kunsthalle Hamburg
geklickt: daydate
getrunken: wunderbaren Cappuccino (warum machen die Hamburger so guten Cappuccino?)
gegessen: Kuchen zum Cappuccino, selbstgemachte Kürbiscremesuppe
gekauft: Schuhe, Schuhe, Hemd und Shirt
gewünscht: Zeit und Motivation zum Lernen
gefreut: die in Deutschland ausverkauften Boots sind in der Größe noch einmal aufgetaucht und landen dann hoffentlich in ein paar Tagen in meinem Briefkasten, Bombenwetter in Hamburg - trotz negativer Wettervorhersage, über eine Email
gelesen: Les Petits Enfants du siècle, Christiane Rochfort
gelernt: je suis une collectioneuse
geknipst: Fotos von Cafés, Straßen und Gebäuden
gehört: Little Dragon

16. Oktober 2010

eines Abends




der Oktoberhimmel über Mainz

gesehen: Courbet

PORTRAIT DE L'ARTISTE, DIT LE FOU DE PEUR, 1848
Öl auf Leinwand, 60,5 x 50,5 cm
The National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo


Fasziniert von den Werken Gustave Courbets, empfehle ich die aktuell in der Schirn stattfindende Ausstellung: Courbet - Ein Traum von der Moderne.
Courbet gilt als bedeutender Maler des Realismus, doch wird hier gezeigt, dass er auch eine andere, unbeachtetere Seite innehatte. Die 100 Werke zeigen seine träumerische, poetische Seite. Er malte z. B. den Schriftsteller Marc Trapadoux, der ein Stichwerk betrachtet oder den Dichter und Kunstkritiker Charles Baudelaire, der ein Buch liest. Diese Personen sind nach innen gerichtet, verschließen sich während ihrer Handlung des Lesens oder Schauens von der Welt; sie zeigen vielleicht auch Momente des Tagträumens oder Nachsinnens. Courbets Landschaftsbilder, in denen häufig Felsen, der Wald oder das Meer zu sehen sind, können den Betrachter ins eigene Innere versenken lassen.
K. Herding, der Herausgeber des Katalogs und Mitverantwortlicher der Ausstellung befasst sich schon seit über 40 Jahren mit Courbet und spricht enthusiastisch über den Künstler. Er "entdecke immer wieder Neues" und "sei mit ihm [Courbet] noch nicht fertig". Schon vor dreißig Jahren organisierte er die Ausstellung in Hamburg und schrieb zahlreiche Bücher und Essays (z. B. "Realismus im Widerspruch, Die Wirklichkeit in Courbets Malerei"). Der passionierte Courbet-Liebhaber hält am Dienstag, 19.10. eine Führung in der Schirn und spricht Ende Januar mit Neo Rauch über die Ausstellung.

In der Welt gibt es einen kurzen, interessanten Artikel. Und auf damals.de einen etwas längeren.

Die Ausstellung geht bis zum 30.01.2010 und beinhaltet neben zahlreichen Ölbildern, einige Zeichnungen, 5 Großformate und ein paar Karikaturen (Courbet war im 19. Jahrhundert einer der meist karikierten Personen).

Randbemerkung: Klaus Herding wurde gefragt, ob er ein Lieblingsbild habe, woraufhin er die Empfehlung aussprach, sich selbst zu beobachten, welches Lieblingsbild man habe und dass man sich fragen solle, warum dies so sei.
Sich selbst zu reflektieren ist eine wichtige Handlung und wurde mir durch diese Aussage ein weiteres Mal bewusst gemacht.


L'HOMME BLESSÉ
Öl auf Leinwand, 61 x 50 cm
Musée d´Orsay, Paris


LE DÉSESPÉRÉ, 1844-1845
Öl auf Leinwand, 45 x 54 cm
Private Collection, by courtesy of BNP Paribas Art Advisory
(Bilder via Schirn)

13. Oktober 2010

geshopt


Rennt uns heute den Laden ein...

seule


C´etait mon bon moment: quel bonheur quand ils etaient tous garés, et que je me retrouvais seule dans la nuit et le silence! Le jour n´entendais pas le bruit, je ne faisais pas attention; mais le soir je entendais le silence. Le silence commencait à dix heures: les radios se taisaient, les piaillements, les voix, les tintements de vaisailles; une á une, les fenêtres s´éteignaient. À dix heures et demie c´était fini. Plus rien. Le désert. J´étais seule.

aus "Les Petits Enfants du siècle" von Rochefort

2. Oktober 2010

gelebt: bald in Hamburg


Freunde, bald geht es nach Hamburg. Yeah. Nun frage ich wieder euch, da ich bisher nur für wenige Stunden in der Hansestadt war: Was sollte man gesehen haben, wo gibt es den besten Kaffee, welche Geschäfte sind ein Muss?
Freue mich, wenn ihr mir beim Informationensammeln helfen könnt! Merci.