den Augenblick erkennen, den Moment erleben

3. Mai 2010

gelesen: Die Libelle

Mit dem Gedicht "Die Libelle" von Heinrich Heine beginnt das gleichnamige Buch von John le Carré. Dass ich ihn großartig finde, habe ich hier schon einmal geschrieben. Und auch dieses Werk ist so packend und lehrreich, dass ich es nur weiterempfehlen kann.

Das Buch beschäftigt sich mit dem Konflikt der Araber und Israelis. Le Carré beschreibt beide Seiten so subtil, dass man trotz vorherrschender Meinung diese noch einmal reflektiert und neu formuliert.

Die zentrale Figur ist eine exzentrische Schauspielerin, die vom israelischen Geheimdienst für eine Mission berufen wird. An ihrem Tiefpunkt angelangt, schafft sie es, mit einem israelischen Agenten eine Fiktion zu spielen, die kaum von der Realität unterscheidbar ist. Die Grenzen verschwimmen und sie findet sich in dem Karussell der Gefühle, Gefahren und der Wirklichkeiten wieder.

"Sie hatte sich ganz dem Theater der Wirklichkeit verschrieben, solange es dauerte und trotz der immer größeren Risiken."

"Wenn du deinen Auftrag erfüllen willst, genügt es nicht, dass du dich nur daran erinnerst; du musst es glauben, muss es fühlen und davon träumen. Wir bauen eine neue Wirklichkeit auf, eine bessere."

Das Buch ist sehr kostbar und unsagbar nachhallend. Ich kann es nur empfehlen.

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