den Augenblick erkennen, den Moment erleben

19. April 2010

on tour


Ich bin gerne zu Hause, in meinen eigenen vier Wänden, mit dem überschaubaren Chaos, den vielen Kisten voller Erinnerungen und den Leinwänden meines Mannes an der Wand. Und obwohl ich mich zu Hause wohl fühle und dort gerne die Zeit verbringe, brauche ich es, in regelmäßigen Abständen von zu Hause wegzugehen, frei von den häuslichen Verpflichtungen zu sein und gemeinsam mit dem Liebsten oder im schlechteren Fall alleine Städte zu erobern. Aber auch das Beobachten von Menschen und anderen Kulturen sowie einfach das Kaffeetrinken auf den Straßen gehören dazu.

Das Reisen beginnt bei mir eigentlich schon mit der Planung. Wenn entschieden ist, wohin es für wie viel Tage gehen soll und der Urlaub mit den Kollegen abgestimmt ist (was immer sehr gut klappt), dann kann ich mich dem Informieren und Planen widmen. Dank www geht das ja sehr einfach. Die Sehenswürdigkeiten und wichtigsten Punkte werden auf diversen Wikipedia- und Stadthomepages erfahren, der Metroplan wird heruntergeladen, ein Rundgang durch das Museums schon vorab virtuell gemacht, die Bewertungen des Hotels geprüft und auf den Blogs über die Shoppingmöglichkeiten geforscht. Dieser Teil ist zu meinem Hobby geworden. Ich mag es, dass ich schon vorher weiß, was mich erwartet und dann trotzdem nicht enttäuscht werde. Ich mag es, in einer mir unbekannten Stadt halbwegs die Orientierung zu haben und nichts verpassen zu müssen. Und ich mag es, mich so schon vorher auf die Reise einstellen und freuen zu können. Vielleicht ist das der Grund, warum auch in diesem Blog immer mehr Berichte zu den Reisen zu lesen sind. Denn im Nachhinein wird der Trip reflektiert und neu überdacht und die Eindrücke verinnerlicht.

In wenigen Tagen geht es nach Lyon. Wir besuchen Freunde. Und wir waren noch nie in dieser Stadt. Diesmal versuche ich anders zu Reisen. Ohne Vorkenntnisse und ohne Ziele. Mich einfach von den Freunden leiten zu lassen. Doch das fällt mir wirklich nicht leicht. Deshalb habe ich trotzdem schonmal bei Wikipedia nachgeschlagen und einen informativen Guide bei Tendance presqu´île entdeckt. Tips eurerseits sind natürlich auch gewünscht. Besonders freue ich mich auch auf die Zwischenstops auf Hin-und Rückfahrt. Die lange Autofahrt wird in Ronchamp, Arc-et-Senans und Éveux unterbrochen. Jetzt muss ich wohl nur noch mein Französisch wieder aufbessern...

I love travalling around the countries and cities. In a few days we will visit friends in Lyon. If you have some ideas where to go, I would like to know!

1 Kommentar:

  1. Liebe Betsi,
    nach Lyon bin ich ziemlich erwartungslos gereist. Ich dachte, es sei eine langweilige Industriestadt (wie auch immer ich darauf kam), habe mich dort aber mit einem Freund meines Bruders getroffen und der hat mich herumgeführt. Und was soll ich sagen - eine wunderwunderschöne, total niedliche Altstadt die du dir unbedingt ansehen solltest. Die Basilika Notre-Dame de Fourvière steht auf einem Hügel (Fourvière) von dem aus man auch einen tollen Ausblick über die Stadt hat. Von dort aus kann man den Hügel hinunterlaufen und dann in die Altstadt gehen. Wirklich fein!
    Ich wünsche dir ganz viel Spaß!
    Lisa
    PS, auf meinem Blog findest du auch einen kleinen Eintrag über meinen beschriebenen Aufenthalt in Lyon: http://kilometerweit.blogspot.com/2010/02/lyon-nov-21st-22nd-2009.html

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