den Augenblick erkennen, den Moment erleben

6. April 2010

Madrid II - Sehenswürdigkeiten



Madrid hat Einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Da wir ziemlich direkt in der Innenstadt wohnten, konnten wir die meisten Punkte zu Fuß erreichen, wobei man ja doch ab und zu einfach zu bequem ist und sich per Metro fortbewegt. Auf dem Plaza de Colòn, der zu Ehren Kolumbus erbaut wurde, steht die größte Flagge, die ich in meinem Leben je gesehen habe. Einfach nur riesig. Ansonsten ist der Platz eher unspektakulär. Eine Skulptur sowie ein Kolumbus-Denkmal stehen hier. 

Unsere erste Erkundigungstour führte uns auf der Calle Serrano an dem Archäologischen Nationalmuseum zum Parque del Buen Retiro, dem Retiro Park. Dieser 1,4 m² große Ort beherbergt einen See, das Palacio de Cristal (Glaspalast) sowie einen Rosengarten und gilt als der schönste Park Madrids. Vor dem Park in Nähe der Metrostation Retiro steht ein großes Tor auf der Straße, die Puerta de Alcalá auf der Plaza de la Independencia, siehe vorletztes Bild. Von hier hat man einen wunderbaren Blick die Straße runter zum Beginn der Gran Via (siehe letztes Bild). 

Geht man diese Straße runter, gelangt man zur Plaza de la Cibeles. Hier befindet sich auf der einen Seite die Banco de España, die Zentralbank von Spanien (siehe zweites Bild). Dieses Gebäude ist sehr prunkvoll und enorm groß. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man einen eindrucksvollen Brunnen mit einer Meeresgöttin und einem Löwen, der auf keiner Ansichtskarte fehlen darf. Ebenfalls steht hier das Hauptpostamt der Stadt (siehe erstes Bild). Das Gebäude ist sehr beeindruckend, besonders mit der Beleuchtung bei Nacht. Von diesem Platz aus führen die Straßen in jegliche Himmelsrichtungen. 

Auf der Paseo del Prado liegt das Museumsdreieck - Museo del Prado, Thyssen Museum und Museo Reina Sofía. Hierzu folgt in Kürze ein Bericht. Man blickt jedoch vom Plaza de la Cibeles auf Madrids größte Hauptstraße, die Gran Via. Der Beginn wird durch die Metropolisfigur markiert. Hier trifft man auf viele Touristen, aber auch auf Einwohner. Denn hier befinden sich großartige Theater und viele Geschäfte zum Shoppen. Ich könnte an diesem Punkt einen langen Exkurs zu den Shops anführen, möchte aber dennoch mit der kleinen Stadtbesichtigung fortfahren und den Shoppingguide auf ein anderes Mal verschieben. Unterhalb der Gran Via liegt die Puerta del Sol - das Zentrum Madrids und auch der (vermeintliche) Mittelpunkt Spaniens, der Kilometerstein Null. Auf diesem großen Platz sieht man auch das Wahrzeichen von Madrid, ein Bär mit einem Erdbeerbaum. 

Ganz in der Nähe gibt es einen weiteren großen Platz namens Plaza Mayor (siehe drittes Bild). Auf diesem Marktplatz geht es sehr touristisch zu, sodass ein kurzer Stop mit ein paar Fotos völlig genügte. Doch sind die kleinen Straßen um den Plaza Mayor, der Puerta del Sol sowie der Gran Via wirklich zu empfehlen. Hier kann man die vielen kleinen Schätze einer großen Stadt entdecken. Nette Restaurants, Tapas-Bars und Cafés oder kleine Boutiquen und Second Hand Shops. Westlich von den eben beschriebenen Plätzen liegt der Königspalast (siehe viertes und fünftes Bild). 

Steigt man aus der Metrostation Opera aus, benötigt man nur wenige Schritte dorthin. Obwohl wir vorhatten, an einer Führung im Palast teilzunehmen, hielt uns die Warteschlange davon ab und wir schauten uns die Catedral de La Almudena an. Diese Kathedrale wurde 1993 vom Papst geweiht. Und tatsächlich nahmen wir ein paar Minuten an einem Gottesdienst mit hunderten von Kardinälen (?) in weißen Gewändern teil. Begeistert bin ich von dem Baustil, den Fenstern und der Helligkeit, die in diesem sakralen Gebäude herrscht. Ich war schon lange nicht mehr so beeindruckt von einer Kirche/Kathedrale. 

Ganz in der Nähe der Kathedrale beginnt der Stadtteil La Latina. Dieser Teil ist noch sehr ursprünglich, hat viele kleine Restaurants und Kirchen. Im Gegensatz dazu kann man das moderne Madrid am Plaza Castilla sehen. Zwei große Bürotürme neigen sich zueinander. Da dieser Ort etwas außerhalb der Innenstadt liegt, fuhren wir in diesen Tagen nicht dorthin. Ebenso lockten uns auch das Stadion von Real Madrid und die Plaza del Toros, die Stierkampfarena, nicht zu einem kurzen Abstecher, sollten jedoch kurz erwähnt werden. 

Wie man sehen kann, waren die vier Tage gut gefüllt mit Sightseeing, Museumsbesuche und Entspannen. Besonders markant für Madrid sind wohl die vielen Plätze, Statuen und der Baustil sowie die breiten Straßen. Wir zählten bis zu sechs Spuren pro Seite! Typisch (für Spanien) ist natürlich auch, dass jegliche Sprudelgetränke mit sehr wenig Sprudel versetzt sind, das es keine Zebrastreifen gibt und Autos grundsätzlich Vorrang haben und dass so wenige Einwohner (auch in Restaurants und Geschäften) Englisch verstehen. Aber das macht wohl auch den Charme aus.

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