den Augenblick erkennen, den Moment erleben

27. Februar 2010

gelesen: Nouvelle-Vis




Julia und Sandrine habe ich schon hier vorgestellt. Mich freut es sehr, euch heute das neue "Baby" von den beiden vorstellen zu können.

Seit wenigen Tagen stellten sie das Online Magazin "Nouvelle-Vis" online. Ein Magazin, das ihr Blog ablöst und dennoch die interessanten Themen in eine neues Design fasst.

Einige Fragen habe ich Julia hierzu gestellt, sodass wir einen guten ersten Einblick bekommen können.






Bitte beschreibe kurz, was sich hinter "Nouvelle-Vis" verbirgt.
Nouvelle-Vis ist ein Online Magazin, das seit 2008 vorerst als Blog bestanden hat und das seit dem 15. Februar dieses Jahres jeden/jeden zweiten Monat als Internet Magazin im Internet und als PDF zum speichern und ausdrucken erscheint. Wir sind eine kleine Redaktion die sich mit den Themen Mode, Lifestyle und Kunst intensiv und kritisch auseinandersetzen. Zudem organisieren wir für jede Ausgabe mehrere Shootings und arbeiten eng mit verschiedenen Labels zusammen.

Auf welche Themen setzt ihr den Fokus?
Unseren Schwerpunkt bei der Themenauswahl setzen wir auf das Zeitgeschehen, dass was uns und unsere Umwelt, Umgebung beschäftigt.

Warum der Wechsel von einem Blog zu einem Magazin?
Weil wir es ernst meinen, mit dem was wir machen und es für uns wichtig ist, sich kreativ immer weiterzubilden. Zudem lieben wir es, uns intensiver mit Themen auseinanderzusetzen und diese auch außerhalb eines Blogs zu veröffentlichen. Die Nachhaltigkeit ist für uns essenziell.

Wie oft erscheint das Magazin?
Eine ganze Ausgabe erscheint jeden zweiten Monat. Das heißt im Jahr 6 Ausgaben. Jedoch aktualisieren wir jeden Monat die Plattform bzw. einige Rubriken wie die Shootings, All eyes on und Streetstyle.

Was erwartet die Leser in der aktuellen Ausgabe?
Denkansätze zum Thema Selbstdarstellung, Fakten über das Modelgeschäft und damit auch unsere Meinung, ebenso wie die Kritik an der Brigitte Initiative, ein spannender Reisebericht, zwei Fotostrecken (ab März drei), einen vielseitigen Künstler und ein toller Kurzfilm, ein wenig Gehirnjogging auf die absurde Art und Weise und vieles mehr. Have fun!

25. Februar 2010

notiert: Ausstellung Figur im Raum

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt stellt bis zum 9. Mai rund 60 Gemälde, Ölstudien und Zeichnungen von Georges Seurat aus. Seit ca. 30 Jahren ist dies die umfassendste und bedeutendste Ausstellung zum französischen Neoimpressionisten. Er gilt als wichtiger Vertreter des von ihm entwickelten Pointilismus.


Die Werke stammen aus zahlreichen öffentlichen sowie privaten Sammlungen. Das Kunsthaus Zürich organisierte gemeinsam mit der Schirn Kunsthalle diese Ausstellung.


Obwohl Georges Seurat nur 31 Jahre lebte, schuf er in seiner kurzen Schaffensphase ein bedeutendes Œuvre für die moderne Kunst.
 
In den kommenden Tagen möchte ich hier einige Bilder zeigen, um euch einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausstellung "Figur im Raum" zu bieten, was euch jedoch nicht abhalten sollte, die Werke live in der Schirn zu sehen.

Bilder via

24. Februar 2010

Dance with Nouvelle Vague

 2003 gründete das Produzenten-Team Marc Collin und Olivier Libaux die französische Band Nouvelle Vague.
Gemeinsam mit den französischen und brasilianischen Sängerinnen und Sängern Eloisia, Camille, Marina Celeste, Silja, Mélanie Pain, Daniella D'Ambrosio, Gérald Toto und Phoebe Tolmer nahmen sie alte New-Wave- und Punkklassiker im Bossa-Nova-Stil neu auf.

Pure Lebensfreude an meinem Urlaubstag... Genießt mit mir - Dance with me.

http://www.youtube.com/watch?v=ekQZPozjCX8
LORDS OF THE NEW CHURCH : dance with me (Melanie)

23. Februar 2010

Worte entdeckt

Bild via

Man stößt auf ein Wort, kann entweder nichts oder nur wenig damit anfangen und beginnt zu recherchieren. In den Gefilden des Wortes "Prokrastination" verwickelte ich mich, seitdem ich Julianes Interview für das Zeit Magazin las.

Wer kennt das denn nicht? Die Steuererklärungsformulare warten, der Gang ins Rathaus steht an und Kisten müssen ausgemistet werden. Doch man findet ja einfach keine Zeit dazu und schiebt die zu erledigenden Aufgaben somit einfach immer weiter vor sich her...

Der Ausdruck Prokrastination bedeutet Aufschieben, Erledigungsblockade, Aufschiebeverhalten, Handlungsaufschub, umgangsprachlich auch Aufschieberitis oder Aufschieberei. Ähnliche Symptome lauten Mañana-Prinzip oder Last-Minute-Syndrom.

Per definitionem ist Prokrastination die Angewohnheit, notwendige, aber unangenehme Arbeiten immer wieder zu verschieben, statt sie zu erledigen. Unter Angewohnheit kann man auch chronisches Verhalten verstehen (Anzeichen einer Krankheit). Ein bewusster Akt des Verschiebens, das nicht durch äußere Umstände hervorgerufen wird. Schätzungen von Psychologen zufolge sind möglicherweise etwa 20 Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Hier muss man jedoch aufpassen: Handelt es sich hierbei nur um(akute) Faulheit oder wirklich um Prokrastination? Zu denken gibt, dass die Patienten sich meist selbst in diesen Zustand bringen und es ihnen möglich ist, dies aus eigener Kraft zu unterbinden. Kein Wunder, dass lehrende Institutionen hier entgegenwirken möchten. In meiner Ausbildung hatte ich einen Selbst- und Zeitmanagement Kurs, indem uns gezeigt wurde, mit welchen Methoden man welche Aufgaben erledigen kann, wie die Priorisierung vorzunehmen ist.
Interessant ist auch, dass sich im deutschen Sprachgebrauch Redewendungen wie "etwas auf die lange Bank schieben", "auf Eis legen" oder "vor sich herschieben" etabliert haben. Es ist allerdings einen eigenen Bericht wert, um die Entstehung dieser Redewendungen zu dokumentieren.

bald wird geknipst

Bilder Florian Spenst

Dieses Schätzchen darf ich bald in meinen Händen halten und mit mir herumtragen und knipsen. Nein, leider gehört sie dann nicht mir, sondern immer noch meinem Bruder. Doch freue ich mich trotzdem schon auf ein paar Experimente mit dieser alten analogen Agfa. Ein eigens für mich angefertigtes Editorial zeigte mir alle grundlegenden Funktionen dieser Kamera und konnte meine Begeisterung noch mehr steigern. Merci, mon frère.

22. Februar 2010

gepaart


Die Frühjahrslooks von The Kooples sind online! Wie bekannt und geliebt, stellen sich einerseits fesche Paare vor, die über ihr Zusammentreffen und ihren Geschmack berichten. Auf der anderen Seite werden 13 Looks gezeigt, von denen ich hier meine Favoriten einstelle. Für den Mann gibt es diese Saison knöchellange Hosen und Blazer. Frau trägt kurze Röcke oder Shorts mit Blumenprint-Blusen und ebenfalls Blazer. Die Hauptfarben sind marineblau, camel, jeans, hellblau und schwarz. Es wird Zeit, dass ein Laden außerhalb von Frankreich eröffnet wird...

19. Februar 2010

home sweet home


Kaum denke ich über Veränderung im eigenen Heim nach, bringen der Liebste und sein Freund eine Überraschung mit. Dieser Sessel mit den Nieten und den abgenutzten Armlehnen ist also unser neuer Mitbewohner. Herzlich willkommen!

stamp it


Vor einiger Zeit entschied ich mich, mit dem Stempeln anzufangen. Infos wurden eingeholt, Stempelfarbe, Linolschnittmesser und Stempelgummi besorgt. Meine letzten Stempel sind die Kreise und der Piepmatz. Die Kombinatin mit dem braunen Packpapier gefällt mir sehr gut und so erhalten meine Freunde in der kommenden Zeit in selbstgemachtem Geschenkpapier verpackte Kleinigkeiten.

17. Februar 2010

ungewohnt bewohnt - betont gewohnt

Bilder via

Eine perfekte Wohnung besitzt meiner Meinung nach folgende Eigenschaften: geordnetes Chaos, dunkler Boden und gesammelte Kunstwerke.
Natürlich kommen dann auch noch hohe Wände, Altbau, ein Treppenhaus mit Schachbrettmusterboden, vielleicht Backsteinwänden, und und und dazu. Aber gut, ich begnüge mich mal mit den drei zu erst genannten Merkmalen. Und halte wohl vergeblich nach der perfekten Wohnung Ausschau.
Die oben gezeigte Küche beherrscht das geordnete Chaos perfekt. Alte Töpfe zusammengewürfelt mit einer Sammlung Kochbücher und Vorratsdosen, ein neuer Herd und offene Regale. In gewisser Weise gleicht meine Küche oder die Wohnzimmerfensterbank auch einem chaotischen Durcheinander, in dem ich mich auskenne. Einen dunklen Boden kann man sich ja einbauen, doch ist es vielleicht zu viel Aufwand für die ungewisse Bezugsdauer. Bei Punkt drei "gesammelte Kunstwerke" sind wir schon recht fleißig. Beruf und Berufung machen es möglich.

Die beiden Bilder stammen von The Selby. Todd Selby zeigte 2008 die Wohnung von Cheri Messerli (Stylistin und Illustratorin) und David Rager (Grafikdesigner und Musiker) in Soho, NY. Das Paar hat seinen wunderbaren Stil in dieser unglaublichen Wohnung umgsetzt. Mäuschen müsste man spielen können, denn die beiden sind nach Paris gezogen. Wie die Wohnung wohl aussieht?

Das Einrichten einer Wohnung (mit hoffentlich gutem Grundriss ) ist eine weitere Möglichkeit, seiner Persönlichkeit und seinem Geschmack Ausdruck zu verleihen. Clean und puristisch oder romantisch und mit Schnörkel, Vintagefunde, exklusive Designer oder der altbekannte Schwede, es gibt so viele Arten, das eigene Reich zu gestalten. Interessant ist es doch, dass die einzelne Menschengruppen so unterschiedliche Auffassungen von Lebensqualität haben und diese so verschieden ausleben. Ich bin daher gespannt auf weitere Folgen von The Selby und Freunde von Freunden.

15. Februar 2010

gesehen: Stine Goya

Bilder via
man beachte die Hüte, die Farbkombinationen, die Prints, die Knieverzierung, aber besonders die Hüte

14. Februar 2010

Palast aus Licht und Luft

Will man Informationen zum heutigen "Feiertag" Valentinstag herausfinden, so erhält man zigtausende Einträge bei Google. Seit dieser Woche läuft die Komödie "Valentinstag" in den Kinos und es gibt unzählige Werbeseiten, damit Mann ja das richtige Geschenk für die Angebete findet. Seien es Blumen, Pralinen oder Fotogeschenke. Ach ja, und nicht zu vergessen die Liebesgedichte. Selbsthilfe-Foren für angehende Dichter oder poetische Seiten voller Liebe hat Google im Angebot.

Aber vorher kommt das Alles? Wie sieht die Geschichte aus?

Valentin war ein Priester aus Ternia, der später als Märtyrer heilig gesprochen wurde. Er wurde am 14. Februar 269 während der Christenverfolgung im Römischen Reich hingerichtet. Obwohl es verboten war, trauter er Paare aus dem römischen Heer christlich.

Nach der mittelalterlichen Vorstellung beginnt die Paarungszeit der Vögel am 14. Februar, dem Namenstag des heiligen Valentin. Der englische Dichter Geoffrey Chaucer leistete eine nicht unbeeindruckenden Beitrag hierzu. Er schrieb zwischen 1374 und 1380 ein Gedicht in hundert Strophen namens "Parlament der Vögel". Der Erzähler ist in dem Werk ein Dichter, der in alten Büchern etwas über die Liebe erfahren und lernen möchte. Als er in den alten Büchern sucht, stößt er auf Somnium Scipiones und schläft ein. In seinem Traum wird er von Scipio persönlich zum Garten der Liebe geführt. Die Vögel finden sich zur Balz ein und die Göttin Natura wacht. Eine Adlerdame kann sich zwischen drei Verehrern nicht entscheiden, zaudert lange und wird schließlich von der Götting Natura unterbrochen. Sie nimmt nun die Verhandlungen mit den Vögeln auf. Die Tauben schwören Treue, der Kuckuck preist dagegen die Promiskuität. Diese Gedicht wird als Anspielung der Verhältnisse des Königs gedeutet.

Eine Legende bezieht den Todestag Valentins auf das römische Fest Lupercalia. An dem Gedenktag der römischen Göttin Juno (gr. Hera), der Schützerin von Ehe und Familie, brachten junge Mädchen der Göttin Blumen. Außerdem wollten sie sich ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl holen. Die jungen Männer des einfachen Volks zogen Lose, auf denen die Namen der ledigen Mädchen standen. Die gelosten Paare gingen an diesem Tag zusammen aus.

Der Klerus passte im Mittelalter passte die bestehenden Feiertage und Bräuche dem christlichen Glauben an und so wurde der Tag der Verliebten Valentinstag genannt. Christen konnten nun gemeinsam mit den Heiden feiern.

Wie auch genau die Historie des Valentinstags aussehen mag, bleibt es dabei, dass unzählige Paare sich heute gegenseitig eine Freude machen. Das Problem an diesem Feiertag ist, dass sich diese Pärchen im Alltag oft zu wenig Aufmerksamkeit schenken und diesen mit Kitsch überfluteten Tag dafür nutzen, das gesamte Jahr wett zu machen. Es ist schade, dass wir von der Werbung so beeinflusst werden und überteuerte, nicht schmackhafte Pralinen oder extrem langstielige Rosen kaufen, um den Nächsten zu begücken. Es sollte doch nicht nur an diesem Tag so sein, sondern das gesamte Leben in einer Beziehung. Nicht, dass man sich immer beschenken müsste, sondern dass man keine Erinnerung für die gegenseitige Liebe benötigt oder an nicht absehbaren Tagen seine Zuneigung zeigt.

13. Februar 2010

gelesen: Bright Magazine Issue 02

Diese Fotostrecke im Bright Magazine Issue 02 trägt den Namen "All spruced up". Dieser umgangsprachliche Ausdruck bedeutet so viel wie "zurechtgemacht", "alles ist geschniegelt und gebügelt". Zurechtgemacht wurden auch die Models dieser Serie mit Klamotten vielerlei Designer, wie z.B. Cleptomanics, Joop!, WoodWood, Vans, Sessùn, Stüssy, Airbag Craftworks, etc.
Natürlich gibt es in dem Magazin noch viel mehr zu sehen. Besonders gefallen mir die Vorstellungen diverser Leute und deren Shops sowie die Interviews. In dieser Ausgabe gibt es auch ein ausführliches Sneakers Special, das auch Nicht-Sneakers-Trägern begeistert. Das Bright Magazine kann man sich hier online ansehen.

12. Februar 2010

gesehen: Filippa K

Filippa K Spring/Summer 2010

wundere Farbkombinationen, hübsche Silhouetten und pure Einstimmung auf den Frühling

11. Februar 2010

ausgegangen: S-Salon

Meine Heimatstadt Aschaffenburg hat im Bereich der Gastronomie Einiges zu bieten. Laut einer Stadtführerin soll Aschaffenburg die größte Kneipendichte in Bayern haben. Somit gibt es genug Möglichkeiten für kurze Kaffee-Stops, ausgedehnte Dinner oder Cocktail-Abende. 

Eine besondere Atmosphäre für ein gemütliches Mittagessen oder Kaffeetrinken bietet das S-Salon in der Steingasse. Hier trifft man auf ein gemischtes Publikum - Geschäftsleute in ihrer Mittagspause, Familien oder Freundinnen, bei denen ein ausgiebiges Gespräch wieder ansteht. Das S in "S-Salon" steht für Suppen, Sandwiches und Salate. Die Palette reicht von indischen Einflüssen bis hin zu urbayerischen Rezepten. Für jeden Geschmack ist also etwas dabei. Gesund und frisch zubereitet sind die Mahlzeiten auch noch. Die Speisekarte sowie die Wochenkarte sind selbstverständlich auch auf der Homepage einsehbar.
Guten Appetit!

9. Februar 2010

gesehen: Muthesius-Villa

Seit ich die Seite Freunde von Freunden entdeckte, bin ich eine fleißige Leserin dieser Homepage. Interessante, schaffende Menschen aus Berlin zeigen ihre Wohnung oder ihren Arbeitsplatz und beantworten einige Fragen in einem Interview. Das Konzept gefällt. In der aktuellsten Ausgabe wird Thomas Andrae besucht. Er arbeitet in der Galerie Cream Contemporary und lebt mit seiner Familie in Berlin-Grunewald. Ich möchte nicht zu viel erzählen, da FvF den Bericht schließlich verfasst hat. Doch möchte ich kurz auf die wunderbare Villa zu sprechen kommen. Hermann Muthesius, 1861-1927, war Architekt, einflussreicher Theoretiker der "modernen" Architektur und Kritiker des Jugendstils. Die "Muthesius-Villa", die Thomas Andrae bewohnt, ist eines der Werke des Architekten. Das Landhaus wurde mit viel Arbeit und Erfahrung historisiert und modernisiert. Gepaart mit dem leidenschaftlichen Geschmack für restaurierte Möbel sowie antiken und besonderen Sitzgelegenheiten, ist etwas ganz Besonderes daraus entstanden. Zahllose Stunden und vergossenes Herzblut sind hier nicht verlorengegangen. Aber seht selbst, die Bilder werden meine Worte bestätigen.

via FvF

gesehen: Rundgang Städelschule

Auch in der Städelschule Frankfurt ist es an der Zeit, die Arbeiten der Studenten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. An diesem Wochenende, vom 12.02.- 14.02.2010, findet im Hauptgebäude in der Dürerstraße 10 sowie in den Bildhauerateliers in der Daimlerstraße 32-36 der diesjährige Rundgang statt. Die Arbeiten der Klassen Judith Hopf, Christa Näher, Michael Krebber, Mark Leckey, Willem de Rooij, Ben van Berkel, Tobias Rehberger und Simon Starling) werden in diesen Tagen gezeigt.

Am Freitag findet ab 18 Uhr die Preisverleihung statt, es folgt die Rundgang-Party um 22 Uhr. Samstag und Sonntag fahren Shuttlebusse zwischen Daimlerstraße und Dürerstraße. Die Ateliers sind jeweils von 10 - 20 Uhr offen. Der Eintritt ist frei.

Das gesamte Programm und weitere Infos können auf der Homepage entnommen werden.

8. Februar 2010

gesprochen: Daniel Ludes von Vogelwerk

Auf der Bright in Frankfurt lernte ich Daniel Ludes, den kreativen Kopf von Vogelwerk kennen. Das junge Unternehmen aus Hamburg beeindruckte mich mit der großartigen Installation der farbenfrohen Tücher in den alten sanitären Einrichtungen des ehemaligen Polizeipräsidiums. Um Daniel sowie Vogelwerk ein bisschen besser kennen zu lernen, habe ich ihn ein paar Fragen gestellt. Ansonsten empfehle ich die Homepage oder den Onlineshop.


Kannst du dich kurz vorstellen? (z.B. Alter, Wohnort, Studium)
Daniel von 1982 aus Hamburg, Schanzenviertel
Designstudium Armgartstraße Hamburg, Abschluss Grafik-/Modedesign

Wie ist die Idee zu dem eigenen Label entstanden?
Grafikdesign ist mein Leben. Als ich jedoch das erste mal in einem Stoffgroßhandel war und die vielen Farben & Stoffe, Seiden & Jerseys gesehen habe fühlte ich mich wie im Paradies. Ich wusste das ist mein Ort und habe kontinuierlich mit Stoff und Grafikdesign gearbeitet. Mein Diplom, begleitet durch einen Grafik und einen Modedesign Professor, war die logische Konsequenz.
Kurz gefasst: Mode ist mein Zuhause, Grafik meine Heimat. Ich habe beide Leidenschaften kombiniert und Vogelwerk gegründet.

Und seit wann gibt es Vogelwerk?
Die erste Kollektion war Winter 09/10 und ging September 2009 in den Handel.

Wie groß ist euer Team?
Das Team besteht aus einem Netzwerk von Kreativen die meist eigene Selbstständigkeiten verfolgen (Fotografen, Modedesigner, Grafiker, etc.). Alle zusammen ca. 10 Leute. Der harte Kern der sich ausschließlich um das Label kümmert wird gerade geformt.

Habt ihr eine Unternehmens-Philosphie, bzw. wie lautet sie?
Sagen wir es so: Der Spaß und die Liebe zu Material, Design und Kunst stehen bei uns im Vordergrund.

Besteht euer Sortiment ausschließlich aus Tüchern?
Unsere ersten Kollektion beinhaltete neben Tüchern und Schals auch T-Shirts, Jacken, Hoodies, etc. In der Winterkollektion 10/11 haben wir uns ausschließlich um Tücher gekümmert und Stoffe entworfen. Für Sommer 2011 planen wir aus diesen Stoffen eine kleine DOB-Kollektion zu verwirklichen.


Aus welchen Materialien bestehen die Tücher?
Ausschließlich Seide, Baumwolle sowie Gemische aus beiden, als Chiffon, Satin und Jersey.

Woher stammt deine Inspiration für die aktuelle Kollektion?
Da Vogelwerk kein klassisches Modehaus ist und daher auch andere und freiere Wege gehen kann, gibt es in den Kollektionen nicht die "eine" Inspiration. Wir suchen ein Thema und arbeiten daran bis wir eine Selektion aus 2-5 Halstüchern daraus schöpfen können. Kollektionen bestehen so oft aus mehreren Themen. Allgemein kann man sagen das fast jedes Halstuch etwas mit stilisierten programmatischen Verläufen zutun hat. Das ist quasi der grundlegende Gedanke hinter den Tüchern, dem Design.

Warum Hamburg und nicht Berlin? :)
Jeder ist in Berlin.

Welches Publikum spricht ihr an?
Wir haben die Erfahrung gemacht das alle Menschen die ein Gespür für Schönheit und Stil besitzen unsere Tücher lieben. Für genau diese Menschen entwerfen wir moderne und ungesehene Stoffe um sie zu inspirieren, zu begeistern und zu verführen.

Wie vertreibt ihr eure Produkte?
Ab diesem Sommer sind wir auf der Premium vertreten und präsentieren unsere Kollektion dem Fachpublikum. Ein Onlineshop steht in den Startlöchern und die Suche nach Deutschen und Internationalen Agenten haben wir gerade begonnen.

Wie sehen die nächsten Schritte für Vogelwerk aus?
Eine kleine feine DOB Kollektion für den Sommer 2011.

Wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Mode ist optisch: Bilder sagen mehr als Worte.

Vielen Dank Daniel!

7. Februar 2010

keine Worte, viele Bilder

Ganz nach dem Motto "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte" lasse ich heute die Bilder für sich sprechen. In der Akademie für Bildende Künste in Mainz präsentierten die Studenten bis heute einige ihrer Arbeiten während des Rundgangs. Der SWR hat ein Film dazu gedreht, den man sich hier anschauen kann.