den Augenblick erkennen, den Moment erleben

31. Januar 2010

Zweiter Aufzug, erster Auftritt


Sittah. Zum wenigsten kann gar wohl sein, daß deine Freigebigkeit, mein liebes Brüderchen, Schuld ist, daß ich nicht besser spielen lernen.
Saladin. Wir kommen ab vom Spiele. Mach ein Ende!
Sittah. So bleibt es? Nun dann: Schach! und doppelt Schach!
Saladin. Nun freilich; dieses Abschach hab ich nicht Gesehn, das meine Königin zugleich Mit niederwirft.
Sittah. War dem noch abzuhelfen? Laß sehn.
Saladin. Nein, nein; nimm nur die Königin. Ich war mit diesem Steine nie recht glücklich.
Sittah. Bloß mit dem Steine?
Saladin. Fort damit! - Das tut Mir nichts. Denn so ist alles wiederum Geschützt.
Sittah. Wie höflich man mit Königinnen Verfahren müsse: hat mein Bruder mich Zu wohl gelehrt. (Sie läßt sie stehen.)
Saladin. Nimm, oder nimm sie nicht! Ich habe keine mehr.
Sittah. Wozu sie nehmen? Schach! - Schach!
Saladin. Nur weiter.
Sittah. Schach! - und Schach! - und Schach! -
Saladin. Und matt!
Sittah. Nicht ganz; du ziehst den Springer noch Dazwischen; oder was du machen willst. Gleichviel!
Saladin. Ganz recht! - Du hast gewonnen: und Al-Hafi zahlt. - Man lass' ihn rufen! gleich! Du hattest, Sittah, nicht so unrecht; ich War nicht so ganz beim Spiele; war zerstreut. Und dann: wer gibt uns denn die glatten Steine Beständig? die an nichts erinnern, nichts Bezeichnen. Hab ich mit dem Iman denn Gespielt? - Doch was? Verlust will Vorwand. Nicht Die umgeformten Steine, Sittah, sind's, Die mich verlieren machten: deine Kunst, Dein ruhiger und schneller Blick ...
Sittah. Auch so Willst du den Stachel des Verlusts nur stumpfen. Genug, du warst zerstreut; und mehr als ich.


aus "Nathan der Weise" von G. E. Lessing

30. Januar 2010

Burn Raps and Love Taps

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Das Album, das bei mir seit Wochen am meisten rauf und runter gespielt wird, verdient eine kleine Berichterstattung. Die amerikanische Band Elysian Fields ist mir vor ein paar Monaten irgendwo aufgefallen. Der Name wurde notiert und später gegoogelt.

Elysian Fields bedeutet so viel wie die elysischen Felder, Elysion, gleich Avenue des Champs-Élysées in Paris, gleich "Insel der Seligen" in der griechischen Mythologie. Entrückt wurden die Helden in die Unsterblichkeit, geliebt von den Göttern.

Entrückt wird man auch durch die Lieder von der amerikanischen Band Elysian Fields. Jennifer Charles, Sängerin und Songwriterin, verzaubert mit ihrer rauchig dunklen Stimme, die lasziv ins Mikrophon haucht oder mit Power die Texte raushaut. Gemeinsam mit Oren Bloedow (Gitarre) gründete sie im New York der 90er Jahre die Band, die zunächst nur im Untergrund Erfolg hatte. Jahre sind sie nicht nur in Amerika bekannt, sondern spielen Soundtracks, auf Festivals oder Konzerten.

Die Band, die alles andere als kommerziell ist, experimentiert mit diversen Musikstilen. So hört man rockige oder balladige Klänge, doch bleiben sie stets dem Indie treu. Dennoch werden die Lieder von Melancholie getragen.

Dsa Album "Burn Raps and Love Taps" wurde Jennifers Großmutter gewidmet, die das Titellied schrieb. Es ist vielleicht nicht besonders abwechslungsreich, dennoch hat man nicht das Gefühl, sich zu langweilen.
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29. Januar 2010

time is running so fast

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Nach einer schnell verflogenen Woche freue ich mich trotz angehender Blasenentzündung auf das anstehende Wochenende, das verfrühte Arbeitsende dank fleißiger Überstunden und das Treffen von Freunden.

gefreut // Einladung zur Vorbesichtigung in die Schirn, leckere Schoko-Croissants
geärgert // über Bildrechte, schlechte Internetverbindung, Schneematsch
geliebt // meinen Mann, Rosenblütentee
ausgegangen // mit Freunden in die Troika
getragen // Traumrock, ausgeliehen von meiner Freundin
gewünscht // nach Paris zu fliegen
gesehen // allerhand kuriose Leute
gelesen // Das Buch indem die Welt verschwand von Wolfram Fleischhauer
gehört // Elysian Fields
gemacht // Collagen in "Herders Eidt" geklebt
geknipst // die Menschen und Schauen auf der Fashion Week
gelacht // über dubioses Jobangebot
geplant // Frühstücken gehen mit den liebsten Freunden, Lomo Diana Mini kaufen

27. Januar 2010

gelebt



Eine Woche nach meiner Anreise in Berlin und nach einigen Berichten über die Shows und Events setzen sich auch die letzten Eindrücke. Diese Stadt bewusst unter dem Fashion-Aspekt zu betrachten, verändert das Gesamtbild. Das letzte Mal mussten alle Touristenorte besucht, die Empfehlungen von Freunden geprüft und unzählige Fotos geschossen werden. Das letzte Mal war es auch noch wärmer und man wartete nicht frierend auf die U-Bahn. Diesmal hatte der Trip einen ganz anderen Charme. Während wir im Oktober allein durch die Millionenstadt schlenderten, hetzte ich letzte Woche von einem Termin zum anderen mit Heels auf vereisten Straßen. Doch Zeit blieb auch fürs Kaffeetrinken. Und ich lernte neue Leute kennen, knüpfte Freundschaften und Pressekontakte. Der "Berliner Style" ist mir in den Tagen sehr stark aufgefallen, da viele junge Menschen auf einem Fleck waren. Als Außenstehende kann ich sagen, dass es mir gefällt, doch mittlerweile unspannend geworden ist. Hier, wo ich wohne, würde man mit einer Nerd-Brille noch auffallen, dort ist es nur eine Wiederholung. Um nur ein Beispiel zu nennen, denn ich weiß, die Brille (bzw. Vintagebrillen) macht Berlin nicht aus. Es ist unglaublich, viele Menschen zu sehen, die Fashion lieben und dies ausleben. Schlussendlich ist mir aber auch bewusst geworden, dass ich den Hype um Berlin nicht mitmache und ein neutrales Auge dafür entwickel. Ich beobachte gerne mit einem gewissen Abstand. Wie interessant und vielseitig die Stadt sein mag, ich bin froh, dies als "Tourist" und als "Bloggerspion" zu erfahren.


(2. Foto Florian Spenst)

gesehen: .HBC Couture Designer Scouts


Eine Art Schauen-Marathon präsentierte das .HBC Couture Designer Scout am Donnerstag Abend. Im Gegensatz zu den Shows im Fashion Zelt am Bebelplatz, war dieses Event eine Initiative, um junge avantgardistische Berliner Designer zu zeigen. In dem angesagten Club liefen in drei Abschnitten jeweils drei Shows. Den Anfang machte Starstyling mit geometrischen Metallicmustern und transparenten Plastikmasken, gefolgt von Carni. Gut gefallen hat mir die Kollektion von JuliaandBen mit ihren schlichten dunklen Outfits, die durch die Batikoptik gebrochen werden. Im nächsten Block sah man Martin Niklas Wieser, Don´t Shoot The Messengers und A.D. Deertz. Den Abschluss machten V!tor und Julie Eilenberger mit Power-Shouldern, Galaxy Prints und durchsichtigen Kleidern. Von Bardonitz, mein persönliches Highlight, präsentierte die letzte Kollektion vor der After Show Party. Die Damen trugen Mäntel und Capes mit einem Hauch von Military mit Volantblusen. Im Gesamten fiel der starke Schwarz-Anteil in den Kollektionen auf, transparente Stoffe zeigten viel Haut und es wurden kuriose dicke Wollleggins an den männlichen Models gesichtet. Der Abend war abgesehen von Kleinigkeiten vielversprechend und ich denke, dass dieses Event ein interessanter Schritt für die Entwicklung der Berliner Modeszene ist.


Fotos Florian Spenst

26. Januar 2010

gesehen: Marcel Ostertag


Auf die Kollektion von Marcel Ostertag war ich schon sehr gespannt, da ich über die letzte Saison umstrittene Meinungen hörte. Deshalb war ich positiv überrascht, als ich die abwechslungsreiche und dennoch in sich stimmige Kollektion betrachtete. Zum einen gibt es Hosen mit hohem Bund und sichtbarer Knopfleiste, zum anderen Rüschenblusen. Des weiteren sieht man elegante, kurze schwarze Kleider und ebenso bodenlange durchsichtige Kleider. Besonders interessant sind die Pelzmäntel und der Streifen-Jumpsuit. Aufgefallen sind auch die verwendeten Farben: ob Ocker, Gold, Orange oder Bronze, kombiniert wurde diese Farbskala mit Schwarz- und Brauntönen. Mein Fazit: Eine erfrischende Kollektion, die Farbe in den nächsten Winter bringt.

24. Januar 2010

gesehen


Das extrafein bietet Mode für ein junges Publikum. Die Gründer halten Ausschau nach Labels, die in Berlin bis dato nicht erhältlich waren. So finden Designer, die zwar noch nicht lange auf dem Markt sind und sich dennoch etabliert haben, ihren Platz in der ehemaligen Fleischerei. Diese Anforderungen erfüllten bisher vor allem skandinavische Labels wie Sopopular, Our Legacy, POP etc. doch richtet sich zur Zeit der Fokus immer mehr auf Italien.


Momentan findet in diesen Räumlichkeiten die Ausstellung "MYMO´s FASHION MONSTERS" statt. Die Zeichnungen und Aquarelle des Künstlers MYMO zeigen kleine menschartige Wesen mit einem Gespür für Mode. Ob Ringelstrümpfe, riesiger Fellmantel oder ein ganz trashiger Neonanzug, die Outfits sind gekonnt kombiniert und lassen den Betrachter schmunzeln.

Bis zum 21.02.2010 dauert die Ausstellung in der Torstraße 116, Mitte.

Bilder Florian Spenst

gegessen und gepaust


Unweit der Showrooms der projektGALERIE in der Torstraße befindet sich in der Weberstraße das nette Café Fleury. Der französische Titel ist der Besitzerin zu verdanken. Sie kommt ursprünglich aus Frankreich und bringt die Spezialitäten mit nach Deutschland. Für diejenigen, die bei einer Tasse Kaffee arbeiten möchten, eignet sich das Fleury. Im Allgemeinen geht es hier nämlich etwas ruhiger zu und W-Lan ist vorhanden, war für Blogger während der Fashion Week essentiell ist. Wer also bei stimmungsvollem Ambiente ein Stück Quiche, Baguettes, Tarte au chocolat oder französischer Limonade genießen möchte, ist hier genau richtig.

Fotos Florian Spenst

diskutiert


Im Rahmen der Showroom Meile fand in dieser Woche eine weitere Podiumsdiskussion statt. Die Buchhandlung Walther König in der Burgstraße 27 lud zum Thema "Utopia- ...How nice without you?" ein. Anne Theresia Wanders, Manuel Boni, Marc Fiedler, Prof. Friedrich von Borries und Matthias Böttger sind schaffende Menschen, die in der Architektur oder Modebranche tätig sind. Sie diskutierten über die "Utopie in der Verknüpfung bzw. der Angrenzung der Disziplinen Modedesign, bildender Kunst, Fotografie und Film". Ein spannender kultureller Abend in einer Welt voller Bücher.

Blogger Panel


Das alljährliche Symposium auf der Premium während der Fashion Week stand diesmal unter dem Motto “Fashion Blogs - Hype or Future?”. Mary Scherpe, Gründerin von “Stil und Berlin” lud Experten aus Print- und Onlinemedien, sowie der Modebranche ein, um über diese Fragestellung zu diskutieren. So fanden sich Marcus Luft (Gala), Christoph Amend (Zeitmagazin), Sven Schöne (K-MB) sowie Imran Amed (Business of Fashion) im Auditorium ein. Zu Beginn wurde ein Film gezeigt, indem Suzy Menkes, die brisanteste Modekritikerin unserer Zeit, auf diese Frage Stellung nahm: “That´s (Blogging) never going to stop. Now that it started - that´s forever.” Im Folgenden erörterte Mary Scherpe gemeinsam mit den Gästen, was ein Blog ist, was einen guten Blog ausmacht, wie man damit Geld verdient und was die Motivation zum Bloggen sein sollte. Imran Amed erklärte, dass für ihn das Bloggen eine Möglichkeit sei, seine Gedanken und seine persönliche Sicht auf die Dinge auszudrücken. Ihn interessieren die Leute, die hinter der Modebranche und nicht im Vordergrund stehen, wie CEOs oder die Stylisten. Ein wichtige und immer wiederkehrende Aussage im Laufe des Nachmittags war: “The motivation for fashion is pashion.” Häufig wurde erwähnt, dass es um die eigene Sicht auf Mode gehe, es solle klar sichtbar sein, warum man über dieses Metier schreibe. Wenn man zusätzlich noch die Fähigkeit beherrsche, gute Artikel zu schreiben, könne man aus der Bloggermasse herausstechen. Es sei jedoch wichtig, dass man sich auf faire Weise über andere Blogger und Labels äußert. Man könne herausfinden, ob ein Blog gut ist, in dem man es liest. Leider wurde die eigentliche Problematik in den zwei Stunden nicht signifikant gelöst. Nichts desto weniger gibt das Zustandekommen dieses Treffens Auskunft darüber, welche Aufmerksamkeit das referierte Thema im Bloggerdiskurs erfährt.

win a shoppingbag


Die Gewinner des Giveaways stehen fest: Miggy und Anne haben jeweils eine Lieblingsjeans-Shoppingbag gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Eine Email ist an euch unterwegs.

21. Januar 2010

shot


Foto Florian Spenst
Vor dem Mercedes Benz Fashion Week Zelt am Bebelplatz treffe ich auf Pola und ihren Freund. Die beiden sind sympatisch und rauchen ihre letzte Zigarette, bevor sie sich auf den Nachhauseweg begeben.

Pola trägt Vintage Schuhe und Vintage Kleid, einen Mantel von Zara und die Tasche von Oma. Die Hose und die Jacke ihres Freundes sind von Cos, die Jacke von Gement (Judy, hast du eine Idee, was das für eine Marke ist? Kanns nicht im Internet finden...) und das Hemd von Norweger.

gesichtet

gesichtet haben wir die Joop Veranstaltung in der Neuen Nationalgalerie beim Schlendern durch Berlin

Ruhepunkte

Im Trubel und in der Hektik dieses Tages, bin ich sehr froh, eine kleine Oase gefunden zu haben. Nur ein paar Straßen vom Bebelplatz entfernt, findet man in der Universitätsstraße 2 das Restaurant "Café via Nova" (www.cafe-vianova.de). Zu essen und zu emfpehlen gibt es hier hausgemachte Pasta mit feuriger Tomatensauce oder leckere Tortellini alla Panna. Natürlich fehlen die Salate und Fleischspeisen auf der Speisekarte nicht. Wer in den kommenden stressigen Tagen eine kleine Ruhepause bei Kerzenschein braucht, dem empfehle ich, hierher zu kommen.


.DIMITRI by DIMITRIOS PANAGIOTOPOULOS


Bilder Florian Spenst

Mit nur ein paar Minuten Verspätung begann heute die Show mit den Titel "Eleganz, Glamour, Sexiness" von .DIMITRI im Mercedes Benz Fashion Week Zelt am Bebelplatz.

Dimitrios Panagiotopoulos präsentierte sich heute zum ersten Mal dem deutschen Publikum, dabei eröffnete er schon im Jahr 2007 einen Modeshop in Meran, Italien. Nach seinem Studium an der renommierten Modeschule ESMOD und seinem Abschluss "Master of Fashion Design" (in Mailand) arbeitete er zunächst für namhafte Designer wie Jil Sander, Hugo Boss und Vivienne Westwood. Diese Erfahrungen lässt er nun in seine eigenen Kollektionen einfließen.

Zum einen designt er Accessoires, wie z. B. Tschen, Gürtel, sowie Ketten und Armreifen, zum anderen Kleidungsstücke für selbstbewusste Frauen.

Für die Kollektion Fall/Winter 2010/2011 verwendet er hochwertige Materialien wie Pelz, Leder, Kaschmir und Angora. Vor Allem fällt jedoch der Gegensatz auf: Fließende, wallende Kleider in kobaltblau, pink und lila wirken sehr feminin und verspielt. Der Schnitt der figurbetonten high-waisted Röcke ist tulip- oder ballonförmig. Die Trägerin besitzt eine gewisse Anmut und Leichtigkeit. Auf der anderen Seite wird eine besondere Eleganz und Schlichtheit durch die straighten Schnitte in Kombination mit klassischem Schwarz und Weiß geschaffen. Aufgefallen ist außerdem die besondere Affinität zu Leder. Dimitrios Panagiotopoulos verarbeitet das Material geschickt als Leggins, als Accessoires oder zur Betonung der Schultern.

Ihm gelingt es, eine für große Anlässe geeignete und dennoch im täglichen Leben tragbare Kollektion zu schaffen.

Bis zum 22.01. ist die Kollektion auf der Premium in Halle 6 zu sehen. Zu kaufen gibt es die Stücke im Onlineshop (www.bydimitri.com).

Weitere Bilder auf Lieblingsjeans.

19. Januar 2010

Event: HBC Couture Designer Scouts


Am Donnerstag, 21.01., veranstaltet das .HBC ein besonderes Event: .HBC Couture Designer Scouts. Neun junge und aufstrebende Berliner Designer zeigen hier ihre Kollektionen auf dem Laufsteg. Zu sehen gibt es hauptsächlich urban, avant-garde und artistic fashion. Im Anschluss darauf findet die After Show Party COMME CI, COMME CA statt, die für alle offen ist.

Programm
19:00h - Starstyling, Carni, JULIAANDBEN
20:30h - Martin Niklas Wieser, Don’t Shoot The Messengers, A.D.Deertz
22:00h - V!TOR, Julie Eilenberger, Von Bardonitz
23:00h - After Show Party (public)COMME CI, COMME CA

18. Januar 2010

wir sehen uns in Berlin


Berlin hat in dieser Woche ganz schön was zu bieten. Im Rahmen der Berlin Fashion Week finden zahlreiche Events statt: die Schauen der Mercedes Benz Fashion Week, die Messen Bread&Butter, Premium, Jam und theKey, sowie die Showroom-Meile und zahlreiche Showrooms, die ihre Pforten öffnen.
Ab Mittwoch bin auch ich in Berlin und werde natürlich hier und auf Lieblingsjeans.de berichten. Gespannt bin ich schon auf das Blogger Panel, die Aftershow-Partys und die Shows von .dimitri, JuliaandBen oder Weired. Und auf jeden Fall auch auf diejenigen, die ich antreffen oder kennenlernen werde. Sagt mir doch Bescheid, wenn ihr auch da seid!

17. Januar 2010

Bright Trade Show



An diesem Wochenende fand die 10. Bright Trade Show in Frankfurt statt. Die Messe für Sneaker-, Skateboard- und Streetwear lockte Hunderte junger Menschen in die außergewöhnlichen Hallen des ehemaligen Polizeipräsidiums. Die Aussteller bauten in den vielen Zimmern auf vier Etagen ihre Ware auf. Es war also kein unübliches Bild, in den ehemaligen Waschräumen Tücher und Kappen zu entdecken oder auf den langen Gängen Tischtennis zockende Menschen zu sehen. Und natürlich durften die Skateboards nicht fehlen. Viele brachten ihre eigenen mit, um auf der Bowl oder kleineren Halfpipes zu fahren. Um nochmal kurz auf den Aufbau und den Ort der Messe zurückzukommen: Ich bin einfach begeistert von diesem wunderbaren Gebäude. Die Farbe blättert von den Wänden ab, es gibt tolle Fenstergemälde, Stuck und geschwungene Treppen mit schmiedeeisernem Geländer. Und es ist kein Fake, das sind Spuren der Geschichte, das Gebäude wird nicht "ver-vintaged".
Als Nicht-Skater habe ich einen guten Einblick in die Szene erhalten können. Es gibt klare Trends bei den Outfits inkl. Frisuren und Brillen, wie zum Beispiel bei den Jungs der 3-Tage-Bart, oder im Allgemeinen Nerd-Brillen und Mützen aller Art. Doch sind dies natürlich Trends, die in allen Szenen bekannt und vertreten sind. In der Kombination mit Hoodies oder Sneakers ändert sich jedoch die Wirkung.
Mit dem Ziel, mir hauptsächlich Women Clothes und Accessoires anzuschauen, hatte ich so meine Probleme, da die Männermode stark ausgeprägt ist. Dennoch wurde ich fündig, habe wunderbare neue Labels entdeckt und möchte Sie euch in gesonderten Posts vorstellen.
Mein Fazit: Ich kann die Bright nur weiterempfehlen. Die Location, die Orga, die einzelnen Labels, die Leute usw. waren super, es gab viel zu sehen und zu entdecken. Der Input durch Lookbooks, Magazine (das Bright Magazine habe ich hier schonmal vorgestellt) und Eindrücke ist enorm.

14. Januar 2010

Abwesenheit


Ab morgen findet in der Schirn Kunsthalle Frankfurt eines Einzelausstellung des Künstlers Eberhard Havekost statt. Bis zum 14.03. werden hier 19 aktuelle und bisher unveröffentlichte Arbeiten gezeigt. Das Bild heißt wie die gleichnamige Die Ausstellung sowie das Bild oben heißen "Retina".

Hierzu ein kleiner Auszug aus der Pressemeldung: Einfallendes Licht löst auf der Netzhaut des Auges, der Retina, visuelle Reize aus, die mithilfe von Nervenimpulsen an das Gehirn weitergeleitet werden. Dort werden die eintreffenden Impulse mit bereits bekannten Seherfahrungen und -gewohnheiten und dem Wissenshorizont des Betrachters zusammengebracht und ermöglichen ein intellektuelles Verständnis des Gesehenen.


Die "völlige Abwesenheit figurativer Elemente" und die Wärme der Farbkombinationen und -kompositionen sind für diese Werke markant. Zum Thema Realität, Bildwelten und Bildwirklichkeit kann ich momentan nicht viel sagen, da ich mir die Bilder selber anschauen muss. Und ich hoffe, dass ich bald eine Möglichkeit finde, mir selbst ein Bild davon zu machen.

Do or Don´t?


Bild via Styleserver.de

Seit Wochen schaue ich einer Liebeskind-Tasche (Modell Katrin) hinterher und hätte sie schon fast gekauft. Doch mein Nicht-Entscheiden-Können hielt mich immer wieder davon ab. Jetzt habe ich eine weitere Tasche von Sattler von München gefunden, die mir sehr gut gefällt. Ich benötige einen alltäglichen Begleiter mit viel Stauraum.

Beide kosten knapp 200 €, die eine ist aus Leder, die andere aus Leder + Canvas (geht schneller kaputt, wird schneller schmitzig). Die eine vielleicht etwas spießig und zeitlos, die andere etwas "hipper".

Was sagt ihr? Brauche eine Entscheidungshilfe...

12. Januar 2010

to see

Braucht man da noch Worte? Eigentlich nicht, doch möchte ich euch die Quelle nicht vorbehalten. Die Bilder stammen aus dem aktuellen Lookbook des französischen Labels Sessùn. Schon oft bin ich über die Homepage gestolpert und freue mich, dass das Label auch auf der Bright am Wochenende vertreten sein wird. Die Vorfreude ist groß! Und ein Hoch auf den Französischen Chic!

11. Januar 2010

to win


Das Lieblingsjeans-Team hat mir freundlicherweise diese beiden großen Shoppingbags zukommen lassen, die ich an euch verlosen möchte. Um zu gewinnen müsst ihr nur bis zum 22.01. ein Kommentar mit gültiger Emailadresse hinterlassen. Die zwei Gewinner/innen werden dann von mir benachrichtigt. Vielleicht ist dieser Jutebeutel ja bald dein neuer Begleiter? ...

10. Januar 2010

Mädchenflohmarkt


Falls jemand heute ab 17 Uhr noch nichts vor hat, der kann gerne in Aschaffenburg beim Mädchenflohmarkt vorbeischauen.

8. Januar 2010

getanzt

In den Vororten Buenos Aires fotografiert Christopher Pillitz ein Paar. Die schwarz-weißen Fotos sowie der in Argentinien typische Alfa Romeo geben ein wunderbar stimmiges Bild wieder. Das Besondere ist meiner Meinung nach jedoch das Paar, das Tango tanzt. Diese extreme Form des Ausdruckes übt eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Aber was genau ist denn hier das Magische? Die starke weibliche Persönlichkeit, die Netzstrumpfhose, die exakten Posen? Vielleicht sind es zusätzlich auch die Instrumente, die ich höre, wenn ich diese Bilder sehe. Ein Bandoneon, eine ächzende Geige und eine Gitarre. Dieser interessante 4/8 oder 2/4 Takt und die abgehackten Töne. Das Wissen, dass der Tango Ende des 19. Jahrhunderts in den Bordellen enstanden ist, während die Menschen arbeitslos waren, im Elend lebten und keine Perspektiven hatten. Und das Hörbuch von Wolfram Fleischhauer "Drei Minuten mit der Wirklichkeit", das die Liebe zum Tango und das Exentielle darin beschreibt.
Der argentinische Fotograf Christopher Pillitz hat das Gesamte wunderbar erfasst und ich bin froh, die Bilder im Lumas Düsseldorf live gesehen zu haben.


Bilder via

gelebt


Bild via

Ein kleines Happy Birthday nicht für mein Blog, sondern für mich. Und somit genug mit der Selbstdarstellung. Freue mich auf einen Friseurbesuch und einer Ballettaufführung.

7. Januar 2010

Recycling


Die Vorbereitungen für den Mädchenflohmarkt am Sonntag laufen auf Hochtouren. Meinen ersten Stempel habe ich gebaut und habe die Einkaufstüten bestempelt. Meine Art des Recyclings...