den Augenblick erkennen, den Moment erleben

13. Oktober 2009

come in and find out


Berlin ist unfassbar reich an Kulturschätzen. In diesem Beitrag geht es um ein paar Museen, die ich auf meinem Berlin-Trip besucht habe.

Das Deutsche Guggenheim ist unter den Linden zu finden. In der recht kleinen Ausstellungshalle im Erdgeschoss kann man sich bis zum 16.10.2009 die Ausstellung "Abstraktion und Einfühlung" anschauen. Rund hundert Zeichnungen, Aquarelle und Drucke von Palermo, Schütte, Albers, Buthe, Guston, Klee und Mondrian wurden von uns bestaunt und geknipst. Es lohnt sich, hierher zu kommen. Man taucht in eine Farbenwelt ein. Und montags ist der Eintritt frei...
Die Temporäre Kunsthalle Berlin schreibt auf ihrer Homepage das Folgende: "Die Ausstellung Scorpios Garden ist eine subjektive Momentaufnahme der aktuellen Berliner Kunstszene und vereint Werke und Performances von über 30 Künstlerinnen und Künstlern." Trotz dieses recht interessanten Beschreibungstextes war die Ausstellung meiner Meinung nach etwas "langweilig", unkreativ oder absehbar. Die Skulpturen waren irgendwie schon bekannt. Da der Eintritt kostenlos ist, schadet es aber nicht, sich selber davon ein Bild zu machen.
Wenn mann vom Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz läuft, sieht man auf der linken Seite das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Beeindruckend dieses große Areal mit den sauber gehauenen Stelen, das Peter Eisenman entworfen hat. Wie bestimmt bekannt ist, kann man durch das Stelenfeld laufen. Die Stelen sowie der Boden sind unterschiedlich hoch.
Die Neue Nationalgalerie zeigt zur Zeit eine Bilderserie von Thomas Demand, die sich auf die jüngere deutsche Geschichte und Ereignisse bezieht. In den oberen Hallen des an sich schon interessanten Museumsgebäudes von Mies van der Rohe sieht man die lebensgroßen Fotos diverser Räume und Schauplätze. Demand baut Modelle aus Papier und Pappe im Maßstab 1:1, die dann von ihm fotografiert werden. Teilweise deuten seine Fotos auf Ereignisse in der Vergangenheit (z.B. Badezimmer, 1977, ist die Nachstellung der Fotografie, die im Zusammenhang mit dem Tod von Uwe Barschel um die Welt ging). In den Katalogen bzw. Künstlerbüchern, die in Glasvitrinen vor den Bildern stehen, liest man Texte von Botho Strauß. Diese treten in einen Dialog mit den Bildern Demands, was einen neuen Blick auf das Gesamtwerk wirft. Die Hängung der Kunstwerke an die schweren Vorhänge, sowie der Lichteinfluss und die Spiegelungen durch die Glashalle waren eher unvorteilhaft. Die Ausstellung und das Gebäude gefallen jedoch und laden zu einem Wiederkommen ein.

Kommentare:

  1. Lieben Dank, die Kistentürme minimieren sich laaaaangsam.. UND: Uuuuh - das klingt nach einer tollen Zeit in Berlin und einem ordentlichen Kulturprogramm - sehr löblich! ;)

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  2. Deine Bilder sind einfach echt super schön! Möchte Dir dafür einfach mal ein Kompliment machen - lesen Deinen Blog nämlich sehr gern!

    Liebe Grüße
    Sylvia & Greta

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