den Augenblick erkennen, den Moment erleben

11. August 2009

gereist: Leipzig


Ich bin wieder zurück aus Leipzig. Voll mit Eindrücken und Erlebnissen.

Es ist nicht einfach, ein Wochenende in einige Zeilen zu fassen. Leipzig ist eine Stadt, in der man die Geschichte an den Bauwerken und Häusern sehen kann. Klassizistische Häuser neben Betonhäuser und immer wieder zwischendrin Plattenbauten mit Reklameschilder für Wohnmöbel der DDR. Auf Postkarten und auch im Internet sieht man meistens die "schönen" klassizistischen Häuser - leider ist es eine sehr einseitige Sicht auf die Stadt. 

Besonders gut gefallen hat mir die Architektur des Museums der bildenden Künste mit seinen sehr hohen Räumen. Von den Ausstellungen im Museum der bildenden Künste war ich eher enttäuscht, da wenig Zeitgenössisches ausgestellt wird. Ich hätte auch gerne Bilder zur griechischen Mythologie gesehen, aber da hauptsächlich Leipziger Künstler ausgestellt werden, wurde ich damit auch nicht bedient. Zeitgenössisches konnte man bis zum 08.08. in der Diplomausstellung der HGB sehen. Begeistert war ich von einer Reihe Illustrationen, in denen Sprichwörter miteinander vertauscht wurden und sich somit neue Bedeutungen ergaben. Außerdem hat diese Studentin auch Erklärungen zu unbekannteren Begriffen mit Q illustriert. Farbenfroh und witzig. Ein anderer Student hat mit Teer eine Schneekugel auf Glas gemalt. Die dunkle Farbe und der Hintergrund der Mauer passten super zusammen. Mir ist aufgefallen, dass alle Werke recht symbolträchtig oder politisch waren. Ob man das gut finden soll, sei dahingestellt. Vielleicht fand ich gerade deshalb die Illustrationen wie oben erwähnt am interessantesten, weil sie so einfach und klar waren.

Die Gegend, in der die HGB steht, ist sehr schön. Einige Fakultäten sind hier beieinander (in Leipzig findet man überall in der Stadt ein Gebäude der Hochschule), zwei drei schöne Cafés laden zum Verweilen ein und ganz in der Nähe gibt es einen Park.

Zum Thema Museum muss ich noch eines ergänzen: Es gibt in Leipzig unzählige Museen. Wir haben unser Augenmerk nur auf die Bildende Kunst gerichtet. Jedoch gibt es noch das Apothekenmuseum, Das Museum zur runden Ecke, ein Museum im alten Rathaus, das Bachmuseum etc.

Es gibt in Leipzig unzählige Restaurants und Cafés. Empfehlen kann ich u. a. das Bagel Haus. Ich musste zehn Minuten vor der Theke stehen und überlegen, was ich nehmen sollte. Bagels zum Frühstück, Mittag- und Abendessen in reichlicher Fülle. Im Barfußgässchen sind einige Restaurants und Cafés eng aneinander gereiht. Da wir am Wochenende in Leipzig waren und wirklich viele Menschen unterwegs waren, wollten wir eher in den Restaurants in den Nebenstraßen essen gehen. In einem irisches Pub/Restaurant in einer Seitenstraße gab es leckere Sandwiches, Baguettes und Burger.

Aufgrund von Zeitmangel ist das Shoppen zu kurz gekommen. In Leipzig gibt es die typischen Läden, die sich in der Innenstadt (z. B. Grimmaischer Straße) und in den Promenaden des Hauptbahnhofes erstrecken. Am Sonntag habe ich einen Laden entdeckt, den ich schon vorher im Internet gesehen hatte, den ich aber bis dahin nicht finden konnte. Das Geschäft Tragbar im Speck´s Hof. In der Mädlerpassage haben wir das Geschäft Bazar Royal gefunden. Die Schuhe waren traumhaft, doch nicht ganz für meinen Geldbeutel. Im Onlineshop kann man das Sortiment bewundern.

Was mir an Leipzig gefallen hat, war, dass alles recht nah beieinander ist. Es gibt den Innenstadtring und innerhalb dieses Rings spielt sich alles ab. Man konnte alles zu Fuß erreichen. Lediglich zum Völkerschlachtdenkmal mussten wir ungefähr 10 Minuten mit der Straßenbahn fahren.
Im Gesamten kann ich Leipzig nur empfehlen. Ein Wochenende ist auf jeden Fall ausreichend um Einiges zu sehen und einen guten Überblick über die Stadt zu erhalten. 

Kommentare:

  1. Sehr schöne Bilder! Ich mag Leipzig sehr, auf allen Straßen ist es so schön nostalgisch.

    Ein klasse Blog hast Du! Viel Spaß und Freude beim Schreiben :)

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  2. liebe betsi, das naechste mal musst du unbedingt auch die leipziger parklandschaft aufsuchen. außerdem die suedvorstadt mit ihren kleinen laeden a la tschau/tschuessi&co ...

    die studentin mit der sprichwort-arbeit heisst halina kirschner. vielleicht wirst du auf ihrer seite fuendig: http://www.halinakirschner.de

    ansonsten koennte ich noch mit ein, zwei fotos der arbeit aushelfen ;)

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