den Augenblick erkennen, den Moment erleben

12. Januar 2017

gelesen: The Paris Guide von Petite Passport


Das Christkind hat mir eine große Freude gemacht, in dem es mir den Paris Guide von Petite Passport schickte. Und weil ich von Vielem begeistert bin, das mit meiner Lieblingsstadt zu tun hat, möchte ich euch den Reiseführer vorstellen.

Ich muss zugeben, dass ich wohl kaum noch einen klassischen Reiseführer für Paris kaufen würde. In den letzten Jahren haben sich hier ein paar Bücher angesammelt, die ich geschenkt bekam oder auf Flohmärkten gefunden habe. Als ich das erste Mal nach Paris reiste, las ich mich ein, lernte die wichtigsten Fakten rund um den Eiffelturm, Baron Haussman und Napoléon kennen und hatte eine grobe Ahnung, welche Orte in der Stadt für Erstbesucher spannend sein konnten.

Mit jeder weiteren Reise und mit jedem besuchten Ort wurden die Reiseführer unwichtiger und das Internet interessanter. Dennoch schlage ich immer wieder gerne diese Bücher auf, die keine Reiseführer im klassischen Stil sind, sondern vielmehr Geschichte erzählen.


Im The Paris Guide fasst die niederländische Journalistin Pauline Egge ihre liebsten Hot Spots in Paris zusammen. Diese kategorisiert sie in EAT, SHOP und STAY. Auffällig ist, dass sich die Ziele vor allem rund um den Marais und den Canal St. Martin finden. Das sind neben dem aufkommenden It-Viertel SoPi (South Pigalle) und Belleville eben die schönen, hippen Viertel, in denen sich tolle Cafés und Shops aneinanderreihen. Pauline stellt die ausgewählten Orte mit einem Bild, Adresse und Öffnungszeiten vor. Der Clue ist aber, dass sie für jeden Spot drei Gründe findet, warum wir ihm einen Besuch abstatten müssen.

Der magazin-ähnliche Reiseführer hat ein angenehm kleines Format (zirka DinA5). Doch obwohl es sehr handlich ist und auf der Umschlagsinnenseite eine schematische Karte enthält, würde ich mir die spannenden Adressen eher in mein Notizbuch schreiben oder abfotografieren, als den Führer immer in meiner Tasche mitzunehmen. Die Karte ist so grob, dass sie nur die Richtung angibt und ich mir daher sowieso mit Google Maps oder meiner alten Stadtkarte aushelfen müsste. Für die Reisevorbereitung zu Hause oder vor Ort bietet der Guide tolle Ideen, wo man seine Zeit verbringen kann. Mir gefällt vor allem, dass hauptsächlich Cafés und Restaurants vorgestellt werden, weil ich schon häufig in der Situation war, dass sich kein interessantes Lokal auffinden ließ, wenn der Magen knurrte oder dass die Hausfront keinen Blick in das Innere des Cafés zuließ und ich das Eintreten dann einfach sein ließ.



Pauline tummelt sich auch noch auf anderen Teilen Europas und so bin ich ganz froh, auch The Amsterdam Guide zu besitzen und mir so eine baldige Reise in diese beiden Städte zu erträumen.

Von Petite Passport gibt es außerdem online und in Papierform Reiseführer für Barcelona, Berlin, Copenhagen, London, Madrid und New York. Stöbert doch mal in ihrem Store oder lest ihre Stories über die Reisen. Sie machen mir ständig Lust, meine Koffer zu packen.





7. Januar 2017

gelesen: Meine geniale Freundin von Elena Ferrante


Irgendwann im letzten Jahr überkam mich eine große Lust, wieder mit dem Lesen anzufangen. Durch das Studium und auch das Leben, las ich immer weniger Bücher aus Interesse. Die Lektüre für die Uni war meist auch sehr spannend, aber mir fehlte es, einfach nur so, aus reinem Vergnügen (vor allem) Romane zu lesen.

Mein Ziel habe ich erreicht. Im letzten Jahr hatte ich eigentlich ständig ein Buch zur Hand und es gab nur wenige Pausen dazwischen. Leicht fiel es mir natürlich auch dadurch, dass ich im Wintersemester nicht zur Uni ging und mir vermehrt wieder Bücher selbst kaufte oder die meines Freundes las.

Zu Weihnachten bekam ich gleich zwei Mal Elena Ferrantes Roman Meine geniale Freundin geschenkt. Es ist der erste Band einer vierteiligen Neopolitanischen Saga und schon am ersten Abend war ich der Geschichte völlig verfallen.


In vielen Aussagen von Elena, der Ich-Erzählerin des Romans, fand sich mein 13-Jähriges Ich wieder. Im alltäglichen Leben denke ich nicht mehr so oft an meine Teenyzeit zurück, doch die Erzählungen erinnerten mich an all die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die das Erwachsenwerden mit sich bringt. Man will dazugehören, es gibt immer jemanden, der origineller, hübscher und besser in der Schule ist als du. Und erst im Laufe der Jahre lernt man, welchen Platz man in der Gesellschaft einnimmt. Dass man seine eigenen Qualitäten hat. Man erkennt, dass man diesen Platz zu Teilen selbst bestimmen oder zumindest die Richtung angeben kann. Gerade weil Elena immer wieder hin- und hergerissen ist zwischen größter Bewunderung für ihre Freundin und bewusster Distanz zu ihr zeigt sich der innere Konflikt der heranwachsenden Protagonistin. Die Mädchen erleben schwierige Zeiten, in denen sie sich der gesellschaftlichen Ordnung häufig unterordnen müssen und nur wenig Spielraum für eigene Ideen bleibt.

Mich beeindruckte auch, wie die Gesellschaft dargestellt wird. Ferrante führt nicht nur die Hauptfigur ein, sondern gibt einen sehr lebhaften Einblick in das Leben einiger Familien im Rione. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie zwei junge Mädchen in dem ärmlichen Arbeiterviertel in den fünfziger Jahren in Neapel leben, wie roh die meisten Beziehungen funktionieren und warum sich inmitten dieser Klischees und dieser Härte die beiden intelligenten Mädchen fehl am Platz fühlen. Beide finden einen Weg, auszubrechen und man merkt dennoch, dass diese Wege keine endgültigen Lösungen bieten.


"Überglücklich verließ ich das Geschäft. Die Schreibwarenhändlerin wollte mich dafür bezahlen - gut bezahlen -, dass ich den ganzen Juli und die ersten zehn Tage im August mit ihren drei Mädchen ans Meer fuhr. Meer, Sonne und Geld! Ich sollte jeden Tag zu einer Badestelle zwischen Mergellina und Posillipo fahren, ich kannte sie nicht, sie hatte einen ausländischen Namen, Sea Garden. Aufgeregt ging ich nach Hause, als hätte mein Leben eine entscheidende Wendung genommen. Ich würde Geld für meine Eltern verdienen, würde schwimmen gehen, und meine Haut würde in der Sonne glatt und goldbraun werden wie im vergangenen Sommer auf Ischia. 'Wie herrlich doch alles ist', dachte ich, 'wenn der Tag schön ist und alles Gute nur auf dich zu warten scheint.'"


Dieses Buch erzählt nicht nur die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Mädchen, von Familienstreitigkeiten, Schulsystemen, von der ersten Liebe und dem Erwachsenwerden, es übt mit seinen Einblicken in den Alltag und der Sprache Kritik an der Nachkriegsgesellschaft in Italien. Mich hat das Leben dieser Figuren ergriffen und ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Der zweite Band kommt am 10.01.2017 heraus und ich habe ihn bereits im Buchladen entdeckt.

Habt ihr Meine geniale Freundin bereits gelesen? Was denkt ihr darüber? Und lest ihr auch den zweiten Band?

2. Januar 2017

gelebt. Der Dezember 2016.


Ihr Lieben, zunächst einmal: FROHES NEUES JAHR! Habt ihr einen schönen Abend gehabt? Wie sieht bei euch der erste Tag im neuen Jahr aus? Ich hoffe sehr, dass es euch gut geht und ihr einen entspannten Start in 2017 habt.

Wie an den meisten ersten Tagen im Monat blicke ich auch heute auf den letzten Monat zurück. Der Dezember war bis auf ein paar wenige Momente sehr gut.

gelebt: Ein Thema dominierte natürlich den letzten Monat - Weihnachten. Mir gefiel es dieses Mal richtig gut und ich hatte echte Weihnachtsstimmung. Das liegt vor allem an den Kindern! Anton sprang jeden Morgen aus dem Bett, um dann ins Wohnzimmer zu sausen, damit er schauen konnte, welche Schokoladenform in seinem Adventskalender versteckt war. Nachmittags fragte er dann regelmäßig, ob er denn noch ein Päckchen öffnen dürfe. Wir zündeten die Kerzen des Adventskranzes an, rollten Bienenwachskerzen, gingen auf ein Adventskonzert und auf eine Verwandtschaftsfeier und besuchten einige Male den Weihnachtsmarkt. Jeden Abend sangen wir Weihnachtslieder. An einem Nachmittag kauften wir den schönsten Weihnachtsbaum und stellten ihn in unserem Wohnzimmer auf. Bei jazziger Weihnachtsmusik wurde er geschmückt und er sah wunderschön aus. Anton kam am nächsten Morgen und meinte: "Mama, oh der Weihnachtsbaum. Ist er schön." Wir haben natürlich auch Geschenke bestellt, gekauft und eingepackt. Und Anton vom Christkind erzählt. (Kommt bei euch der Weihnachtsmann oder das Christkind? In meiner Kindheit kam immer der Weihnachtsmann. Wenn wir vom Gottesdienst heimkamen, hatte er schon vorbeigeschaut, die Kekse aufgegessen und die Geschenke dagelassen.)

Zum ersten Mal überhaupt habe ich bis auf ein Geschenk alle Geschenke bestellt. Ich mag das ja gar nicht, aber in diesem Jahr führte keine Weg dran vorbei. Mit zwei Kindern komme ich kaum in die Stadt.

Leider waren wir alle über mehrere Wochen krank. Einmal hatte ich sogar Fieber und ruhte mich an drei Vormittagen im Bett aus, um endlich wieder gesund zu werden. Es ist ermüdend, wenn man ständig wenig Kraft hat, aber den Alltag bewältigen möchte. Glücklicherweise suchten uns hauptsächlich Erkältungswellen heim und wir hatten keine Grippe.

Ich weiß momentan zu schätzen, dass das Leben entschleunigt ist. Wir hatten sehr viel Familienzeit, haben gemeinsam gebastelt und Nüsse geknackt. Anton war für zwei Nächte bei Oma und Opa. Wir konnten bis 12 Uhr im Bett liegen und in Ruhe frühstücken, erledigten Einiges, gingen essen und schauten einen Film. Wir fuhren nach Darmstadt zum Weihnachtsbummel und holten einen ganz lieben Jungen wieder ab.

Auch wenn unser Leben gerade so schön ruhig ist, habe ich momentan nicht so viel Zeit nur für mich. Meistens stört mich das nicht. An zwei Tagen konnte ich meine Batterien richtig auftanken. Ich traf mich in einem Café mit einer Freundin, aß dort leckeren Carrot Cake und wir unterhielten uns über das Leben. Nach dem Treffen wollte ich noch kleine Besorgungen in der Wiesbadener Innenstadt erledigen und stolperte in den neuen Cos. Es war so herrlich, weil so wenig los war, Paul schlief und ich einfach mal seit Monaten in Ruhe anprobieren konnte. Paul und ich besuchten am nächsten Tage eine Freundin und ihre beiden Kinder in der Pfalz. Es gibt besondere Freundschaften und ich bin dankbar dafür.

gegessen, gebacken, gekocht: Flammkuchen und endlich das richtige Teigrezept gefunden, indisch bestellt, Orangen-Nuss-Kuchen, Panna Cotta, Naan Brot, Weihnachtsessen - ein Mal klassisch, einmal chic

getrunken: Parma Negroni (mhh), Sekt, Momente der Entspannung Tee von Alnatura, Keep Calm Tee von Cupper

ausgegangen: Dale's Cake in Wiesbaden, Gutleut in Mainz, Café Zoo in Darmstadt

geklickt: 
Katrin Huths Artikel geben mir momentan viel, weil sie in Worte fasst und bloggt, worüber ich mir hin und wieder Gedanken gemacht habe. Im Dezember rief sie zum Beispiel zu einer Aufgabe auf, in der sie zum Bloggen animieren wollte. Zu den Hintergründen und ihren Erfahrungen, sieben Tage am Stück zu bloggen, geht es hier lang.

Mit Kindergartenkindern bleibt kaum eine Familie vor den doofen Viren verschont. Im SWR habe ich im letzten Monat eine Reportage gesehen, die die typischen Familienmedikamente bei Schnupfen und Co. unter die Lupe nimmt.

Fräulein Anker erzählte bereits im August, wie ihr Paris gefallen hat und empfiehlt in einer dreiteiligen Serie ihr liebsten Orte in Paris. Im 11. Arrondissement haben wir im April gewohnt und sie hat sogar unser Haus fotografiert. Ich habe mich total über ihre Empfehlungen gefreut.

Leias Humor ist toll. Sie nimmt sich einfach nicht so ernst und erzählt, wie ihr Tagesablauf aussieht. 

Ich liebe die tollen kleinen Videos von My little Paris auf Instagram!

Garance Doré spricht in einem Video mit ihren Freundinnen darüber, was French Beauty bedeutet. 

Ich weiß nicht, ob ihr die Diskussion mitbekommen hat, die ein Gespräch des Journelles-Teams über Markenbewusstsein, Copycats und Originale entfacht hat. Katharina hat daraufhin einen sehr guten Text auf ihrem Blog ktinka geschrieben.  

Bei Okka findet ihr einen tollen Fragenkatalog für den Neustart in das Jahr. 

Ich will unbedingt in die Ausstellung "Der fremde Raum" in die Marta Herford. Bei The Why Not gibt es einen Ausstellungsbericht.

Und nach Paris will ich sowieso. Zum Beispiel in die Gewächshäuser, die uns das Heju-Team vorstellt. 
gehört: All I want for Christas is you in allen möglichen Variationen

gelesen: Der Zementgarten von Ian McEwan, Meine geniale Freundin von Elena Ferrante

gemacht: Wir haben jeden zweiten Tag gebastelt und Geschenke verpackt. Am meisten Spaß hat es gemacht, Bienenwachsplatten zu Kerzen zu rollen. Für Anton habe ich montessori-inspirierte Buchstaben- und Zahlenkarten gebastelt.

gekauft: Neben Weihnachtsgeschenken für die Familienmitglieder habe ich ein Geschenk einlösen dürfen und mir damit diese Mütze und diesen Pullover mit Muschelsaum bei Cos gekauft. Mich machen beide Stücke sehr glücklich und ich konnte sie gut gebrauchen. Mir selbst habe ich auch ein Geschenk gemacht und Ohrstecker und eine Kette gekauft.

gereist: Darmstadt, Wiesbaden, Frankenthal, Familie eins und zwei

gedacht: Gesundheit ist so so wichtig!

geärgert: Das lange Erkältetsein. Aber viel schlimmer und gar nicht damit zu vergleichen: der Unglücksabend auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.

gefreut: Über die strahlenden Augen von Anton bei dem ganzen Weihnachtsgewusel. Anton, der ein A schreibt und viele Buchstaben erkennt. Zwei Kids, die sich sehr weiterentwickelt haben. Kleine und große Geschenke, dir hier eingetrudelt sind. Ein Adventskalender-Gewinn. Wald-Besuche.

geliebt: Meinen neuen Ring. Ein Geschenk. So perfekt.

gewünscht: Frieden. Und Toleranz.








1. Januar 2017

Salut 2017!


Mit diesem Gedicht von Hermann Hesse möchte ich euch ein GLÜCKLICHES NEUES JAHR wünschen.
Es bedeutet mir viel und je länger ich es kenne, umso mehr entdecke ich darin.



Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen, 
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse


31. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016 - Ziele 2017


Für mich persönlich war 2016 ein gutes, manchmal anstrengendes und vor allem glückliches Jahr.

Die erste Hälfte war von der Schwangerschaft geprägt, die zweite von unserer intensiven Vierer-Familienzeit. Insgesamt war es für mich ziemlich ruhig, wir waren wenig unterwegs und viel in unserem Ort und im Garten. Ich habe so viel gebacken wie noch nie in meinem Leben, habe viel gelesen und (mit Anton) gebastelt. Ich war mehr in der Natur. Gleichzeitig habe ich wenig gebloggt und mir wenige Ausstellungen angeschaut. Meistens war ich sehr glücklich, zufrieden und gelassen. Mir war ständig bewusst, wie gut ich es habe und konnte das entschleunigte Leben genießen.


FAMILIE
Für unsere Familie gab es dieses Jahr viele Veränderungen. Anton und ich verbrachten eine ganz intensive Zeit. Die Schwangerschaft verlangte mir ein bisschen was ab, war aber dennoch sehr schön und ich erlebte sie ganz bewusst. Dann wurde ich die Mama von einem zweiten Jungen und obwohl ich es mir kaum vorstellen konnte, wie es denn sein würde, war und ist es noch besser. Paul ist ein süßer Schatz, Anton der Wirbelwind und ich bin so unglaublich dankbar, dass die beiden gesund sind. Es hat mich überrascht, dass es sich für mich so natürlich anfühlt, Mama von zwei Kindern zu sein und dass man ganz schnell in diese Aufgabe hineinwächst. Eine große Veränderung war auch Antons Wechsel von der Tagesmutter zum Kindergarten.


STUDIUM
Ich habe nur im Sommersemester studiert und machte im Wintersemester eine Elternpause. Ein Seminar war wegweisend, das beste meines gesamten Studiums und ich lernte sehr viel von meiner Dozentin. Außerdem habe ich die Lateinprüfung bestanden und nun die Hoffnung, meine Kenntnisse nicht mehr zu benötigen.


BLOG
Hier war es richtig ruhig, obwohl sich meine Gedanken ständig um mein Blog drehen. Es tut mir aber gut, dass ich deshalb kein schlechtes Gewissen mehr habe, sondern einfach dann schreibe, wenn es passt. Für mich selbst war es auch eine sehr wichtige und gute Entscheidung, mein Elternblog une vie magnifique zu schließen.


REISEN
Im Frühjahr hat sich ein großer Wunsch erfüllt und wir reisten wieder nach Paris. Es bedeutete mir viel, ich hatte dafür angespart und wir hatten uns ein hübsches Appartement im 11. Arrondissement gemietet.

Ende Mai ging es für mich und meinen Freund, nur wir zu zweit, für wenige Tage nach Kos. Eine Art Babymoon mit schlechtem Essen und harten Matratzen, aber dafür so viel Qualitytime, mit zu süßen Cocktails und wir waren viel schwimmen. Hängen geblieben ist mir der letzte Morgen, als wir die einzigen waren, die im Meer schwammen.

Unsere Ausflugswoche im Juli schaffte so viele Erinnerungen, das ich immer wieder daran zurückdenke.

Der Wunsch, ein weiteres Mal zu verreisen, blieb mir leider vergönnt und ich machte kleine Touren in den umliegenden Städten. Karlsruhe bedeutet mir immer sehr viel und so war ich froh, dass wir Anfang des Jahres eine Nacht dort verbringen konnten.


KUNST
Die Ausstellung Joan Mirò in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt hat mich in diesem Jahr am meisten beeindruckt.


BUCH
Ich habe in diesem Jahr wieder viel mehr "nur für mich" gelesen und ich habe fünf Favoriten. Der Schwarm von Frank Schätzing beschäftigte mich noch sehr lange. Léon und Louise von Alex Capus war herzerwärmend schön. Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells. Und zwei Bücher von Robert Seethaler mit seinen herrlich einfachen Worten - Ein ganzes Leben und Der Trafikant.


ESSEN
Indisch, gefüllte Wraps, Hummus, Chili con Carne, Cheesecake


DER BLÖDSTE MOMENT
Eine Wurzelbehandlung an einem Backenzahn. Eines der schlimmsten Dinge, die ich mir vorstellen konnte, ist eingetreten. Für mich war es wirklich eine Folter, schlimmer als die zweite Geburt und leider mit einem Termin nicht getan.


DER SCHÖNSTE MOMENT
Die Geburt von Paul. Sogar eines der schönsten Momente meines Lebens.


ZIELE
Am Ende des Jahres schaue ich nicht nur zurück und sehe, was ich doch für ein gutes Leben habe, sondern mache mir auch Pläne für das neue. Während ich einige Ziele direkt umsetze, gibt es manche Dinge, die mich zum Jahresende nochmal nachdenken lassen. Mir tut es dann gut, den Jahreswechsel ganz bewusst dafür zu nutzen, um Ziele für das neue Jahr zu setzen. Es dürfen nicht zu viele sein, sonst kann ich sie gar nicht erreichen oder vergesse sie nach ein paar Monaten wieder. Gemeinsam mit meinem Freund gibt es eine Liste für uns als Familie, aber hier kommt meine persönliche.

- In den ersten drei Monaten muss ich eine Hausarbeit fertigstellen.
- Die Betreuungssituation für Paul muss geklärt werden und somit auch der Zeitpunkt für meinen Wiedereinstieg in das Studium.
- Ich möchte weiterhin so viel lesen. (Einige Bücher liegen schon bereit.)
- Ich möchte weniger Coffee to go Becher benutzen.
- Ich spare wieder für eine Paris-Reise.
- Ich möchte einen gemeinsamen Familienurlaub am Meer machen.
- Ich möchte in Gesprächen wieder besser und aufmerksamer zuhören und nicht mehr mein Gegenüber mit meinen Erzählungen erschlagen selbst so viel reden.


Übrigens sind das meine #2016bestnine auf Instagram. Sehr konzentriert auf den Babybauch und Paul. :-)




Ihr Lieben, wie war euer Jahr 2016? Hattet ihr viel Glück und Liebe, viel Arbeit, viel Leid, viele Ausflüge, viele neue Erfahrungen? Macht ihr euch Pläne für das neue Jahr und welche Ziele setzt ihr euch?
Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr zufrieden seid, dass es euch gut geht und ihr viel Gutes erlebt. Habt eine schöne Silvesternacht und startet gut in das neue Jahr!

Habt Dank für euer Mitlesen und eure lieben Gedanken.