den Augenblick erkennen, den Moment erleben

1. Dezember 2016

gelebt. Der November 2016.


Der November wird ewig ein besonderer Monat für mich sein, denn Anton feiert seinen Geburtstag. Dieser wurde in diesem Jahr im kleinen Kreis am Geburtstag selbst und im großen Familienkreis ein paar Tage später zelebriert. Antons Gesicht leuchtete, er hüpfte und genoss die besonderen Stunden, den Geburtstagskuchen und die Pizza am Abend. Aber er freute sich auch, dass alle wegen ihm zu Besuch kamen und mit ihm spielten. Seine großen Augen, als er die lange Tafel voller Tapas und Fingerfood sah, wird lange in Erinnerung bleiben. Mein Junge ist schon D R E I Jahre alt und ich bin so dankbar für diesen aufgeweckten Wirbelwind.

Als Familie erlebten wir den Martinsumzug mit Pferd, Feuerwehr, Martinsfeuer und Martinsweck und den ersten eisigen Temperaturen. Der Winter ist da!

Anton und ich waren beim Friseur. Ich leider weniger erfolgreich, Anton umso mehr. Er hat ein Zitronenbonbon abgestaubt. Seine einzige Motivation.

Zum Muttersein: Ich kann mir momentan nichts Schöneres vorstellen. Mir ist ja bekannt, was es außerhalb der Mama-Welt noch gibt und dem bin ich auch noch zugetan. Aber gerade finde ich es im Mama-Kosmos ziemlich schön. Weil ich mir nicht mehr so viele Termine lege, erleben wir gerade eine sehr stressfreie Zeit, in der wir uns aufeinander konzentrieren können. Diese Phase wird nicht ewig gehen - spätestens in neun Monaten geht Paul zur Tagesmutter und alles hat wieder seinen gewohnten Gang. Aber bis dahin genieße ich ohne schlechtes Gewissen, ohne "Zuvielwollen" und Unzufriedenheit, weil "Zuvielgehtnicht". Diese Monate fliegen nur an uns vorbei und mit meiner Hausarbeit in Kunstgeschichte bin ich zur Zeit gut beschäftigt. Meine zwei Jungs machen mich unglaublich stolz. Paul, weil er so ein entspanntes Baby ist. Wie kann ein kleiner Mensch mich so glücklich machen? Anton, weil er viel lernt und so kluge Dinge von sich gibt.

"Mama, du musst die Medizin trinken und dann wirst du gesund, okay? Versprochen?"

"Mama, setzt du dich auf deine Decke? Ich will ein Foto von dir machen."

Es ist nicht immer so easypeasy und dennoch möchte ich das Gute bewahren, so lange es mir möglich ist. Für die Zeiten, die komplizierter sind. Beide Jungs waren beispielsweise eine Woche lang richtig krank. Ich musste Termine absagen, die mir persönlich wichtig waren, wir hatten eine Woche lang eine Quarantäne-Situation und schlussendlich bin ich selbst auch krank geworden. Aber diese Woche ging auch rum und am Wochenende konnte ich wieder etwas auftanken.

Nach fast zwei Wochen Unterbrechung konnte ich endlich wieder etwas für die Uni tun und es fühlte sich sehr gut an. Auch wenn ich dadurch viel von "meiner" freien Zeit "verliere", lese ich sehr gerne die wissenschaftlichen Texte zu meinem Thema und der Kopf rattert dabei ununterbrochen, inwiefern sich die Aussagen auf meine Grundidee beziehen lassen können. Wenn ich mir die Termine für den Dezember so ansehe, merke ich, dass ich nun endlich doch etwas anziehen muss, um rechtzeitig mit der Hausarbeit fertig zu werden.

Die US-Wahl hat den meisten den Atem verschlagen. Ich hatte mich im Vorfeld viel zu wenig damit beschäftigt und war deshalb ziemlich geschockt, dass Trump tatsächlich gewinnen konnte. Erst nach und nach verstand ich die Hintergründe der Wahl und jetzt hoffe ich sehr, dass Trump kein Chaos stiftet.

Nach der Krankheitswoche gab es ein Knallerwochenende. In der Gaustraße in Mainz war unheimlich viel los - die Eröffnung des Kinder Concept Stores Oh Kiddo, der dreijährige Geburtstag von Fuchs&Bente, Waffeln und Glühwein bei Dicke Lilli, gutes N'Eis und Kaffee bei der Kaffeekommune. Hier war was los.

Mehr als ein Jahr, nachdem mein Geldbeutel geklaut wurde, habe ich es zur Fahrerlaubnisbehörde geschafft und mir meinen Führerschein wieder beantragt.


gegessen bzw. gekocht und gebacken: Ich stand wieder viel in der Küche und haben gebacken. Es ist verrückt, dass ich momentan so viel Spaß daran habe. Mein erster Hefezopf, Schoko-Apfel-Muffins mit Nüssen, die leider gar nicht so lecker waren, kleine Schoko-Muffins, weihnachtliche Cheesecake-Pies, Naan Brot, Kräuterbrot, Pizza und super leckere Franzbrötchen (sogar drei Mal hintereinander gebacken, weil soo lecker). Weil sich mein Großer zu seinem Geburtstag ein "Kackahaufen" gewünscht hat, gab es diese Kackikekse, die richtig gut schmecken und nicht nur beim Sohnemann toll ankamen.

geklickt: Katrin schreibt, warum sie auf To Go-Becher aus Pappe verzichtet und nun mit einem eigenen Becher unterwegs ist. Genau in dieser Woche hatte ich selbst darüber nachgedacht, wie viel Müll ich doch mit den Bechern verantworte und habe deshalb eine Entscheidung getroffen. Wenn das spruchreif ist, erzähle ich euch mehr davon. Bis dahin sei euch Katrins Artikel empfohlen.

Ein paar schöne Bilder aus Paris. (Und der passende Reiseführer steht schon auf meiner Wunschliste.)

Stephanie über richtungsverändernde Begegnungen.

Auf diesen Punsch hätte ich Lust - vielleicht geht der auch ohne Alkohol? Oder auf diesen Drink. Oder diesen.

gelesen: Das ganze Leben von Robert Seethaler (So gut! Bald mehr.)

gehört: Jazz! Und dieser Kanal auf youtube hatte den richtigen November-Mix.

gemacht: Sankt-Martins-Laterne gebastelt, Weihnachtsdeko aufgehängt, einen Adventskranz zusammengestellt, Antons ersten Adventskalender bestempelt, Sterne aus Stöcken geklebt

gekauft: Ein Spontankauf und zwei Glücksfunde, solche Momente, die Freude machen, weil sie so selten sind - für den Freund etwas zurückgegeben, bei der Gelegenheit für mich selbst gebummelt und ein Blouson und ein Streifenshirt gefunden. Mit einem gestickten roten Herzen, in dem Paris drin steht. Könnte kaum besser passen.

gereist: nach Neustadt an der Weinstraße

gedacht: Wenn man bereits seit vielen Jahren bloggt, so wie ich es tue, erlebt man einige Denkprozesse über den Sinn des eigenen Bloggens. Man hinterfragt seine Motive, seine Themenauswahl oder sein Layout. Man schaut aber auch darauf, wer oder was einen prägt und was man selbst konsumiert und vor allem warum. So stellte ich mir in den vergangen zwei Monaten erneut die Frage: was macht mich glücklich? Warum klicke ich in meinem Feed so viele Artikel einfach weg, gehe vielleicht ein Mal im Monat wirklich auf die Webseite und schaue mir dann doch nur die Bilder an? Und gleichzeitig freue ich mich bei manchen Seiten umso mehr, wenn mal ein seltener Blogpost kommt. Ich nehme mir dann die Zeit, um ihn in Ruhe durchzulesen und mich daran zu erfreuen, denke das Gelesene durch und werde inspiriert. Ich will mich wieder mehr auf solche Blogs und Seiten konzentrieren, die mich voranbringen.

Zwei Frauen, die mich mit ihrer Art, ihren Fotos und ihren Texten jedes Mal berühren. Stephanie und Julie.

geärgert: Nur selten.

geliebt: Beim Zusammenlegen der Wäsche: der Duft seines Tshirts, das mich für immer und ewig an die Anfangszeit erinnert.

gefreut: Ein Picknick mit meinen Jungs am Strand. Nur wenige Minuten von unserem Zuhause entfernt gibt es einen Rheinstrand, den wir okkupiert haben. Während Paul geschlafen hat, haben Anton und ich Wildenten beobachtet, Apfelschnitz gegessen, Tierspuren verfolgt, durch den Sand gerannt und das milde Wetter genossen.

Telefonate (obwohl ich ihnen ja ständig aus dem Weg gehe...) mit Freundinnen in Paris und Portland geführt. Und zwei Postkarten aus Paris.

gewünscht: Dass die Adventszeit ruhig ist. Ich selbst habe ein paar Vorkehrungen getroffen, damit die nächsten Wochen wirklich einfach nur entspannt sein können. Und ich wünsche mir, dass wir gesund bleiben.












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