den Augenblick erkennen, den Moment erleben

9. Juli 2016

gelebt


Der Juli ist bereits einige Tage alt, aber ich möchte dennoch den Juni Revue passieren lassen.


gelebt:
Nach unserem erholsamen Urlaub auf Kos musste ich direkt wieder für die Uni loslegen: 3 Referate standen auf dem Programm und somit viel Recherche- und Schreibarbeit. In den ersten beiden Wochen passierte also gar nicht viel. Seit dem letzten Referat bin ich aber befreit und es scheint mir, als sei eine riesige Last von mir abgefallen. (Zu viele Referate in zu kurzer Zeit mit Heuschnupfen, Schwangerschaft und Kleinkind ist einfach keine gute Idee.) Ich konnte mich in der frei gewordenen Zeit richtig entspannen, viele Freundinnen wieder zu sehen und mich immer intensiver auf unser Baby vorzubereiten. Aah, dieser Nestbau - endlich kann ich ihm fröhnen. Der Rest des Monats stand also ganz im Zeichen unserer Familie.

Ein kleines Update zu meiner Schwangerschaft: Ich bin kugelrund, habe noch knapp 6 Wochen vor mir und fühle mich an den meisten Tagen sehr gut. Mittlerweile zwickt mich hier und da eine Wehe und auch das Wetter, das ja mittlerweile wieder ganz sommerlich ist, macht mir manchmal zu schaffen. Ich habe mich bereits in einer Klinik angemeldet und gehe jeden Mittwoch zum Geburtsvorbereitungskurs. Für das Baby ist noch gar nicht viel vorbereitet, aber allmählich beginne ich, das Kinderzimmer etwas umzuräumen, Platz für die Babyklamotten zu schaffen und den Keller zu durchforsten.

An meinem ersten freien Vormittag, an dem ich nicht in die Uni musste, fuhr ich nach Wiesbaden, ging ein bisschen bummeln und besuchte das Museum Wiesbaden. Es tat so gut. An einem anderen Tag ist Anton einfach so im Kinderwagen eingeschlafen. So etwas passiert NIE. Ich bin also in die Stadt gefahren, habe mir eine Zeitschrift gekauft und einfach einen Cappuccino getrunken.

Viele, viele Stunden saßen wir im Zug. Anton hatte eine leichte Erkältung, die aber zu stark für einen Tag bei der Tagesmutter war. Ihm ging es schlecht, ich wollte ihn bei mir lassen, musste jedoch das letzte Referat fertigstellen. Also ging es mit dem Zug zu meinen Eltern. Hin und her und hin und her. Auch zu Freunden fuhren wir an einem freien Tag. Die Jungs verstanden sich prächtig und es tat so gut, meine Freundin L wieder zu sehen.

Für Aufregung sorgten die Fußballspiele der Europameisterschaft. Aber auch ein Besuch im Kindergarten, in dem Anton bald ein- und ausgehen wird. Die wilden Regenstürme störten mich gar nicht und einen der sonnigen Tage verbrachten wir in der Fasanerie in Wiesbaden und aßen leckeres Eis.

gegessen bzw. gekocht und gebacken: sehr viel Eis, noch mehr Obst, selbstgepflückte Beeren aus dem Garten meiner Eltern, eine sehr leckere Zimtschnecke im Hygge in Mainz, richtig gute Paninis bei Perfect Day in Wiesbaden und in der Annabatterie in Mainz.

gelesen: Das Geburtsbuch von Nora Imlau, viele Kataloge und wissenschaftliche Texte zu dem Künstler Richard Wilson, zum Städel Museum und zum Film Nostalghia

gesehen: Nostalghia von Andrej Tarkowski

ausgestellt: Museum Wiesbaden, Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen

gekauft: Viel Schönes für den kleinen Menschen, der bald kommen wird. Zwei sommerliche Kleider für mich. Geschenke für liebe Freunde und kleine Babys.

geärgert: Über die Mücken.

gefreut: Über die freie Zeit, die dann endlich da war. So viel Zeit um nachzudenken, um vorzubereiten, um zu lesen.

geliebt: Am frühen Morgen durch die Stadt laufen. Meinen wachsenden Bauch. Das beste Seminar meines Studiums.











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