den Augenblick erkennen, den Moment erleben

1. Mai 2016

gelebt


Ach, der April war wirklich gut. Ich bin dankbar und happy, tief zufrieden und gelassen.

gelebt:
Der April war ein richtig guter Monat. Das lag vor allem daran, dass ich viel Zeit hatte, die ich alleine, mit meiner Familie oder mit Freunden verbringen konnte. Ich hatte Zeit, um mir einen neuen, 10 cm kürzeren Haarschnitt verpassen zu lassen. Zeit, um ein unglaublich buntes und leckeres Frühstück im Möhrenmilieu mit einer Freundin zu genießen. Zeit, um Besucher zu empfangen, von denen Anton noch heute spricht. Zeit, um wieder zu arbeiten. Zeit, um die Steuererklärung zu machen. Zeit für einen Mädchenabend im Weinhaus Michel, mit zwei tollen Frauen, die ich viel zu selten sehe. Zeit für ein Date, an dem wir beschlossen, selbst zu kochen, uns Zeit zu lassen, auf ein Event zu gehen, spät heimzukommen, spät aufzustehen und dann voller Vorfreude den kleinen Mann wieder abzuholen. Zeit, um Ausstellungen zu besuchen. Zeit für Pizza auf dem Spielplatz. Zeit für Spaziergänge im wunderschönen Wiesbaden. Zeit, um den Minimann im Bauch zu spüren.

Einige Abende habe ich mit der Organisation des nächsten Semesters verbracht. Ich wundere mich jedes Mal auf's Neue, wie zeitaufwändig das doch ist. Manchmal braucht man Rückmeldungen von Dozenten, die nicht rechtzeitig kommen, in anderen Fällen liegen zwei wichtige Veranstaltungen auf einem Termin und ich muss mich für die sinnvollste Variante entscheiden. Letztlich gefällt mir mein Stundenplan sehr. Ich habe genug zu tun, ohne überfordert zu sein. Eine Veranstaltung ist in Kooperation mit einem Museum und gefällt mir persönlich sehr. Ich habe das Gefühl, dass sie genau meinen Interessen entspricht und bin nun ganz gespannt, wie die nächsten Termine laufen werden.

Einige Arzttermine kosteten uns Zeit, doch glücklicherweise ist alles gut und wir sind gesund.

Immer wieder erlebten wir besondere Momente, die uns im Alltag innehalten ließen. Als wir in Eile waren, an einem der sehr schönen, ersten warmen Frühlingstage, hielten wir an einem Becken an und beobachteten eine Entenfamilie, wie sie sich in der Sonne sonnte und ganz allmählich, ein Küken nach dem anderen, ins Wasser glitt.

Ich genoss die Vorbereitungen für unseren Urlaub in Paris und dann natürlich auch den Urlaub selbst.


gegessen bzw. gekocht und gebacken: Avocado-Zitrus Salat mit Nusspesto und dieses Nusspesto mit Pasta, ein Rhabarber-Erdbeer-Joghurt-Kuchen gebacken, Couscous-Pfanne mit Hühnchen, Süßkartoffeln und Kichererbsen (schmeckt am zweiten Tag mit richtig vielen Gewürzen nochmal viel besser!), Croissants aus Paris
geklickt: Tandemploy-Gründerin Jana Tepe hilft beim Jobsharing / Die Gleisdreieck-Connection: Maike Cruse und die Kunstszene rund um die Potsdamer Straße / leider wieder verpasst, deshalb so viel online geschaut: Gallery Weekend Berlin / Die Kunst ist zurück - zur Wiedereröffnung der Kunsthalle Hamburg / Ein mutiges Mädchen - Geschichten aus dem Kreißsaal (so furchtbar traurig) / der Artikel zur Frage, in wie weit Frauen, die Kinder haben und arbeiten oder vielleicht auch selbstständig sind, die Bezeichnung Powerfrauen, Mompreneurs etc. tragen sollten, erhitzte die Gemüter. Auch ich stehe dem Text eher kritisch gegenüber, möchte den Diskurs aber nicht an dieser Stelle fortsetzen. / Ein Buch, das stepanini vorstellt, das Irritationen hervorruft. 
ausgestellt: Die Ausstellung Maniera und die Frühen Druckgrafiken von Sigmar Polke im Städel Frankfurt. Im Museum Wiesbaden die Ausstellung Seniorenfeier mit Arbeiten von Thomas Bayrle und gleich auch noch den Sammlungsteil mit der Klassischen Moderne erneut angesehen. Auf der kurzen Nacht der Galerien und Museen in Wiesbaden ein paar kleineren Galerien einen Besuch abgestattet und dem NKV einen etwas längeren Besuch. Während der Nacht der Museen in Frankfurt gearbeitet und im Anschluss vor allem Max Beckmanns Gemälde im Städel angesehen und bei einer Führung zur Naturgewalt in Bildern (u. a. Courbet) teilgenommen. In der Schirn in Frankfurt die Ausstellung Ich besucht.
gemacht: Ich habe Mullwindeln in einem schönen Grauton gefärbt, Karten gebastelt und Geschenke verpackt.
gereist: PARIS. Mein Herz könnte kaum stärker klopfen und ich kaum glücklicher sein.
gekauft: Ein Monat, in dem ich mein angespartes Geld ausgegeben habe. Für Museumstickets, für einen Urlaub in Paris, für einige französische Pflegeprodukte, für eine Umstandsjeans, die unglaublich toll ist und (Achtung! Achtung!) für Sneaker, in denen ich fliege. Geschenkt bekommen habe ich zwei Trenchcoats, die ich nun täglich ausführe. Und auf den letzten Kindersachenbasaren und auf Mamikreisel habe ich noch ein paar notwendige Kleidungsstücke für meine Söhne (hihihi) erworben.
gedacht: Ich möchte meine Zeit anders nutzen. Manchmal sinnvoller, manchmal effizienter, manchmal einfach mit Nichtstun vertreiben. Mit etwas Planung und einer genauen Vorstellung darüber, was ich eigentlich möchte, gelingt es mir sehr gut.
geärgert: Über Seminare, die inhaltlich sehr spannend sind und aber so spät liegen, dass ich sie nicht besuchen kann.
gefreut: Über zwei kleine Buben, die nun auf der Welt sind und zwei Familien sehr, sehr glücklich machen. Und mich auch. :)
geliebt: Jeden Tag diese beiden (bzw. drei) Menschen um mich zu haben. Ich könnte gerade wirklich kaum glücklicher sein.


















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