den Augenblick erkennen, den Moment erleben

13. April 2016

Mitbringsel aus Paris


Wir sind zurück aus Paris und schon wieder mitten drin im Alltag. Es gibt ein paar Dinge, die ich mitgebracht habe. Und bevor ich zu etwas ausführlicheren Berichten von unserem kurzen Urlaub kommen werde, möchte ich euch meine Mitbringsel zeigen, die den Urlaub noch ein wenig in den Alltag hineintragen und die Erinnerungen so schön aufrecht erhalten.

Ich liebe Stadtkarten. Und ich liebe es, mit ihnen ganz oldschool durch die Stadt zu laufen. In einer kleinen Kiste liegen schon etliche Paris-Karten, beschriftet und zusammengeklebt, weil sie vom vielen Auf- und Zufalten beinahe auseinanderfallen. Mit jedem Appartement, in dem ich für wenige Tage lebe, lerne ich neue Straßen und vielleicht sogar ein anderes Arrondissement kennen. Obwohl ich sehr gerne an bekannte Orte zurückkehre, genieße ich es gleichzeitig, auch Neues zu erkunden. Doch schnell merkt man dann auch, ob die Stadtkarten etwas taugen. Meine aktuellste hatte viele Lücken und war zu wenig detailliert. An der Information in den Métrostationen gibt es jedoch kostenlose Stadtkarten mit Métroplan. Die Karte Nummer 2 (mit Straßen) reichte für meine Zwecke vollkommen aus. Métro Poche ist so klein, dass sie in jede Jackentasche reinpasst. Hier ist allerdings nur das Métronetz eingezeichnet. Das hilft mir manchmal, im Treppen-, Menschen- und Tunnelgewusel nicht die Orientierung zu verlieren. Ganz wichtig ist nämlich, sich die Endhaltestellen der Métrolinien zu merken.

Es gibt so viele Orte in Paris, in oder an denen ich noch kein einziges Mal war, obwohl sie doch so cliché sind. Zum Glück weiß ich, dass es nie der letzte Trip nach Paris gewesen ist und dass ich immer noch eine neue Möglichkeit bekommen werde, um mir die vielen wunderbaren Orte anzusehen. Ein wenig ging es mir so mit dem Einkaufshaus Le Bon Marché. Einkaufshäuser finde ich ziemlich öde und verbringe meine Zeit lieber an anderen Orten. Aber als die Innenhalle mit den Rolltreppen auf Instagram so gehypt wurden, während sie vom Künstler Ai Weiwei bespielt wurde, wollte ich mir diesen Ort dann doch genauer ansehen. Unser Plan war ganz einfach: Anton durfte die ganze Zeit Rolltreppe fahren, während ich mir das Haus ansehen wollte und die berühmten Rolltreppen fotografieren konnte. Doch dann blieb ich schon in der Grande Epicerie hängen und konnte mich kaum an den ganzen Köstlichkeiten sattsehen. Im Nebenhaus mied ich die Fashion- und Beautyabteilungen und stöberte lange in den Bereichen Papeterie, Home und Buch. Meine Güte, gibt es viel zu sehen. Ich konnte mich kaum entscheiden und nahm letztlich ein kleines (Tage-)Büchlein mit.

Obwohl ich selten Magazine lese, wollte ich schon lange das Milk Magazine in meinen Händen halten. An einem der kleinen Verkaufsstände in Saint-Germain-des-Prés, ganz nahe beim berühmten Café de Flore hatte ich die lustigste Begegnung dieser Reise. Mit meinen immer schlechter werdenden Französischkenntnissen hielt ich mich ziemlich wacker in einem Gespräch über meine beiden Buben. Die Zeitschrift erinnert mich sehr an diese kurze und lustige Episode.

Ich darf mich Happy-Super-Fast-Shopperin nennen, weil es mir mehrmals gelang in nur kürzester Zeit genau das zu finden, wonach ich gesucht hatte. Weil wir auf unserem Weg in den Jardin du Luxemburg "ganz zufällig" an der City Pharma, der wohl günstigsten und berühmtesten Apotheke von ganz Paris, vorbeikamen, konnte ich dort kleine Schätze von meiner Wunschliste in den Einkaufskorb packen. Eine Sonnencrème für das Gesicht, das wohl beliebteste Dry Shampoo von Klorane, das Thermalwasserspray von Avène, das ich so gerne benutze, eine schönste Zahnpasta von Marvis, Abschminkwasser von Bioderma und eine Gesichtscrème vom Embryolisse. An einem verregneten Nachmittag machte ich kurz Halt in einem Modegeschäft und fand in nur wenigen Minuten genau diese beiden Arten von Trenchcoats, die ich schon lange suchte. (Navy und fließend sowie schwarz und klassisch.) Einkäufe très parisiennes.

Die Supermärkte Frankreichs sind wahre Goldgruben und wenn man etwas Zeit mitbringt, kann so ein Groceryshopping ganz schön ausarten. Die besten Kekse von Bonne Maman liegen schon längst als Krümel irgendwo auf den Spielplätzen der Stadt (dabei esse ich sonst kaum Cookies). Die Olivenseife von Le petit Marseillais wird mich für alle Zeiten an Paris erinnern. Schon vor Jahren benutzte ich sie in einem Apartment und seitdem kommt immer eine Flasche mit nach Hause. (Oder der Mann bestellt eine ganze Ladung als Geburtstagsgeschenk.) Genauso auch wie das Waschgel Génie, das mir schon gegen so vielen Essensflecken und allem, was Kinder so anstellen können, half.

Métrotickets, die mich an unsere abenteuerlichen Métrofahrten erinnern. Métrofahren mit Kinderwagen ist keine gute Idee! Die Visitenkarte des Café Kitsuné, das im Palais Royal beherbergt ist und auch so cliché ist. Doch der Ort und der gute Cappuccino entschädigen das. Eine Eintrittskarte von einem kostenpflichtigen Spielplatz im Jardin du Luxemburg, der nicht nur Anton sehr viel Freude bereitete, sondern auch uns.

Alles Erinnerungen an nicht einmal vier ganze Tage in Paris.

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