den Augenblick erkennen, den Moment erleben

1. April 2016

gelebt


Dieser März, was bin ich froh, dass er vorbei ist. Ich hatte einen so intensiven Lateinintensivkurs an der Uni, dass die Tage nur so an mir vorbeizogen. Kurz vor Ostern dann die Erlösung: die letzte Klausur und die Abgabe der Hausarbeit. Und endlich, endlich kann der Frühling bei mir einziehen.


gelebt: Ja, diese Lateinklausur war für mich persönlich eine echte Herausforderung. Nachdem ich im Februar an meinen freien Vormittagen eine unliebsame Hausarbeit geschrieben hatte, musste ich mich nun im März der nächsten Herausforderung im Studium stellen. Ein vierwöchiger Intensivkurs in Latein, in der man innerhalb dieser kurzen Zeit die Inhalte verinnerlichen sollte, die Gymnasiasten innerhalb von vier Schuljahren lernten. Wahrscheinlich bin ich während meines gesamten Studiums noch kein einziges Mal so an einer Aufgabe verzweifelt wie an dieser, doch am Ostersamstag kam dann die entscheidende und erleichternde Email: BESTANDEN!!! Mehr als nur ein Felsbrocken ist von meinem Herzen heruntergeplumpst, ich hatte Tränen vor Glück und Freude in den Augen und bin erstmal durch die Straßen Mainz’ gehüpft. (Dabei geht es mir gar nicht darum, dass ich Latein per se furchtbar finde. Nur das Lernen innerhalb eines Stundenplans, der schon gut gefüllt ist, mit Veranstaltungen, die einem gefallen, das über ein Jahr hinweg, der Verzicht auf Fernsehabende, um dann nur die Hausaufgaben zu schaffen, aber keine Zeit zum Lernen zu haben und das alles mit Kind…)
Nach dieser Email konnte ich endlich durchatmen. Drei echte Ferienwochen lagen vor mir. Drei Wochen, in denen ich mal nicht Studentin bin, sondern mich noch besser auf Anton konzentrieren kann, auf das Baby in meinem Bauch, auf Ausstellungen, die Blogs, spazieren gehen kann und alles machen werde, was ich so lange vor mir herschieben musste (ja, auch die Steuererklärung).
Die Nachmittage im März waren dennoch voll von schönen Kleinigkeiten. Ich war nicht viel unterwegs, damit ich abends genug Power zum Lernen hatte, aber Anton und ich hatten auch so eine gute Zeit. Wir genossen die Sonnenstrahlen auf dem Spielplatz, gingen viel spazieren und schauten häufig bei der nächstgelegenen Waschanlage vorbei. 
Ich trug wieder häufiger Lippenstift, um nicht so falls auszusehen, arbeitete wieder im Museum und kaufte viel für unser Baby ein. Ich bekam viele Blumen und einige Päckchen zugeschickt, die mir den Alltag so versüßten. Wir feierten Ostern und beschäftigten ein überdrehtes Kind unter Zuckerschock.

gegessen bzw. gekocht und gebacken: Jede Menge Erdbeeren, Schokoosterhasen und Eis.
ausgegangen: In einer der Einkaufsstraßen von Wiesbaden gibt es das Eckcafé Café Latte Art, das leckere herzhafte Waffeln und unglaublich guten Erdbeer-Rhabarber-Pie anbietet. Und ich bin süchtig nach den Falafel Sandwiches von Mister Falafel in Mainz. Das ist ein kleiner Imbiss in der Lotharstraße mit sehr wenigen Steh- und Sitzplätzen und so unglaublich leckeren Falafel.
geklickt: Aurélie Lécuyer macht einfach die schönsten Momentaufnahmen, das Rezept für gefüllte Conchiglioni auf Mummy Mag, das spannende Interview von Indre Zetzsche mit Kerstin Reilemann (Snug.Studio), Steffis Antworten darauf, was so toll am Elternsein ist, Ktinka findet, dass wieder mehr gebloggt werden sollte
gelesen: Nachdem ich die Hausarbeit abgegeben hatte, habe ich direkt die Bücher aus den Regalen auf mein Nachtisch gelegt. Aktuell lese ich: Die Chefin verzichtet von Max Goldt
gesehen: Monuments Men
gemacht: Fotos und Videos, Ostereier mit Kurkuma und Rotkohl gefärbt, Antons Osterkorb
gereist: Wiesbaden. Immer wieder bin ich fasziniert, wie schön diese Stadt doch ist. Wir waren einige Male dort spazieren oder haben uns mit Freunden getroffen. Im Rheingauviertel und im Westend gibt es viel Altbauten mit wunderschönen Hausfronten. In der Gegend um den Dürerplatz und am Neroberg stehen viele große Villen. Jedes Haus ist irgendwie einzigartig und hat etwas, das einen stehen bleiben lässt.
gekauft: viel Babykleidung, Geschenke für Freundinnen und für Babys, die bald auf die Welt kommen werden
gedacht: Was ich für tolle Freunde doch habe.
geärgert: über Kopfschmerzen
gefreut: Über die ersten Sonnenstrahlen.
geliebt: Endlich, endlich Zeit zu haben!!












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