den Augenblick erkennen, den Moment erleben

1. November 2015

gelebt


Oh Oktober, ich fand' dich ziemlich gut. Du hattest ein paar Kanten, aber sonst lief es doch ziemlich rund mit uns. Und deine Farben.

gelebt: Ich habe wieder gemalt und fotografiert, gebastelt und Blätter gesammelt. Wir waren krank, wir alle, und wir blieben an vielen Tagen zu Hause. Es ging für uns auch wieder in die Notaufnahme und konnten aber glücklicherweise ziemlich heile wieder nach Hause fahren. Meine Friseurin hat mir viel zu viele Zentimeter meiner Haare abgeschnitten und ich bin mit einer neuen Frisur aus dem Haus gegangen. Das Wintersemester startete und ich habe viel Input bekommen. Ein Date mit einer Instagram-Freundschaft aus Berlin. Ein Tagesausflug nach Mannheim tat so richtig gut. Und unser Urlaub auf Kreta war der perfekte Ausgleich für die stressigen Wochen, die wir vorher hatten.
gegessen bzw. gekocht und gebacken: Zitronen-Minz-Rosotto, Ziegenkäse mit Honig und Feigen
ausgegangen: mit den Müttern unseres "Babytreffs" ganz ohne Kinder in Ruhe im Lomo essen gegangen, weekly Coffeefamiliydates im Baristaz, ein Kaffeedate mit wunderschöner Nachricht im Baron, und kennt ihr das Café Flo in Mannheim? Das ist eine Institution. Mit Blick auf den Wasserturm schaut man sich bei einem leckeren Cappuccino und einem Croissant fancy Leute und Normalos an, die an ihrem Glas Pastis nippen und sich über wichtige Dinge unterhalten.
geklickt: Ich habe Lust auf Paris. Ach echt?! Ja, und nachdem die Mädels von tactually mit ihrem Spaziergang im Pariser Westen meinen Kopf ganz wirr gemacht haben, muss ich hin. Das Café Jane kommt auf meine Liste. Für schöne Bilder klicke ich gerne durch die Webseiten von Daniell Farò. Egal ob auf Instagram, Pinterest oder Blog. Gefunden über Kooye mit diesem Artikel (auch sehr schönes Packaging Design). ktinka mag ich gerade auch sehr. Endlich mal ein richtig schönes Blog. Nicht zu viel, keine Produktplatzierungen, schöne Geschichten.


gelesen: Amphitryon von Kleist und von Molière, Das dreizehnte Kapitel von Martin Walser, und diese beiden Bücher 
gesehen: Glanz und Elend der Kurtisanen im Spiegel der Malerei auf arte
gehört: das Lied Human in der Coverversion von Silje Nergaard (eine Sängerin, die mir früher sehr viel bedeutet hat)
ausgestellt: Endlich wieder. Im Städel sogar angestanden und die beiden Ausstellung Die 80er und Dialog der Meisterwerke gesehen. Wieder total fasziniert von Middendorfs Electric Night (1979). Diese Farben! Wie viele Farbschichten da wohl stecken? Und überrascht von Christa Näher. Ich mochte auch die Zimmeransichten von Vilhelm Hammershøi.
gemacht: eine Käse-Mäuschen-Laterne für den Sankt-Martins-Umzug für Anton gebastelt, Geburtstagsgeschenke für den kleinen Mann eingepackt, Fotoshootings, eine Karte an den Weihnachtsmann (eine Tradition!), mit Aquarellfarben gemalt, Adventskalender.
gereist: ein Tagesausflug nach Mannheim, um Freunde zu treffen, Kreta
gekauft: Ein gestreiftes Basicshirt. Und einen Rollkragenpullover. (Das letzte Mal trug ich einen als ich ein Kind war.) Das beste Stylingprodukt für die Haare. Und dieses tolle Shampoo. 
gewünscht: Gesundheit


gedacht: Eine Freundin hat mich für ein Uniprojekt gefragt, was für mich ein Bild ist. Ich habe viel darüber nachgedacht, das Video gedreht und weiter darüber nachgedacht. Es ist spannend, sich mit einer vermeintlich banalen Ausgangsfrage zu beschäftigen, mit anderen darüber zu sprechen und auf Ergebnisse zu kommen.

Ich habe auch viel darüber nachgedacht, was für mich Freundschaft bedeutet. In den letzten Jahren sind einige Menschen gekommen und gegangen, manche dageblieben. Selten war ich enttäuscht, manchmal traurig, hin und wieder habe ich mich geärgert. Aber so ist ja das Leben. Nicht nur man selbst verändert sich, sondern auch die Beziehungen. Bei den guten, echten Freundschaften aber weiß ich umso mehr zu schätzen, was ich an ihnen habe. Ein richtiger Austausch, wahre Anteilnahme und Wertschätzung.

Die Femtastic Ladies thematisierten in der letzten Woche den weiten Begriff der Inspiration. Was ist für mich Inspiration, wie setze ich sie um? Die Artikel haben ich mich dazu inspiriert, über das Thema nachzudenken und natürlich auch noch mehr Lust auf Paris zu bekommen. Denn gerade in dieser Stadt beginnt mein Kopf zu brummen. Ich zehre auch noch monatelang davon. Aber natürlich erhalte ich auch in den kleineren Städten in unserer Umgebung sowas wie Inspiration, auch bei einem Waldspaziergang, in einer Ausstellung, oft auch durch Gespräche. In der ersten Semesterwoche merkte ich auch, wie ich plötzlich wieder mehr Lust auf Wissen und Literatur hatte, dass ich wieder schreiben wollte und ich manchmal nicht gut einschlafen konnte, weil ich vor lauter Gedanken keine Ruhe finden konnte.


gefragt: Warum sich manche Menschen so unregelmäßig melden, warum der Urlaub denn viel zu schnell vorbei ist und warum in Mainz viele Geschäfte samstags schon um 16 Uhr schließen.
geärgert: Dass viele interessante Veranstaltungen an der Uni nur abends stattfinden und ich somit nicht daran teilnehmen kann.
gefreut: Über das Paket von Niche Beauty, über die gelben Blätter, über Besuch, der Stückchen mitbringt, Freunde zu treffen, eine tolle Espressobohnensorte gefunden zu haben und ein Event im Städel im November (wer ist dabei?).
gewünscht: Eher materielle Wünsche, weil ich ansonsten ziemlich zufrieden bin. Spielplatztaugliche Stiefel, schwarze Chelsea Boots ohne Absatz, ein warmer Pullover, eine Vase für große Blumensträuße.
geliebt: Ein zufriedenes Kind, dass mit mir kuscheln möchte.

Und wie war euer Oktober? Habt einen schönen November!









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