den Augenblick erkennen, den Moment erleben

23. November 2015

das Gute im November


Der November ist gut. Und dabei vergesse ich nicht diese unheimlich schlimmen Ereignisse in Paris, die bleiben in meinen Gedanken. Ich möchte hier aber über die guten Dinge schreiben, die Dinge, die mir Freude bereiten. 


Der Wonderbalm von Percy & Reed ist wirklich ein Wunderding. Ich verteile es nach dem Haarewaschen in die handtuchtrockenen Haare, kämme diese noch einmal durch und föhne bzw. trockne sie dann an der Luft. Die Haare riechen toll, haben zwei Tage einen guten Schwung und nichts klebt. Perfekt! Kaufe ich immer wieder nach.

Die Körpercrème rose aurore von L'Occitane (ähnliche hier) war ein Geschenk meines Vaters an mich. Ich habe mich riesig gefreut! Nachdem meine Haut aber vor einem halben Jahr nicht so gut darauf reagierte, stellte ich sie ins Badezimmerregal zurück. Jetzt aber, nach einem erneuten Versuch, kann ich sie wärmstens weiterempfehlen. Ich liebe sie. Meine Haut zickt nicht mehr, die Crème zieht schnell ein und die Haut ist ganz weich.

Was den Herbst auch ganz schön macht: Domino mit der Familie spielen. Diese wunderschönen Steine hat Anton zum Geburtstag geschenkt bekommen und das Spiel füllt (gemeinsam mit Memory und Puzzle) unsere Nachmittage.


Kaschmirsocken wärmen meine Füße. Die Qualität ist leider unfassbar schlecht, sie fusseln ganz stark, aber sie halten warm und sind ganz weich. To do für diesen Winter: noch weitere Sockenpaare in guter Qualität kaufen.


Noch mehr Beauty: Jeden Tag begleitet mich die Tinted Lipbutter von Korres im Farbton Rose. Ich liebe diesen pflegenden Lippenstift, weil er die Lippen wirklich gut mit Feuchtigkeit versorgt. Gleichzeitig verleiht er ihnen ein wenig Farbe. Perfekt auch, wenn ich schon einen Lippenstift draufhabe und die Farbe etwas auffrischen möchte. Das geht ganz ohne Spiegel. Die Farbe Purple möchte ich auch noch haben. (Oder die Tinted Lipbalms von Ilia.)

Endlich wieder rote Nägel. Nachdem ich fast ein Jahr lang nur Klarlack trug, nehme ich mir wieder Zeit, um die Nägel rot zu lackieren. Mein Lieblingsnagellacke sind von L'Oréal und Essie. Und immer kirsch- bis blutrot.

Bei einer Bestellung bei Niche Beauty, bei der ich zu viel Geld ausgegeben habe, die mich aber ziemlich glücklich gemacht hat, sind auch drei Produkte in Probiergröße mitgekommen. Enzympeelings und Seren, die meine Haut ganz rein und weich machen sollen. Zwei Mal die Woche mache ich nun eine kleine Pause und tue meiner Haut etwas Gutes.


Der November ist auch gut mit seinen Glücksfundstücken. In unserem Ort gibt es einen Regalflohmarktladen, in dem ich regelmäßig vorbeischaue. Auf Flohmärkten bin ich oft überfordert, weil alles so verkruschelt ist und ich keinen Überblick habe. In dem Laden finde ich an manchen Tagen gar nichts, an anderen gehe ich mit vollen Taschen hinaus. Ich liebe kleine Ledertäschchen und habe doch tatsächlich nicht nur eine gefunden. Eine Schultertasche, die in wenig abgegriffen aussieht, die aber einen ganz tollen Farbton hat. Jetzt werde ich nur noch in einer DIY-Aktion eine Metallkette mit Karabinern befestigen, damit ich sie auch wirklich tragen kann. Die Lederrolle aus butterweichem Leder nutze ich für meine Pinsel und nehme sie auf meinen Reisen mit.


Und noch etwas, das meinen November sehr gut macht: ich lese wieder. Nicht nur für die Uni, sondern auch für mich. Ich lese Texte und Bücher, die mich interessieren, lerne und entdecke Verbindungen. Wie zum Beispiel letzte Woche. Im Buch über die französischen Impressionisten werden natürlich auch die Seerosen von Monet erwähnt. Ich habe das monumentale Gemälde Der Seerosenweiher vor ein paar Jahren in der Fondation Beyeler in Basel gesehen. Ich saß lange auf der Bank und schaute das Gemälde an, in einer beinahe sakralen Stimmung. Und es packte mich so sehr. Im Buch wird Mallarmé erwähnt. Ein Band mit gesammelten Werken von Mallarmé steht schon lange in meinem Bücherregal. So ein schönes Buch. Aber ich hatte keinen Bezug zu diesem Schriftsteller. Und nun wurde eine Verbindung hergestellt. Wie schön Mallarmé schreibt. Ich lese sein Prosagedicht "Le nénuphar blanc" mehrmals durch, auf französisch und auf deutsch. Es tut so gut, auch wieder französisch zu lesen. (Das mache ich nun regelmäßig.) Mallarmé schreibt (in sehr, sehr langen Sätzen):

Résumer d'un regard la vierge absence éparse en cette solitude et, comme on cueille, en mémoire d'un site, l'un de ces magiques nénuphars clos qui y surgissent tout à coup, enveloppant de leur creuse blancheur un rien, fait de songes intacts, du bonheur qui n'aura pas lieu et de mon souffle ici retenu dans la peur d'une apparition, partir avec: tacitement, en déramant peu à peu sans du heurt briser l'illusion ni que le clapotis de la bulle visible d'écume enroulée à ma fuite ne jette aux pieds survenus de personne la ressemblance transparente du rapt de mon idéale fleur.

Mit einem Blick die keusche Versunkenheit in dieser weiten Einsamkeit umfassen und, wie man zur Erinnerung an eine Stätte eine der zauberhaft geschlossenen Seerosen pflückt, die unvermittelt aufsteigen und mit ihrer weißen Tiefe das Nichts eines unberührten Traums umschließen, eines Glücks, das es nie geben wird, und meines Atems, den ich anhalte aus Furcht vor einer Erscheinung, mit ihr davonfahren: schweigend ganz langsam fortrudern ohne die Verzauberung durch einen Ruderschlaf zu durchbrechen, und ohne dass ein Geplätscher der in meiner Flucht sichtbar aufsteigenden Schaumblasen das schimmernde Gleichnis meines Raubes einer idealen Blume vor unvermutet nahende Füße spült.

Und ich sehe mir immer wieder Abbildungen von Kunstwerken an und trainiere ein bisschen mein Gedächtnis.


Ich habe ja bereits geschrieben, dass es gerade so richtig im Kopf rattert. Glücklicherweise gibt es auch viel Gutes, das mich zum Nachdenken anregt.

Wie geht es euch? Was macht euch im November glücklich?

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