den Augenblick erkennen, den Moment erleben

31. Juli 2015

gelebt


Heute Morgen, mit dem Kaffee in der Hand, kann ich ganz in Ruhe diesen Rückblick fertigschreiben. R U H E. Dieses Gefühl, einfach nur schreiben zu können, das ist großartig. Denn Anton ist noch bei meinen Eltern und ich habe wenige Stunden, bis ich ihn wieder abhole.


gelebt: Und das Beste gleich zu Beginn. Gestern habe ich eine mündliche Prüfung gehabt und die Ergebnisse der ersten beiden Klausuren zurückbekommen. Ich könnte zufriedener nicht sein und bin vor allem erleichtert, dass der nächste große Batzen hinter mir liegt. Und ich habe Latein bestanden, wie cool ist das denn?! :) Man ahnt es also, dass ich in den letzten Wochen wieder viel am Schreibtisch saß und Latein, Spätantike Buchmalerei und Literatur-/Gattungstheorie gelernt. Die tollen Noten habe auf einem kleinen Grillboot auf dem Main gefeiert und auf einem kleinen Event im Liebighaus, Frankfurt. Wir waren für ein paar Tage bei meinen Eltern und ich habe zwar kaum etwas anderes gemacht als zu essen und zu lernen, aber zwei Auszeiten hatten wir dennoch. Ich traf meine "älteste" Freundin, die ich höchstens ein Mal im Jahr sehen kann. Wir hatten ein wenig Zeit zum reden, während unsere Kinder gespielt haben. Und dann traf ich einige alte Freundinnen und es war sehr schön, alle wieder zu sehen. Mit der Familie meines Freundes verbrachten wir einen tollen Tag in Wiesbaden, haben unglaublich gut gegessen.
gegessen bzw. gekocht und gebacken: ein megagroßes Schnitzel
ausgegangen: mehrere Ausstellungseröffnungen - es ist so besonders, wenn man abends unterwegs sein kann :)
geklickt: Garances Text über die kleinen Reisegrößen von Kosmetikartikeln ist köstlich, meine Freundin Lisa liebt Südtirol und schreibt diese Woche über die Südtiroler Leit und ihr Glump, der Künstler Titus Schade im Interview mit Freunde von Freunden
"Ich mag es nicht, Vorgaben zu Lesarten zu machen oder Anleitungen zu stricken. Dabei interessieren und inspirieren mich die verschiedensten Dinge. Ich versuche Sekundärmaterial, wie z.B. Fotos, so weit wie möglich aus dem Schaffensprozess fern zu halten. Ich vertraue dem Bild und dem Medium Malerei."
gelesen: The murder of Roger Ackroyd von Agatha Christie, Mac Beth von Shakespeare
gesehen: Ema auf der Treppe - Gerhard Richter, eine Dokumentation über eines der berühmtesten Gemälde von Gerhard Richter; Klee, Macke, Marc und Delaunay, eine Doku über die spannende Zeit in der Geschichte und vor allem der Augenmerk auf Delaunays Wirkung
ausgestellt: In diesem Monat hatte ich die Möglichkeit, viel zu sehen. Holy Shit! im ruelle Raum in Mainz, die Eröffnung der Ausstellung Vom Verbergen im MAK Frankfurt, Doug Aitken in der Schirn, Globale im ZKM Karlsruhe 
gemacht: Geschenke verpackt
gereist: nach Karlsruhe und Frankfurt. Wieder nichts Besonderes, aber für meine kleine Auszeit genau richtig. 
gekauft: die perfekte Bluse und ein hellblauer (!) oversized Mantel
gewünscht: einen immerwährenden Spender mit gutem Kaffee
gedacht: Alles geht. Immer. Irgendwie. 
geärgert: über meine Prüfungsangst. So unnötig, aber bei mündlichen Prüfungen immer noch unvermeidbar.
gefreut: Über die bestandenen Prüfungen, über den frischen Wind, über lackierte Fingernägel, über die kommende etwas freiere Zeit, über die Eichhörnchen in den Bäumen vor unserem Haus, über meinen Freiberuflichkeits-Status, über zwei wunderbare Nebenjobs, dass ich manche Freunde bald wieder sehen kann.
geliebt: meine Männer.

















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