den Augenblick erkennen, den Moment erleben

1. Juli 2015

gelebt


Mensch, der Juni ist schon wieder rum und das erinnert mich doch ziemlich stark daran, dass das Jahr bald auch wieder vorbei ist - Semesterferien, Urlaub, Semesterstart, Antons Geburtstag, Weihnachten und dann ist das Jahr schon wieder rum. Puh. Es erinnert mich nur daran, aber ich genieße natürlich die Zeit, in der wir gerade stehen. Und der Juni war intensiv und schön.

gelebt: Das Studium hatte mich voll im Griff, drei Wochen lang habe ich mich verkrochen und intensiv gelernt, mich in die Themen P. W. Lewis, die Vortizisten und Willi Baumeister eingelesen, Latein etwas vernachlässigt, um es nach den Referaten wieder aufzugreifen. Es war ein harter Monat, weil zu wenig Zeit war für all die Aufgaben, die ich in diesem Semester habe und zu vielen Nachschichten. Nach sechs Tagen mit nur jeweils fünf Stunden Schlaf brauchte ich ein Tag Pause. Aber die einzelnen Auszeiten, vor allem mit der Familie waren umso schöner.
Ein Einkaufsbummel in Wiesbaden. Spielplatzbesuche und ein Kind, das hohe Gerüste erklettert. Das Baby einer guten Freundin sehen. Und sie als Mutter. Mit Freunden seit langer Zeit wieder einmal telefonieren. Selbstgemachte Post aus Berlin bekommen. Ein Familiengeburtstag. Ein Tag im Garten von Antons Großeltern verbringen. Kaffee und Kuchen auf dem Gartenfeldplatz-Fest. Im Zoo die größte Rutsche ausprobieren. Die erste eigene Rose aufblühen sehen. Lisa und Lisa endlich wieder sehen. Am Rhein picknicken. Eine gute Freundin mit dem Sohn in Frankfurt wieder treffen und dabei ein neues Café entdecken. Der Duft von frischgebackenem Brot.
gegessen bzw. gekocht und gebacken: Scones und Kräuterbrot gebacken, seit über einem halben Jahr wieder einen Döner gegessen (zur Feier, nach dem letzten Referat)
geklickt: Tipps für ein Bewerbungsschreiben bei Edition F, diese &Other Stories Bluse (ja oder nein?), nächster Buchkauf, die Künstlerin Jo Baer, Kamera Tipps von Lichtpoesie und der Online Shop Horses Atelier mit so schönen, schlichten Teilen
gelesen: Kunst hassen von Nicole Zepter
ausgestellt: Monet und die Geburt des Impressionismus im Städel Frankfurt und die Sammlung der Kunst der Moderne, die Sammlung des Museums Wiesbaden, die Ausstellungen Imagine Reality zur Ray Fotografie Triennale im MMK1 und im MAK Frankfurt, Nicht ohne meinen Wimpel im ruelle Raum Mainz
gemacht: Antons Zimmer ein bisschen umdekoriert, Regale ausgeräumt und die Babysachen in den Keller verfrachtet (endlich!)
gereist: ein bis zwei Mal pro Woche in Frankfurt gewesen und dort sehr schöne Stunden verbracht, gedanklich war ich in Paris und auf Mallorca
gekauft: eine Kette auf dem Flohmarkt (hui), Fund des Monats: zwei Paar Ledersandalen für Anton im tollen, kleinen Second Hand Laden Fliegenpilz in Wiesbaden
gewünscht: eine Reise nach Berlin (Ausstellung ImEx, Menschen besuchen, House of Small Wonder sehen, auf dem Flughafen Tempelhof spazieren gehen) 
gedacht: Mit der eingeschlagenen Richtung werde ich es in meinem zukünftigen Berufsleben nicht immer leicht haben. Ich mache mir viele Gedanken darüber, was es für mich heißt, dass ich Mutter bin und in Kunstbetrieben arbeiten möchte. Aber ich glaube an das Leben, an das Wissen und an glückliche Zufälle. Man wird sehen. 
geärgert: über das Bürgeramt - schon so viele Stunden habe ich darin verschwendet
gefreut: Wenn man das perfekte Buch für seine Hausarbeit findet. Über den Ausweis der Frankfurter Unibib und eine leere Kunstgeschichtsbibliothek in Frankfurt mit vielen Büchern, an die man sonst nicht kommt. Über drei Emails, die mich in den letzten Wochen erreicht haben. Peu à peu werde ich davon berichten.
geliebt: Mittagslunch- und Kaffeedates mit dem Mann in Frankfurt

In meinem Kalender stehen schon viele Termine für den Juli an - es geht also so weiter. Aber ich freue mich so sehr über diese vielen kleinen Ausflüge, Begegnungen und das langsame Erreichen von Zielen.

Habt einen schönen Juli!






















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