den Augenblick erkennen, den Moment erleben

18. Juni 2015

getagträumt nach Paris


Als mein Freund für ein paar Tage geschäftlich unterwegs war und ich wieder einmal und ganz ungewohnt abends alleine zu Hause war (Anton schlief schon), hatte ich einen Tagtraum. Ich weiß nicht, woher ich die Zeit nahm und wie ich auf einmal sitzend, völlig in Gedanken vertieft abschweifen konnte. Wirklich, ich habe schon lange nicht mehr getagträumt. Nach Freud ist dieses Phantasieren im Erwachsenenalter ja ein Trieb der unerfüllten Wünsche, um eine Korrektur mit der "unbefriedigenden Wirklichkeit" zu vollziehen. Mit dem Zitat endet jedoch die Gemeinsamkeit mit Freuds Theorie, denn das Phantasieren wird in diesem Fall nicht von dem Wunsch nach Selbsterhöhung oder nach Trieberfüllung geleitet. Naja.

Dieser Tagtraum ist meines Erachtens ganz einfach zu entschlüsseln: es ging um Paris. Tatsächlich hatte ich seit der Paris-Woche hier auf dem Blog keine Entzugserscheinungen mehr und ich vertiefte mich derart in die Studieninhalte, dass ich kaum Sehnsüchte nach neuen Orten verspürte. Aber dann, eben für mich ganz plötzlich, träumte ich meinen Freund und mich nach Paris. Und obwohl ich Anton immer gerne um mich und uns habe, durfte dieser bei den Großeltern bleiben. Zu stark hatte ich noch den Eindruck unseres letzten Festivitäten-Besuchs im Hinterkopf, an dem wir nicht einmal unseren Kaffee leertrinken konnten, weil sich jemand partout nicht für unsere interessante Umgebung begeistern ließ. Und da gibt es ja auch ein paar Dinge, die man in Paris ganz wunderbar zu zweit machen kann. So hängt mir dieser Tagtraum noch ein wenig nach und erfüllt mich mit dieser ganz typischen Sehnsucht nach dieser Stadt, ganz gleich ob mit ganzer Familie oder als Pärchen.

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