den Augenblick erkennen, den Moment erleben

22. März 2015

Paris in meinen Gedanken: ein Rezept für französische Croissants


PARIS in meinen Gedanken - eine Woche lang teile ich meine Sehnsucht nach der wunderbaren Stadt mit euch. 
Ständig sammle ich Links und Berichte und stelle nun eine Auswahl davon zusammen. 

Hui, so schnell ist diese Woche vergangen. Habt ihr auch so Lust auf diese Stadt bekommen? Meine Sehnsucht ist ja noch viel größer geworden. Ich habe in meinen Semesterferien noch eine freie Woche und vielleicht haben wir ja tatsächlich wieder die Gelegenheit, nach Paris zu fahren. Oder ich klicke mich zumindest durch alle Webseiten, kaufe ein neues Plakat und kleide mich à la Française :)

Wisst ihr, was ihr unbedingt machen müsst, wenn ihr in Paris seid? Kauft euch ein frisches Croissant, setzt euch auf eine Parkbank und genieeeeeßt es. Oder kauft euch ein frisches Pain au Chocolat. Ich habe noch nie in meinem Leben bessere Croissants gegessen als in Paris. Der Teig ist buttrig und fluffig ohne allzu fettig zu sein, beim Reinbeißen blättert nicht die Hälfte ab und sammelt sich in den Haaren oder im Schal und man braucht einfach nicht viel mehr für ein gutes Frühstück. Naja, vielleicht noch einen leckeren Kaffee und einen frischgepressten Orangensaft. In Deutschland esse ich überhaupt keine Croissants, mit wenigen Ausnahmen schmecken sie mir alle zu fad, trocken, zu blättrig und zu krümelig, irgendwie ein bisschen wie Pappe. Und so hat es sich etabliert, dass ich mir jeden Tag in Paris mindestens ein Croissant (und manchmal eben auch ein Pain au Chocolat) gönne. Das reicht vollkommen, macht mich satt (und rund) und ist einfach nur köstlich.

Da ich so selten gute Croissants in Deutschland finde, habe ich mir als Nicht-Bäckerin gedacht, dass ich das doch einfach mal ausprobieren sollte - das Croissantsselbstbacken. Und nach kurzem Stöbern im Netz bin ich auch auf ein französisches Rezept gestoßen. Paah, so einfach war das gar nicht, bzw. einen Haufen Arbeit hat es mir gemacht. Aber manchmal ist es eben so, wenn man sich etwas in den Kopf gesetzt hat.

Ich habe das Rezept, so wie es Aurélie nach Lenôtre backt, übernommen und die Hälfte des Teiges gemacht. Dabei sind bei mir elf Mini-Croissants rausgekommen, die einen beim meisten Willen nicht satt machen. Die aber ziemlich köstlich sind! Also, die ganze Arbeit lohnt sich, dennoch sind sie nicht so die typischen Pariser Croissants.


Der Teig ist nicht unkompliziert und es dauert mehr oder weniger den ganzen Tag, bis man endlich in ein frisch gebackenes Croissant reinbeißen kann. Aber dennoch ist es zu schaffen, wenn man alle Schritte sorgsam nacheinander macht.


Also hier Schritt für Schritt zu leckeren Croissants:

Der Teig
//  (1) Die frische Hefe mit dem lauwarmen Wasser in einem kleinen Schälchen vermischen.
// (2) In einem weiteren kleinen Schälchen Salz und Zucker mit einem EL Milch vermischen.
// (3) In einem kleinen Topf die Milch, das Wasser und die Butter erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist.
// (4) In einer Schüssel das Mehl einschütten, eine Mulde in der Mitte formen und zunächst die (2). Mischung, dann die (3). und zum Schluss die (1). Mischung Einführung und kneten. Ich knete immer mit der Hand. Der Teig war etwas zu klebrig und ich schüttete ein wenig Mehl nach.
// Den Teig mit einem feuchten Tuch überdecken und eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Ich habe dafür den Backofen auf 50 Grad vorgeheizt, dann die Tür etwas offen gelassen und die Schüssel dort für eine Stunde reingestellt.

// Bei mir hat sich der Teig nicht verdoppelt, doch ist er gut aufgegangen. Nach dieser Stunden wird der Tag leicht angepresst und dann für zwei Stunden in den Kühlschrank gestellt. Auch hier sollte der Teig noch etwas aufgehen.

Das Tourieren
// (5) Die Butter (kalt bis zimmerwarm) zwischen zwei Blättern Backpapier mit einem Nudelholz zu einem 1 cm dicken Viereck rollen. Das klappte viel besser als gedacht.
// Den Teig auf die doppelte Größe der Butter rollen und die Butter mittig darauf platzieren. Dann müssen die Seiten des überstehenden Teiges auf die Butter geklappt werden und daraufhin das Päckchen nur der Länge nach ausgerollt werden. Das eine Ende wird zu 2/3 nach oben geklappt und das obere Drittel auf die beiden Schichte runter. Dieses Paket muss für eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

// Danach muss es um 90 Grad gedreht und wieder der Länge nach ausgerollt werden. Nach dem Zusammenklappen in ein dreimaliges Päcken wie oben, kommt es wieder für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Diesen Vorgang wiederhole ich dann noch einmal.

// Zu guter Letzt wird das Päckchen noch einmal gedreht und wieder der Länge nach bis auf ca. 3 mm ausgerollt. Aus dem Teig werden nun Dreiecke ausgeschnitten. Von der breiten Seite aus werden die Teigdreiecke zur Spitze gerollt und auf ein Backblech gelegt.
// Nach einer weiteren halben Stunde Gehzeit an einem warmen Ort, müssen sie nur noch für 20 Minuten im vorgeheizten Backofen (180 Grad) gebacken werden.


Ich habe ein paar der gerollten Teigrohlinge in die Gefriertruhe getan und gestern Morgen zum Frühstück gebacken. Das hat bestens funktioniert! Stellt euch vor, am Wochenende leckere, selbstgebackene Croissants zu essen. Wunderbar, oder? Ich habe sogar zum ersten Mal ein Croissant in den Kaffee getunkt und sogar das schmeckt sehr gut. Und dennoch, auch die selbstgemachten Croissants kommen nicht an die französischen ran. Mmmh....bon appétit!



Kommentare:

  1. Probier mal ein Croissant im l'art sucré in Wiesbaden, die erinnern sehr an Frankreich und enttäuschen nicht! Liebe Grüße

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    1. Liebe Julie, danke für den Tip! Bisher habe ich dort nur Pralinen gegessen :) Ich werde es beim nächsten Mal ausprobieren. Alles Liebe.

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