den Augenblick erkennen, den Moment erleben

2. März 2015

gelebt


gelebt: Krankheit und Lernen. Kennt ihr vom letzten Bericht, ne?! Ja, so ähnlich sah es wieder bei uns aus. Mit ganz viel Familie. Anton rutschte an einem Nachmittag aus, stieß mit seinem großen Kopf gegen einen Griff und erbrach sich eine Stunde später. Tja, das hieß für uns also, ins Krankenhaus zu fahren, eine Nacht dort zu bleiben und am nächsten Tag mit der Diagnose: Gehirnerschütterung heimzufahren. Anton geht es gut! Es ging ihm die ganze Zeit gut. Und wir langweilten uns sehr im Krankenhaus. Diese Stunden im Krankenhaus waren für mich hart. Ständig nach Informationen fragen, zu wenige Auskünfte erhalten, warten müssen. Zu Hause angekommen merkte ich, wie eine Last von mir abfiel. Am nächsten Tag lagen mein Freund und ich mit verdorbenem Magen im Bett und versuchten Anton mit Büchern zu beschäftigen. Nach einer kurzen Pause ging es zu meinen Eltern, wo Anton gut versorgt und umsorgt wurde und ich innerhalb knapp 48 Stunden 17 Seiten der ersten Hausarbeit schreiben konnte. Mit der zweiten Hausarbeit komme ich auch gut voran, muss aber unter Zeitdruck noch einiges schreiben. Dazwischen gab es viel Zeit mit meinen Eltern und meinem Bruder. Ich genoss die Tage bei meinen Eltern, aß gut, schrieb viel, spielte mit Anton. Und dann folgten drei Feiern mit der Familie. Ich hatte gute Telefongespräche mit Freunden und bekam wunderbare Emails, ich freute mich über ein interessantes Gespräch und besuchte das unglaublich coole Büro, in dem eine Freundin arbeitet. Es gab manchmal ein Hin und Her der Gefühle, wenn ich an einem Tag zum Beispiel die Absage für den wirklich wichtigen Latein-Kurs im nächsten Semester bekam und dann am nächsten Tag das Programm für eine spannende Fortbildung geschickt wurde. Ich machte mir nach Wochen des Vormirherschiebens endlich einen vorläufigen Personalausweis, um endlich einen neuen Handvertrag abschließen zu können. Und Fastnacht feierten wir auf dem Umzug direkt vor unserem Haus. Ich als Faschingsmuffel.
getrunken: Gin Tonic, Weißweinschorle, ein alkoholfreier Cocktail von meinem Bruder als Lernstärkung gemixt, Kaffee! Ganz viel Kaffee, weil ich mich gerade mit unserer Siebträgermaschine ausprobiere. 
gegessen bzw. gekocht und gebacken: leider zu viel Schokolade, Joghurt Vollkorn-Waffeln mit Himbeeren zum Valentinstag, Schokokuchen, im Augustinerkeller in Mainz (ich war zum ersten Mal dort!) leckeres Schnitzel, zum ersten Mal eine Pizza von Anfang bis Ende komplett selbst gemacht (Sauce, Teig, usw.), viele Kuchen gebacken
geklickt: diese goldigen Karten gebastelt, das personal Blog some moments are golden
ausgestellt: Rundgang Städelschule, Rundgang Kunsthochschule Mainz in der Boppstraße, Meisterschülerendausstellung
gelesen: Literatur zu Oskar Schlemmer und Daniel Kehlmann
gekauft: ein weiß-schwarz gestreiftes T-Shirt und eine schwarze Bluse, kleine feine Ohrstecker
gewünscht: etwas mehr Zeit, etwas mehr Gesundheit, etwas mehr Sonne
geärgert: über die fehlenden Informationen und die sinnlosen Stunden im Krankenhaus
gefreut: über Blumengeschenke und selbst gekaufte Blumen, über durchbrechende Zähne bei Anton, über Produktivität, über eine neue kleine Reihe, die ich bald veröffentlichen werde, über ganz liebe Menschen auf Instagram
geliebt: die Sonnenstrahlen und den Frühling, der in der Luft liegt, wieder meinen Lieblingslippenstift aufzutragen










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