den Augenblick erkennen, den Moment erleben

10. Februar 2015

gelesen: 36 hours


Es liegt sicher daran, dass ich in diesem Moment eigentlich lernen müsste - die Geschichte und die Methoden der Kunstgeschichte, von Vasaris Künstlerbiographien über Panofskys Stufenmodell zu dem Einfluss der Gender Theorien. Ja, und es sind wohl reine Prokrastinationsbewegungen, die mich nicht hinter dem Tisch sitzen lassen, aber mich auch nicht zum Beseitigen des vorherrschenden Chaos führen, sondern mich den Laptop und die Kamera zur Hand nehmen und tippen lassen. Wie dem auch sei, ich nutze nun einfach die Zeit, um euch einen ganz bekannten Reiseführer vorzustellen.

36 hours schaue ich mir im Buchladen an, seitdem der Taschen Verlag ihn herausgebracht hat. Der rote Leinenstoff und der Slogan 125 Wochenenden in Europa packen mich direkt bei meiner Reiselust und lassen mich an schöne Stunden denken. Wie habe ich mich gefreut, als mein Freund in der Weihnachtszeit diesen Reiseführer von der Arbeit mitbrachte (toller Arbeitgeber, der solche Weihnachtsgeschenke macht)! Nun habe ich also alle Zeit der Welt, mir dieses schöne, dicke Buch genauer anzuschauen.


Was mir gut gefällt, sind die fünf bunten Lesezeichen und die Ausbuchtungen für die einzelnen Regionen. Für jede Region gibt es eine Übersichtskarte, auf dem alle Reiseziele mit Seitennummer aufgeführt sind. Es sind natürlich alle bekannten Metropolen drin (Paris zum Beispiel mit drei Kapiteln), aber auch ein paar unbekanntere Städte. Jeder Wochenendreiseführer beginnt mit einer sehr knappen Info über die Stadt und dann folgen Tips für Freitag ab 15 Uhr bis Sonntag Abend. Viele Adressen sind gut bekannt und auch ziemlich typisch. Der Reiseführer ist bebildert und zu jedem Ziel gibt es auch noch eine Übersichtskarte über den besuchten Stadtteil.

Ich werde niemals eine Reise genau nach Schema F machen und so einen vorgegebenen Reiseplan abarbeiten. Trotzdem mag ich diese Art von Reiseführern sehr gerne, weil sie einem einen guten Einblick in die Stadt verschaffen und man dadurch vielleicht besser abschätzen kann, was man alles an einem Wochenende sehen und machen kann. Spannend finde ich ihn auch für Städte, die ich schon kenne. War ich an den vorgeschlagenen Orten auch schon einmal? Vielleicht besuche ich ja beim nächsten Frankfurt-Tag wieder den Palmengarten oder probiere endlich die Küche des Holbein's.

Ganz bald stelle ich euch noch einen anderen Reiseführer vor! Und bei Reiseführern, die Städtetips für einen halben Tag anbieten, denke ich immer an die großartigen Beiden von 12 hrs. Das ist dann natürlich noch ein bisschen hipper, moderner und vielleicht etwas näher am Zeitgeist. 

Was sind eure liebsten Reiseführer? Sucht ihr einzelne Tips lieber online oder doch noch in Büchern?











Kommentare:

  1. Wow, der sieht ja wahnsinnig toll aus! <3 Ich finde es immer etwas schwierig, mit solchen Tipps zu arbeiten - ins Buch zu schauen vergesse ich zu oft (ich habe dieses 1.000 places to see before you die, und das ist randvoll mit guten Ideen), mir die Tipps die einem online am laufenden Band entgegenschwirren zu merken verpeile ich regelmäßig. Da muss ich mir vielleicht mal eine Art "System" zulegen (als gäbe es das mit Pinterest & Co nicht längst). Aber im Endeffekt entdeckt man eine Stadt eben immer noch am besten durch zielloses Treibenlassen - vielleicht unterschlägt mir mein Hirn auch genau deshalb immer wieder die vielen tollen Tipps.

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    1. Hehe ja das kann natürlich sein :) Ich brauche trotzdem die Mischung aus Rumschlendern und wissen, dass es in dieser oder jener Ecke ein paar Cafés etc. gibt. Dann kann ich mich sogar besser entspannen :) Was mir fehlt, ist ein System, um Adressen zu sammeln, die ich bei Instagram finde. Ich verliere immer ganz viele Ideen, und gerade dort zeigen Leute ja ganz direkt ihre Tips.

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