den Augenblick erkennen, den Moment erleben

2. Mai 2014

Kaffee trinken in Paris - Café Lomi



Ich hatte euch ja schon von meinem Glücksmoment erzählt, als ich erfahren hatte, das eines dieser "guten Cafés" in der selben Straße in Paris sein sollte wie unsere Wohnung. Bei einem fünftägigen Aufenthalt möchte man ja meinen, dass man es locker schafft, auf einen Postfrühstückskaffee dort vorbeizuschauen, aber Pustekuchen. In Paris liegen manchmal Vorstellung und Realität meilenweit auseinander. Auch wenn der Straßenname gleich war, waren wir 150 Hausnummern vom Ziel entfernt, und mit jeder Hausnummer veränderte sich das Viertel und der Zustand der Häuser. 

Erst drei Stunden vor Abreise und wahrscheinlich auch nur aufgrund des kühlen Windes kehrten wir am letzten Tag früher vom Parc Monceau in unser Viertel zurück und entschieden kurzfristig, die Zeit noch im Café Lomi zu verbringen. Das war eine gute Entscheidung! Man kann von den auf a good coffee in Paris genannten Cafés nicht erwarten, dass sie den puren französischen Charme ausstrahlen, aber man kann sich sicher sein, dass man an einen Ort kommt, an dem Kaffeekultur hochgehalten wird. 

Mir fiel als erstes der starke Zimtgeruch auf - das war gut, ich liebe Zimt. Dann die vielen kleinen und ein paar großen Tischen mit Eames-Chair ähnlichen Stühlen in unterschiedlichen Farben. Kronleuchter, Glühbirnen an bunten Kabeln, eine breite Fensterfront. Das Publikum war sehr jung und hip, sehr international, es gab Touris wie uns, die endlich zum Lesen ihrer Zeitschriften kamen, Andere mit ihren Laptops, Freundinnen, die ihren Kaffeeklatsch hielten. 

Uns brachte ein junger Student aus Bayern den Kaffee und die obligatorische Karaffe mit l'eau robinet. Er bleibe erst einmal bis Ende des Jahres, dann schaue er mal, erzählte er uns. Wir unterhielten uns über das Quartier und die Kaffeekultur. Der Kaffee und der Cappuccino waren ganz köstlich und sehr empfehlenswert. Die Kuchen sahen lecker aus, aber wir hatten schon im Park gut gepicknickt und damit keinen Hunger mehr. Etwas später stieß noch meine Freundin Bea für eine dreiviertel Stunde zu uns. Sie erzählte von dem Stress im Architekturbüro und die Reisepläne in die deutsche Rheingegend.

Ich bin sehr froh, dass wir die Zeit fanden, um im Café Lomi einzukehren und möchte euch einen Zwischenstop dort wärmstens empfehlen.







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