den Augenblick erkennen, den Moment erleben

22. Mai 2014

analoges Paris // III


Es war zu kalt, um länger als zwei Stunden im Parc Monceau spazieren zu gehen. Es zog zu, die typischen Pariser Wolken bedeckten den Himmel und ein frischer Wind wehte. Just in dem Moment, als wir aus der Métrostation ins Tageslicht traten, begann der kleine Mann unruhig zu werden, er hatte Hunger. Wir liefen unter dem großen, schmiedeeisernen Tor hindurch, an der Rotonde vorbei und nahmen den von uns links liegenden Weg. Wir picknickten auf einer Bank, Anton bekam seine Milch und wir aßen einen Tortellinisalat in der Sonne, die für kurze Augenblicke auftauchte. Einige Läufer kamen immer wieder an uns vorbei, eine sehr alte Frau in Begleitung einer jungen Frau, die walkte und ein Vater, der sein Baby schlafen spazieren fuhr. Wir machten uns allmählich auch auf den Weg. Nur eine Runde durch den Park. Eine Taube saß auf einer korinthischen Säule, ein Obdachloser schlief auf der Bank mit überschlagenen Beinen, eine Frau kehrte die heruntergefallenen Blätter zusammen. Die umliegenden Wohnhäuser ließen mich von einem Leben in einer Altbauwohnung in Paris träumen. Unsere Verabredung verschob den Termin. Es war zu kalt, um noch länger im Park zu verweilen und wir brachen zu unserem nächsten Ziel auf.










ein Spaziergang im Parc Monceau, Praktika, April 2014

Kommentare:

  1. Schöööön...
    Ich habe immer nocht nicht geschafft dort hin zu gehen :-(

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    1. Der Park ist nicht groß. Das hat mich anfangs ein wenig "enttäuscht". Aber ansonsten hat er mir gut gefallen.

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